Vor vier Wochen im Meisterschaftsspiel gegen den TSV Wörth/Donau II teilte Capellmann beim Spielstand von 2:0 zugunsten seines Verein in der 53. Spielminute Schiedsrichter Gerhard Schnurrer mit, dass kein Foulspiel vorlag, obwohl der Unparteiische bereits auf den Elfmeterpunkt gezeigt hatte. Schiedsrichter Schnurrer vermerkte dies im elektronischen Spielberichtsbogen und so konnte diese Aktion auch entsprechend gewürdigt werden.
Bei der Verwandlung des Strafstoßes hätte der SV Sanding mit 3:0 in Führung gehen können, was sicher einen vorentscheidenen Charakter gehabt hätte. Im Laufe des Spiels kam der Gegner sogar noch zum 2:2-Ausgleich. Gut zehn Minuten vor Schluss konnten die Hausherren aber noch den Siegestreffer zum 3:2 erzielen. Sehr zur Freude auch ihres zuvor so fairen Torjägers, der diese Saison schon neun Mal getroffen hat.
„Dominik Capellmann hat bei dieser Elfmeterszene so ehrlich agiert und die Situation umgehend aufgeklärt. Das war eine tolle Unterstützung des Referees und ein wunderbares Zeichen für ein gemeinsames Miteinander auf dem Spielfeld“, lobt Kreisspielleiter Mike Koriath. Der 26-jährige Spieler wurde nun im Rahmen der Aktion „Fair ist mehr“ des Fußballverbandes entsprechend geehrt. Er bekam von Koriath ein „Fair ist mehr“-Handtuch und eine Fair Play-Urkunde, unterzeichnet von DFB-Präsident Bernd Neuendorf, überreicht.
Capellmanns Sandinger haben derzeit in der A-Klasse 1 einen gesicherten Mittelfeldplatz inne. Die Zwischenbilanz ist positiv (7/2/6) und der anvisierte Liga-Erhalt ist schon so gut wie in trockenen Tüchern. Für den Aufsteiger aus der B-Klasse ist das ein schöner Erfolg. Mittelfristig möchte sich die Mannschaft von Trainer Michael Wysotzki in der A-Klasse etablieren.