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Ära in Vilzing endet: Sportchef Beller tritt zum Jahresende ab

Vilzings langjähriger sportlicher Leiter scheidet im Dezember auf eigenen Wunsch aus und verabschiedet sich in den Funktionärs-Ruhestand

von PM / Florian Würthele · 31.10.2024, 06:00 Uhr · 0 Leser
Sepp Beller hat als Architekt maßgeblich an der Erfolgsgeschichte der DJK Vilzing in den vergangenen Jahren beigetragen.
Sepp Beller hat als Architekt maßgeblich an der Erfolgsgeschichte der DJK Vilzing in den vergangenen Jahren beigetragen. – Foto: Helmut Weiderer

Bei der DJK Vilzing stehen in der kommenden Monaten Veränderungen auf der Funktionärsebene ins Haus. Vilzings langjähriger sportlicher Leiter der ersten Mannschaft Sepp Beller (70) scheidet im Dezember auf eigenen Wunsch aus der sportlichen Leitung aus. „Mein Entschluss, kürzer zu treten, steht schon seit einiger Zeit. Verein und Mannschaft wurden bereits frühzeitig im Sommer von mir darüber informiert“, gibt der erfahrene Sportfunktionär Auskunft.

„Was Sepp in den letzten Jahren für den Verein geleistet hat, ist wirklich nur ganz schwer in Worte zu fassen“, beginnt Vilzings Fußball-Abteilungsleiter Roland Dachauer seine Ausführungen. Weiter fährt er fort: „Sepp hat die unglaubliche Erfolgsgeschichte der letzten zehn Jahre in unserem Verein erst als Trainer und dann als sportlicher Leiter maßgeblich mitgeschrieben. Wenn man noch weiter zurückblickt, gibt es wohl kaum eine Person, die im ostbayerischen Amateurfußball in den vergangenen 40 Jahren auch nur annähernd so erfolgreich gearbeitet hat wie Sepp. Er hat den lokalen Amateurfußball der letzten Jahrzehnte auf Top-Niveau geprägt wie nur wenige andere. Es ist wohl selten passender, von einem verdienten Funktionärsruhestand zu sprechen als bei dieser Konstellation. Wenngleich es für uns als Verein natürlich ungeheuer schade ist, denn wir verlieren ungemeine Fachkompetenz, eine wahnsinnig authentische Persönlichkeit und einfach einen tollen Menschen mit großem Erfahrungsschatz für jede Lebenslage bei uns im Funktionsteam“, zeigt sich Dachauer wehmütig.


Sepp Beller blickt dankbar auf seine Zeit am Huthgarten zurück: „Für mich war es immer eine Ehre, für die DJK Vilzing zu arbeiten – sowohl vier Jahre als Cheftrainer als auch sechseinhalb Jahre als sportlicher Leiter“, sagt der 70-Jährige. Und weiter:„Dass ich an der enormen sportlichen und infrastrukturellen Entwicklung der letzten Jahre teilhaben durfte, erfüllt mich mit Stolz und großer Zufriedenheit. Ausdrücklich möchte ich mich bei Roland Dachauer für die jahrelange sehr gute, freundschaftliche und kompetente Zusammenarbeit seit 2011 bedanken.“


Wie geht es weiter? „Sepp hinterlässt eine große Lücke. Wir werden den Winter nutzen, um die Weichen zu stellen und versuchen, die Lücke zu schließen“, informiert der Abteilungsleiter über die nächsten Schritte. „Wir mussten längst feststellen, dass es eigentlich kaum mehr möglich ist, den Spielbetrieb in der Regionalliga auf ehrenamtlicher Basis zu organisieren. Neben dem sportlichen Kerngeschäft muss man mittlerweile fast noch mehr Zeit verbringen mit Bürokratie, Auflagen und administrativen Prozessen“, gibt Dachauer zu bedenken. „Dennoch wollen wir die Grundarchitektur in unserem Verein nicht verändern und weiterhin auf ehrenamtlicher Basis die Funktionärsaufgaben erfüllen. Deshalb wird der Lösungsansatz sein, dass wir mit einem Management-Team von drei bis fünf Personen den Sport- und Spielbetrieb der 1. Mannschaft organisieren werden. Dieses Team wollen wir in den kommenden Monaten aufstellen. Bis dahin werden alle anfallenden Aufgaben von unserem technischen Leiter Andi Bugl und von mir persönlich übernommen“, erläutert Dachauer.


Sepp Beller war von Sommer 2011 bis Mai 2015 Cheftrainer der ersten Herrenmannschaft der DJK Vilzing. In seiner ersten Saison schaffte er direkt den Aufstieg von der BOL in die Landesliga, im zweiten Jahr feierten die Schwarzgelben als Aufsteiger die Vizemeisterschaft und scheiterten erst in der zweiten Runde der Relegation am Aufstieg in die Bayernliga. Dieser sollte ein Jahr später mit einem historischen Relegations-Triumph für den FC Affing folgen. In der Premierensaison 2014/15 in der Bayernliga erreichte der Lohamer in Diensten der DJK einen hervorragenden fünften Tabellenplatz in der Endabrechnung.

Im Sommer 2018 kehrte Beller als sportlicher Leiter an den Huthgarten zurück. Nach Platz 5 in der Saison 18/19 sowie der Vizemeisterschaft in der Corona-Saison 19/21 feierte Beller im Mai 2022 mit der Bayernliga-Meisterschaft und dem damit verbundenen Regionalliga-Aufstieg den nächsten historischen DJK-Erfolg. Dieser wurde bislang nur noch getoppt von der Vizemeisterschaft in der Regionalliga Bayern in der abgelaufenen Saison – dem bislang größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Als Architekt aller historischer DJK-Erfolge der letzten zehn Jahre hat sich Sepp Beller gleich mehrmals seinen Eintrag in den Geschichtsbüchern der DJK Vilzing gesichert.