2026-04-08T12:04:42.690Z

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Abstiegskrimi in Hennef: SF Düren kämpfen um den letzten Strohhalm

Hennef strebt die Vorentscheidung an, Düren braucht im „Do-or-Die“-Spiel zwingend einen Dreier.

von Andreas Santner · Heute, 17:32 Uhr · 0 Leser
Gelingt Nils 'Tex' Teixeira und dem FC Hennef die Vorentscheidung im Klassenkampf?
Gelingt Nils 'Tex' Teixeira und dem FC Hennef die Vorentscheidung im Klassenkampf? – Foto: Boris Hempel

Die Osterpause in der Mittelrheinliga ist beendet, und für den FC Hennef 05 sowie die Sportfreunde Düren beginnt das letzte Saisondrittel mit einem sportlichen Schicksalsspiel. Wenn der Tabellendreizehnte am Samstag den Tabellenvierzehnten empfängt, steht für die Gäste nichts Geringeres als die Existenz in der Spielklasse auf dem Spiel. Während Hennef mit einem Sieg den Klassenerhalt fast schon greifen kann, ist es für Düren die wohl letzte realistische Chance, den Anschluss an das rettende Ufer wiederherzustellen.

Hennef rangiert mit 20 Punkten derzeit sechs Zähler vor den Sportfreunden Düren. Nach der jüngsten 0:2-Niederlage gegen den VfL Vichttal brennt die Mannschaft von Frank Fußhöller darauf, den Vorsprung auszubauen. „Ich höre den Begriff ‚Sechs-Punkte-Spiel‘ eigentlich nicht gerne, aber es ist definitiv eine ganz entscheidende Partie. Unser klares Ziel ist es, den Vorsprung auf neun Punkte auszubauen. Damit wäre der Klassenerhalt zwar noch nicht rechnerisch fix, aber es wäre ein Riesenschritt in die richtige Richtung“, erklärt der 44-jährige sportliche Leiter der Hennefer.

Fußhöller: "Wird uns kämpferisch und läuferisch sicher alles abverlangen"

Hennef nutzte die Feiertage zur Regeneration, um für den erwarteten Kraftakt gewappnet zu sein. Fußhöller stellt sich auf einen rücksichtslosen Schlagabtausch ein: „Ich erwarte einen hochmotivierten Gegner, für den dieses Spiel der letzte Strohhalm im Abstiegskampf ist. Düren wird uns kämpferisch und läuferisch sicher alles abverlangen. Da müssen wir mit aller Macht dagegenhalten – unser Anspruch ist es, dieses Heimspiel zu gewinnen.“ Personell kann Hennef aus einem breiten Reservoir schöpfen, auch wenn nicht alle Akteure zur Verfügung stehen werden. „'Tex' hat die Qual der Wahl und wird die Elf ins Rennen schicken, die die nötige Einstellung und Qualität mitbringt, um die drei Punkte hierzubehalten“, so Fußhöller weiter.

Demircan: "Fast eine andere Sportart"

Bei den Gästen aus Düren herrscht trotz der sportlichen Misere eine ungewöhnliche Klarheit über die Zukunft. Trainer Marcel Demircan hat seinen Vertrag ligaunabhängig verlängert, obwohl der Verein im Sommer vor einem radikalen Umbruch steht und nahezu der gesamte Kader die Sportfreunde verlassen wird. Doch vor dem Neuanfang gilt die volle Konzentration der Rettung. Demircan sieht in der Platzbeschaffenheit einen entscheidenden Faktor für das Wochenende: „Am Samstag in Hennef erwartet uns eine besondere Herausforderung: Wir spielen auf einem großen Naturrasen. Das ist fast eine andere Sportart als auf einem kleinen Kunstrasen. Dort sind andere Faktoren im Fokus – darauf bereiten wir uns diese Woche gezielt vor.“

Dass das Hinspiel mit 4:3 an die Dürener ging, dient als Mutmacher, offenbart aber auch die defensiven Schwächen beider Teams. Demircan rechnet erneut mit einer torreichen Begegnung: „Qualitativ sehe ich beide Mannschaften auf einem ähnlichen Level. Für Hennef sprechen der Heimvorteil und die langjährige Erfahrung in dieser Liga. Für uns spricht, dass wir absolut nichts zu verlieren haben. Am Ende wird die Tagesform entscheiden. Da uns ein einzelner Punkt im Kampf um unsere Ziele nicht reicht, gehe ich von einem torreichen Spiel aus.“

Allerdings plagen die Sportfreunde personelle Sorgen. Neben Luca Bergstreiser, der sich im Urlaub befindet, fallen Gerrit Klepgen und Raphael Unger verletzungsbedingt aus. Für Düren ist die Marschroute dennoch alternativlos: Ein Punkt ist zu wenig, nur ein Sieg hält den Traum vom Klassenerhalt am Leben.