Adliswil überrascht, YF & Einsiedeln befreiend und Horgen formstark
2. Liga, Gruppe 1: 17. Runde
von Christian Mathea · Heute, 18:28 Uhr · 0 Leser
Last-Minute-Sieg für Wiedikon im Derby gegen Red Star 2. – Foto: David MatheaSächsillüüte-Wochenende in Zürich. Während die Zünfte den Böögg auf dem Scheiterhaufen platzieren, schiessen sich die 2. Liga-Vereine der Gruppe 1 schon mal warm, mit folgenden Resultaten: Horgen besiegt Unterstrass 1:0, Wädenswil unterliegt Adliswil 0:4, Regensdorf schlägt Höngg 2:0, YF Juventus gewinnt gegen Wollishofen 3:2, Wiedikon bezwingt Red Star 1:0, Urdorf verliert gegen Oetwil 3:5 und Einsiedeln siegt gegen Rümlang 3:0.
Zweiter Sieg in Serie bringt Ruhe im Strichkampf
Der FC Horgen empfing den FC Unterstrass zum Liga-Mittelfeld-Duell. Der neuntplatzierte Gastgeber traf auf den zur Rückrunde noch ungeschlagenen Achten. Im Hinspiel trennten sich die Tabellen-Nachbarn 1:1-Unentschieden.
Die erste Hälfte endete ohne Tore und startete nach dem Seitenwechsel fulminant. Unterstrass-Verteidiger Giuliano Catalano sah in der 51. Minute nach Foulspiel an Engjëll Limani im Strafraum die Rote Karte. Der Gefoulte übernahm selbst die Verantwortung und scheiterte mit seinem Versuch an Torhüter Janis Stangelberger. Die grosse Chance fürs Heimteam hier früh die Weichen auf Sieg zu stellen. Doch die Hausherren wussten die numerische Überzahl in der Folge entsprechend auszunutzen und erzielten in der 63. Minute das 1:0 durch Jan Wintermantel. Dieser Treffer war dann auch gleich der Schlusspunkt und somit sicherte Wintermantels viertes Saisontor den wichtigen Erfolg.
MIt dem Sieg tauschen die beiden Teams ihre jeweiligen Tabellenplätze (Unterstrass hat allerdings noch ein
Nachholspiel am kommenden Donnerstag gegen Einsiedeln).
Unterstrass am Boden und der Sieg für Horgen auf der Anzeigetafel. – Foto: FC Horgen Insta Video-Highlights zum Spiel FC Horgen gegen FC Unterstrass in unserer
Galerie oder direkt auf
Youtube.
Sprung unter die ersten Drei geschafftDer zur Rückrunde noch ungeschlagene
FC Regensdorf wollte auch im neunten Heimspiel der Saison weiter Druck auf die drei vor ihm liegenden Spitzenteams ausüben und peilte den nächsten Sieg an. Doch mit dem
SV Höngg 2 war ein Team zu Gast, dass trotz Involvierung im Strichkampf, zuletzt einen Aufwärtstrend erkennen liess.
Für die Gäste gab es im Furttal aber nichts zu holen. Das Heimteam siegte 2:0 und profitiert von Wädenswils erster Heimniederlage. Regensdorf überholt den FCW und rückt auf den dritten Rang vor. Die zweite Höngger Mannschaft bleibt unter dem Strich und blickt bereits auf das Duell gegen Einsiedeln am 18. Spieltag. Die Schwyzer liegen mit vier Punkte Vorsprung in Reichweite.
Aufstiegszug vorerst abgefahrenDie
Heimbilanz des
FC Wädenswil glänzt und kann sich sehen lassen. Acht Spiele - Acht Siege und ein beeindruckendes Torverhältnis von 22:4. Aber aufgepasst, Gegner
FC Adliswil konnte in dieser Saison bereits 10 Punkte auf fremden Plätzen einfahren. Zudem endete die Partie in der Hinserie mit
0:0.
Am Ende der Partie rieben sich die Anhänger des Heimteams ungläubig die Augen und die Gäste jubelten nach ihrem Coup ausgelassen. Wädenswil lässt sich von Adliswil gleich mit 0:4 düpieren und rutscht im Aufstiegsrennen weiter ab. Die Gäste hingegen sind nach dem Auswärtssieg bis auf vier Zähler an den FCW herangerückt und grüssen vom fünften Zwischenrang.
Adhurim Gashi und
Marcel Malacrida sorgten bereits im ersten Durchgang für eine beruhigende 0:2-Pausenführung.
Lean Nef und erneut Gashi machten in der zweiten Halbzeit den Deckel drauf und sorgen für Wädenswils erste Heimpleite der Saison.
Insights zum Spiel und wo die Reise des FC Wädenswil hin geht, kann im
Bericht von
Roger Egger hier bei uns auf Fupa ZH nachgelesen werden.
Erste Heimniederlage - Wädenswil taucht gegen Adliswil 0:4. – Foto: Roger Egger Richtungsweisender Schritt für ZweitvertretungYF Juventus 2 wartet zur Rückrunde immer noch auf den ersten Dreier. Mit einem Erfolg im Heimspiel gegen den Aufsteiger
FC Wollishofen, würde man bis auf drei Zähler an den heutigen Gegner aufrücken.
