2026-04-29T13:32:52.058Z

Ligabericht

A-Klasse: Pfeddersheimer vertagen Monsheims Meisterfeier

Die TSG Pfeddersheim II verhinderte im Topspiel der A-Klasse Alzey-Worms die vorzeitige Meisterschaft des TuS Monsheim auf dramatische Weise +++ Der 27. Spieltag im Überblick.

von Stefan Mannshausen/Claus Rosenberg · Gestern, 22:19 Uhr · 0 Leser
Die TSG Pfeddersheim II verdarb dem TuS Monsheim die vorzeitige Meisterschaft.
Die TSG Pfeddersheim II verdarb dem TuS Monsheim die vorzeitige Meisterschaft. – Foto: Claus-Walter Dinger (Archiv)

Alzey-Worms. Die Meisterfeier in der A-Klasse Alzey-Worms ist vertagt. Nach der Lastminute-Niederlage bei der TSG Pfeddersheim II müssen sich die Monsheimer um Spielertrainer Tobias Hess noch etwas gedulden. Deutlicher spannender geht es jedenfalls weiter im Rennen um Platz zwei zu.

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Das Hauptziel, frühzeitig eine „sorgenfreie Saison“ zu spielen, hat TuS Framersheim schon erreicht. Nun geht es um die Kür, Teams aus der vorderen Tabellenhälfte zu schlagen. Diesen Wunsch haben die Framersheimer vertagen müssen, weil „Weinheim in der hitzigen, intensiven und ausgeglichenen Partie die Chancen verwertete. Und wir nicht“, resümiert TuS-Coach Peter Schmitt. Der Spielfilm: 0:1 David Salfeld per Kopf (40.), 0:2 Jannis Flick (48.), 1:2 Christopher Rupp (73.), 1:3 David Salfeld (90.).

Die um den Klassenverbleib kämpfenden Alzeyer verschliefen die ersten vier Minuten. Das eröffnete den Gästen zwei Chancen, von denen Pascal Arm (4.) eine zur Führung nutzte. RWO drängte nach dem Wechsel auf den Ausgleich. Baran Adsay und Sait Yalkin hatten ihn auf Fuß. Coach Roland Klein kommentierte: „Bitter, einen Punkt hatten wir verdient.“ Das räumte sogar der gegnerische Trainer Heiko Völker ein.

SG-Trainer Daniel Sälzer sprach von einem „gerechten Unentschieden“. In der Anfangsphase hatten die Platzherren Pech, als Tobi Theins Schuss von der Linie gekratzt wurde. Quasi im Gegenzug markierte Fynn Roth (22.) die Gästeführung. Ihren Punkt, so Sälzer weiter, verdienten sich die Pfiffligheimer schließlich durch eine Steigerung in der zweiten Hälfte. Die weiteren Treffer: 1:1 Philipp Fischer Radtke (29.), 2:1 Tim Renz (44.), 2:2 Christoph Spohn (58.).

Eine Ampelkarte für Ataspor-Spieler Feimi Osmanoglu brachte die Gelb-Schwarzen gegen Leiselheim endgültig auf die Verliererstraße. Yusuf Yildirim (8.) und Abdelkader Meslem (58.) hatten die Gäste in Führung geschossen, ehe Aikout Oglou verkürzte (68.). „Beide Teams hatten Chancen für viele weitere Tore”, sagte Ataspor-Trainer Kadir Akcesme, der aus Personalnot selbst mitspielen musste. Als die Ataspor-Kräfte schwanden, zogen die Leiselheimer in der Schlussphase erbarmungslos davon. Alexander Ploetz (80.), Sandro Vogt (83., 87.), erneut Meslem (84.) und Fynn Juraschek (88.) trafen für den SVL innerhalb von acht Minuten fünf (!) weitere Mal.

Keine Spannung in Horchheim. Schon zur Pause führten die Gatsgeber durch Doppelpacker Dennis Hamm-Kiefer (15. und 41.) und ein Eigentor von Tobias Fiederlein (45.) mit 3:0. „Das Ganze war insgesamt relativ deutlich”, erklärte SVH-Trainer Michael Denschlag, den eine Tatsache besonders freute: „Wir haben gegen die zweitbeste Offensive der Liga (92 Tore, Anm. d. Red.) die Null gehalten, das war schon gut.” In Durchgang zwei erhöhte Angreifer Jonas Selbert für Horchheim auf 4:0 (60.) und besorgte den 4:0-Endstand.

Alle vier Treffer des Spiels fielen schon vor dem Pausenpfiff. Und ein Mann stand dabei besonders im Fokus: Linksaußen Maximilian Becker markierte jedes der drei Gästetore (9., 23., und 34.) und avancierte zweifellos zum Man of the Match. „Das Ergebnis geht vollkommen in Ordnung“, sagte Rhenania-Trainer Steffen Keller anschließend und begründete das vor allem mit der fehlenden Kaltschnäuzigkeit seines Teams. „Wir hatten viele Chancen, aber überhaupt kein Abschlussglück.“ Das erste Becker-Tor hatte Tom Dinger für die Rhenania egalisiert (14.).

Die siebte Minute der Nachspielzeit. Eckball TSG. Im Strafraum läuft Leon Kirsch ein und köpft den Ball zum umjubelten 2:1 für die Pfeddersheimer ins lange Toreck. „Tolles Spiel, tolle Kulisse“, freute sich TSG-Coach Björn Miehe anschließend. 350 Zuschauer hatten dem A-Klassen-Topspiel einen würdigen Rahmen verliehen. Miehe sagt: „Ich finde, wir haben verdient gewonnen. Wir hatten glasklare Chancen.“ Beispielsweise einen Elfmeter, den Kapitän Dominik Müller verschoss (27.). Ein Gäste-Freistoß von Nico Hofmann flutschte hingegen ins TSG-Tor (75.). Doch die Meister-T-Shirts und den Sekt musste das Monsheim-Lager nach dem Kirsch-Tor wieder einpacken. „Monsheim wird völlig verdient Meister. Aber wir wollten trotzdem nicht, dass sie bei uns feiern“, sagt Miehe mit einem Augenzwinkern.