2025-04-02T15:12:16.030Z 1743764064580

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Trainer Roman Langer SV Heimstetten
Trainer Roman Langer SV Heimstetten – Foto: Dieter Michalek

„Gefühlt ist das der absolute Tiefpunkt“

Siebte Niederlage in Folge: Der SV Heimstetten verspielt bei 2:4-Niederlage in Sonthofen eine 2:0-Halbzeitführung.

Heimstetten – Roman Langer hat am Wochenende kein Kino besucht und dennoch einen Film angesehen – sehr zu seinem Leidwesen. Denn was der Trainer des SV Heimstetten Anfang der zweiten Hälfte im Duell seiner Elf beim Tabellenletzten der Bayernliga Süd, dem 1. FC Sonthofen, vorgeführt bekam, war für ihn ein Horrorstreifen par excellence.

„Ich habe mich gefühlt wie im Film“, sagt der Coach, dessen Team mit einem 2:0 in die Pause gegangen war. „Es macht Bumm, Bumm, Bumm, und plötzlich hast du das Spiel in zehn Minuten verloren.“ Denn binnen kürzester Zeit fängt sich der SVH drei Gegentore, zieht am Ende mit 2:4 den Kürzeren und kassiert somit die siebte Pflichtspielniederlage hintereinander.

„Gefühlt ist das der absolute Tiefpunkt“, räumt Langer ein. Direkt nach dem Abpfiff habe er versucht, gegenüber den Spielern die passenden Worte für die Pleite zu finden. „Aber du weißt gar nicht mehr, was du da sagen sollst“, so Langer. „Das war wie eine Schockstarre.“

Dabei ist der Vizemeister trotz einer weiter angespannten Personallage im ersten Durchgang auf dem besten Weg, seine Negativserie zu beenden. So spielen die Gäste von Beginn an mutig nach vorne und gehen verdient durch einen Doppelschlag von Jordi Woudstra und Kubilay Celik mit 2:0 in Führung. Der Torschütze des zweiten Treffers muss kurz darauf wegen einer Schulterverletzung vom Feld und direkt ins Krankenhaus. Für ihn kommt Filip Vnuk, der kurz vor der Pause die dicke Chance aufs 3:0 vergibt.

Trotzdem sei die erste Hälfte „richtig gut“ gewesen, findet Roman Langer. Doch acht Minuten nach Wiederanpfiff gelingt Sonthofen das Anschlusstor – und dieser Gegentreffer lässt die Heimstettner in sich zusammenfallen wie ein Kartenhaus. „Die Köpfe sind sofort runtergegangen“, berichtet der SVH-Coach. „Man hat gesehen, wie verunsichert die Jungs sind.“ Und das nutzen die Gastgeber gnadenlos aus: Zunächst trifft Spielertrainer Andreas Hindelang zum 2:2-Ausgleich, und nur wenig später hat Sonthofen die Partie durch einen dritten Treffer endgültig gedreht – binnen gerade mal elf Minuten.

In der Folge muss Langer seine beiden Innenverteidiger Reza Sakhi Zada und Yannick Günzel auswechseln, die beide schon angeschlagen und mit Trainingsrückstand ins Spiel gegangen sind. „Trotzdem mussten wir sie bringen“, sagt der Trainer. „Weil wir im Moment einfach keine Alternativen in der Defensive haben.“

Trotz des knappen Personals stemmen sich die Gäste nach dem 2:3 noch mal gegen die drohende Niederlage. Doch zwei Minuten vor dem Ende gelingt Sonthofen nach einem Konter das 2:4 – mithin die Vorentscheidung in einer Partie, die Roman Langer nach dem Schlusspfiff mit zwei Worten zusammenfasst: „Maximal bitter.“

1. FC Sonthofen – SV Heimstetten 4:2 (0:2) SVH: Rasic, Sakhi Zada (73. Hiseni), Günzel (76. Lindner), Kehl, Nauen, Müller, Werner, Mauerer, Celik (33. Vnuk/73. H-Wold), Riglewski, Woudstra. Tore: 0:1 Woudstra (21.), 0:2 Celik (22.), 1:2 Simon (53.), 2:2 Hindelang (60.), 3:2 Yazir (64.), 4:2 Sucur (88.). Schiedsrichter: Julian Perl (SV Pullach). Zuschauer: 200.

Ich habe mich gefühlt wie im Film. Es macht Bumm, Bumm, Bumm, und plötzlich hast du das Spiel in zehn Minuten verloren.

Roman Langer Trainer SV Heimstetten

Aufrufe: 08.9.2024, 14:49 Uhr
Patrik StäblerAutor