Mit dem Schlusspfiff war es dann Tatsache. Dank eines Lucky Punch in der 90. Minute gelingt der Zweitvertretung von YF Juventus der erste Vollerfolg im neuen Jahr. Die Hausherren waren bereits nach acht Minuten in Rückstand geraten, bewiesen aber Moral und drehten die Partie in der 71. Minute zu ihren Gunsten. Auf den 2:1-Führungstreffer reagierten die Gäste postwendend mit dem Ausgleich. Als beide Teams sich schon auf die Punkteteilung eingestellt hatten, traf das Heimteam in der Nachspielzeit zum Sieg.
Die Juchhof-Elf rückt damit kurzzeitig auf den zehnten Rang vor und verschafft sich ein wenig Luft im Strichkampf. Gegner Wollishofen ist nach der Niederlage zwar in Reichweite der Juventini gerückt, bleibt aber weiterhin sechs Zähler vor dem ominösen Strich.
Jungspund mit Lucky PunchDer zweitplatzierte
FC Wiedikon musste sich in der laufenden Saison erst vier Mal geschlagen geben.
Einmal allerdings im Derby gegen Schlusslicht und Gegner
FC Red Star 2.
Das dieses Derby an Wiedikon ging, hatten die Mannen vom Friesenberg am Ende Jung-Stürmer
Marvin Gygax zu verdanken. Der 18jährige erzielte in der 91. Minute in seinem vierten Saisonspiel seinen zweiten Treffer und war damit der Matchwinner. Das Heimteam hätte die Partie allerdings früher entscheiden müssen, verpasste aber mehrere Grosschancen und spielte ab der 80. Minute gar in Unterzahl.
Mattia Bochicchio kassierte nach Notbremse die Rote Karte. Dank Gygax blieben die Punkte in Wiedikon und der Derbysieg war Tatsache.
Damit bleibt der FCW weiterhin erster Verfolger von Oetwil und blickt mit Vorfreude auf den nächsten Spieltag. Dann kommt es zum Spitzenspiel in Oetwil. Die Frage wird sein, ob Wiedikon den Rückstand bis auf zwei Punkte verkürzen kann oder der Leader eine kleine Vorentscheidung im Aufstiegsrennen erzielt.
Wiedikon gewinnt mit 1:0 gegen Red Star und bleibt an Oetwil dran. – Foto: David Mathea Viele Tore auf dem ChlösterliDa war doch noch was? Genau - am 07.09.2025 kassierte der
FC Urdorf im Auswärtsspiel gegen den
FC Oetwil-Geroldswil eine schallende
5:0-Ohrfeige. Zeit für Wiedergutmachung im Heimspiel und Duell der bisher noch Ungeschlagenen zur Rückrunde.
Soviel sei vorweggenommen - eine weitere Ohrfeige gab es dieses Mal nicht, aber wiederrum fünf Gegentore. Den Zuschauern wurden am Ende acht Treffer geboten. Die Gäste behielten dabei die Oberhand und gewinnen die Partie mit 3:5.
Das Heimteam rutscht aufgrund der Niederlage einen Rang ab und wird von Adliswil überholt. Mit dem 13. Sieg in Folge baut der Spitzenreiter seine Dominanz aus und thront weiter mit fünf Punkten Vorsprung auf Wiedikon einsam an der Spitze. Nächste Woche kommt es in Oetwil zum Gipfeltreffen mit dem Zweitplatzierten.
Heimteam mit englischer Woche vor der BrustDer neue Rasen hat dem
FC Einsiedeln bisher noch kein Glück gebracht - erst
ein Sieg resultiert aus sechs Versuchen. Gegner
SV Rümlang holte die Hälfte seiner bisher gewonnen Punkte in der Fremde. Mit einem Auswärts-Erfolg würden die Zürcher Unterländer punktetechnisch zu den Schwyzern aufschliessen. Das Duell der Aufsteiger versprach also Spannung.
Dem Heimteam gelang dank eines Treffers von
Maxim Riedi in der 6. Minute der Traumstart und die frühe Führung. Kurz vor der Pause legten die Hausherren nach.
Leandro Albert stellte in der 42. Minute auf 2:0. Komfortable Ausgangslage für den FCE und den weiteren Spielverlauf.
Die Gäste kamen im zweiten Abschnitt zu Chancen, um den Anschluss zu erzielen.
Dieu-Merci Boussano kam in der 67. Minute mit einem Pfostenschuss am nächsten.
Pascal Fässler tat es seinem Gegenüber gleich und knallte das Leder fünf Minuten später ebenfalls ans Aluminium. In der 73. Minute sorgte Albert mit dem Doppelpack für die Entscheidung.
Einsiedeln setzt im Strichkampf ein Zeichen und baut seinen Vorsprung auf Höngg vor dem Direktduell kommendes Wochenende auf vier Zähler aus. Dazwischen spielt der FCE auch noch sein Nachtragsspiel gegen Unterstrass. Eine wegweisende Woche steht fürs Heimteam auf dem Programm. Rümlang bleibt indes weiter auf dem vorletzten Rang.
Handshake vor der Partie - Einsiedeln gegen Rümlang. – Foto: FC Einsiedeln Insta