2026-06-03T09:07:03.210Z

Allgemeines

„Absoluter Tiefpunkt“: Antdorf/Iffeldorf scheitert gegen Murnau II

Kein Kreisliga-Niveau

von Oliver Rabuser · Heute, 09:59 Uhr · 0 Leser
Denny Krämer vs Christoph SenftlFußball, Relegation zur Kreisliga, 2026, 2. Spiel, SG Antdorf/Iffeldorf vs TSV Murnau 0:3, Foto: Rabuser. SG bleibt in Kreisklasse.
Denny Krämer vs Christoph SenftlFußball, Relegation zur Kreisliga, 2026, 2. Spiel, SG Antdorf/Iffeldorf vs TSV Murnau 0:3, Foto: Rabuser. SG bleibt in Kreisklasse. – Foto: Oliver Rabuser

Die SG Antdorf/Iffeldorf ist auch im Rückspiel gegen den TSV Murnau II untergegangen. Bereits nach acht Minuten fiel das 0:1 per Elfmeter.

Emotionen blieben weitgehend aus. Vereinzelt erkannte man den Verdruss in den Gesichtern einiger Spieler. Kurz wurde mal am Boden gelegen oder mit bittersüßer Miene mit dem Gegner abgeklatscht. Letztendlich war das Relegationsrückspiel am Freitag nur eine Fortsetzung des Dramas, das sich die SG Antdorf/Iffeldorf drei Tage zuvor selbst aufgehalst hat. Die SG verlor auch den zweiten Akt klar und deutlich mit 0:3 und verdeutlichte damit, dass sie in dieser Besetzung in der Kreisliga rein gar nichts zu suchen hat.

Vom Vorsatz, sich gut zu verkaufen, vielleicht gar für die 1:5-Niederlage revanchieren zu wollen, blieb beim Gang aus der Kabine nichts haften. Es war seitens der Hausherren eine Vorstellung, die den Coach als Mitverantwortlichen sehr nachdenklich machte. Zusammen mit Reserve-Trainer Gerhard Michael saß Jürgen Staiger in der holzverkleideten Wechselbank der SG. Geeint waren beide durch versteinerte Mimik. Gedacht haben beide in etwa: Was zur Hölle war das? „Diese zwei Spiele haben uns vollends in die Realität zurückgeholt“, stellt Staiger klar. „Wer solche Spiele abliefert, hat in der Kreisliga nichts verloren.“ Woran sich der 57-Jährige ganz massiv rieb: „Mit der Annahme des Spiels und des Gegners, aber auch mit der Körpersprache.“

Antdorf/Iffeldorf unterliegt auch im Rückspiel – kein Kreisliga-Niveau

Bereits der Anpfiff wirkte auf die Platzherren lästig und überflüssig. Nach vorn ging nichts, nach hinten ging alles in die Hose. Nach gerade mal acht Spielminuten kratzte Floian Calliari mit dem Bein an jenem von Murat Höbekkaya – es gab Elfmeter. Der frühe Gegentreffer beseitigte den allerletzten Rest einer nie wirklich vorhandenen Hoffnung auf eine Wende. Fahrig war der Umgang mit den Abständen zwischen Abwehrkette und Mittelfeld. Nahezu jedes Zuspiel der Murnauer drang unmittelbar in die vorderste Linie durch.

Dann stellte Höbekkaya auch noch seine individuelle Klasse zur Schau, entledigte sich der halben SG-Deckung, ehe er vorbei am verdutzten Marius Becker in die lange Ecke abschloss. „Ich wusste gar nicht, dass wir im Sechzehner im Raum verteidigen“, merkte Staiger sarkastisch an. „Die erste Halbzeit war ein Offenbarungseid von uns“, so der Coach. Zumal Manuel Pratz aus der Distanz noch das 3:0 draufsetzte.

Dies alles führte zu Kontroversen in der SG-Kabine. Unzufriedenheit kanalisierte sich in gegenseitige Vorwürfe. Ein kurzes Lebenszeichen nach Seitenwechsel: Denny Krämer erzielte ein Tor, das allerdings wegen einer Abseitsstellung nicht gegeben wurde. Und Markus Winkler köpfte den Ball an die Oberkante der Latte. „Wir wollten es besser machen als letztes Jahr gegen Unterammergau“, bedauert Staiger. „Aber alle Tugenden vom Fußball waren weg. Das war heute der absolute Tiefpunkt. Wir haben in anderthalb Halbzeiten gezeigt, dass wir keine Berechtigung haben, weiter oben zu spielen.“