
Freitagabend, Flutlicht, ausverkaufter Tivoli. Der West-Schlager in der 3. Liga zwischen Alemannia Aachen und dem MSV Duisburg bot schon im Vorfeld alles für einen stimmungsvollen Fußballabend. Und auch auf dem Feld sollte es zu keiner Sekunde langweilig werden. Bis kurz vor dem Schlusspfiff war alles offen, ein Eigentor sorgte letztlich aber für die Entscheidung.
Beide Mannschaften brauchten keine Abtastphase, es ging gleich mit Vollgas in die Offensive. Auch von den Rängen gab es ab Sekunde eins keine Zurückhaltung mehr und das Stadion kochte. Die erste nennenswerte Chance konnte der Gast aus dem Ruhrpott für sich verbuchen. Nach scharfer Hereingabe von Florian Krüger verpassten im Zentrum mit Lex-Tyger Lobinger und Dominik Kother gleich zwei Offensivleute um Haaresbreite (8.). In der Folge wurde es in Sachen Torchancen etwas ruhiger, die Intensität blieb auf beiden Seiten jedoch hoch. Mitte der ersten Hälfte marschierte Niklas Jessen die rechte Seite bis zur Grundlinie hinunter, um von dort scharf in die Mitte zu spielen. Kother kam auch an den Ball, setzte den aus kurzer Entfernung aber knapp neben den Kasten (25.).
Wenig später zeigte die Alemannia, was sie in dieser Saisonphase ausmacht. Pierre Nadjombe setzte sich an der Strafraumkante gut durch, sein Abschluss wurde aber abgewehrt. Der Ball landete direkt vor den Füßen von Mika Schroers, der nicht lange überlegte und aus rund 18 Metern zum 1:0 traf (32.). Nur vier Minuten klingelte es erneut im Kasten von Max Braune. Dieses Mal sah die Defensive nicht gut aus. Mehdi Loune lauerte, schnappte sich die Kugel und erhöhte kompromisslos auf 2:0. Der MSV zeigte sich davon wenig beeindruckt und spielte weiter mutig nach vorn. In der Nachspielzeit war der Ball dann drin, doch zuvor hatte Kother seinen Gegenspieler abgeräumt. Der Schiedsrichter entschied folgerichtig auf Freistoß für Aachen, zeigte zuvor aber Tor an, was im Stadion zu einiger Verwirrung führte.
Nach der Pause blieb der bereits gelb-verwarnte Ben Schlicke in der Kabine. Er wurde durch Patrick Sussek ersetzt, der gleich in seiner ersten Aktion steil geschickt wurde und aus spitzem Winkel eine Ecke herausholte (47.). Eine Stunde war gespielt, als vor dem Aachener Strafraum ein Querpass den Weg zu Can Coskun fand. Aus dem Rückraum zog er gleich ab, setzte den Schuss allerdings knapp über den Querbalken. Dann wechselte MSV-Coach Dietmar Hirsch dreifach. Für Krüger, Lobinger und Kother war der Arbeitstag beendet, sie wurden durch Thilo Töpken, Conor Noß sowie Simon Symalla ersetzt (61.). Die Duisburger spielten weiter offensiv nach vorn. Sussek drang in den Strafraum ein und prüfte aus kurzer Distanz Aachens Schlussmann Fotios Pseftis, der abtauchen und parieren konnte (63.).
In der Schlussphase verpasste der eingewechselte Faton Ademi die Vorentscheidung zugunsten der Kaiserstädter. Nach perfekten Steckpass konnte er Braune nicht überwinden (77.). Das sollte sich nur wenige Augenblicke später rächen. Nach einer Ecke nickte der ebenfalls eingewechselte Aljaz Casar zum 1:2 ein (79.). Unmittelbar darauf hätte der Ausgleich fallen müssen. Aus kurzer Distanz scheiterte Sussek erst an der Latte, dann am starken Reflex von Pseftis (82.). Die Entscheidung folgte auf dem Fuße. In die flache Hereingabe von Lars Gindorf rutsche Joshua Bitter und lenkte den Ball unglücklich ins eigene Tor. Das sollte die Entscheidung sein. Duisburg hatte viel riskiert und am Ende durchaus unglücklich verloren. Ein Rückschlag im Aufstiegsrennen war das allemal, doch auch die Konkurrenten aus Essen und Cottbus müssen am Wochenende ihre Hausaufgaben erst einmal erfolgreich erledigen.
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