
In einem äußerst durchwachsenen Relegations-Hinspiel erarbeitet sich die SG Hackenberg einen 1:0-Sieg gegen den 1. FC Viersen. Insgesamt war diese Partie aber alles andere als ein Leckerbissen – im Rückspiel am kommenden Sonntag (21. Juni, 15 Uhr) wird sich jeder Zuschauer eine Leistungssteigerung erhoffen.
Schon beim Aufwärmen war der Stellenwert dieser Partie ein Stück weit zu spüren, denn beide Mannschaften bereiteten sich hochkonzentriert vor.
Diese Konzentration nahmen die Teams auch definitiv mit in die ersten 45 Minuten – richtig spannend sollte es für den Zuschauer da allerdings nicht werden. Immer wieder wechselten die Ballbesitzphasen. Die wohl größte Möglichkeit hatte Luca Heise in der 10. Spielminute. Der Viersener Kapitän Kevin Weggen schickte Heise mit einem überragenden Ball in die Tiefe, eine Finte später kam der 21-Jährige Flügelspieler zum Abschluss, der nur knapp über die Latte ging. Die letzte Viertelstunde setzten sich die Gäste aus Bezirksliga, Gruppe 3, in der Hälfte der SG Hackenberg fest. Bis auf ungefährlichere Möglichkeiten für Peter Okafor und einen Freistoß des „Wegginators“, der knapp am Torwarteck vorbei ging, gab es nicht viel Nennenswertes.
Zu Beginn der zweiten Hälfte ist es wieder der 1. FC Viersen, der den besseren Start erwischt. Umso bitterer ist der 0:1-Rückstand durch Leon Sierant in der 54. Spielminute. Der 13-Tore-Mann aus der regulären Saison hat bis dato noch überhaupt nicht stattgefunden. Der durch einen langen Ball geschickte Edward Yamoah setzt den Stürmer mit einer flachen Hereingabe in den Rückraum gut in Szene – Sierant setzt das Spielgerät per direkter Abnahme in die linke Torecke. Und damit haben die rund 200 Zuschauer im Grunde das einzige richtige Highlight dieser Partie zu Gesicht bekommen. Einzig die Aggressivität – die zu jedem Zeitpunkt angemessen blieb – nahm immer mehr zu. Dies wurde auch von den Hackenberger Heimfans getragen, die mit einer Trommel und Fangesängen ordentlich Alarm am Spielfeldrand machten.
Leon Sierant wurde also zum Matchwinner in diesem Relegations-Hinspiel gegen den Abstieg in die Kreisliga A. Was für die Mannschaft aus Bezirksliga 3 spricht: Auf dem heimischen Rasenplatz, der auch deutlich größer ist als der doch recht kleine Kunstrasenplatz an der Hackenberger Straße, wird gerade Kevin Weggen aus dem Zentrum seine gefährlichen Diagonalbälle spielen können.
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