2026-04-23T13:43:33.969Z

Allgemeines

6:0! Hennef ballert sich gegen Frechen in Richtung Klassenerhalt

Teixeira-Elf macht Riesenschritt zum Klassenerhalt +++ Saim Delkic bricht den Bann

von Andreas Santner · Heute, 10:55 Uhr · 0 Leser
Kai Schusters markierte den Treffer zum 3:0.
Kai Schusters markierte den Treffer zum 3:0. – Foto: Nick Förster

Mit einem deutlichen Heimsieg gegen die SpVg Frechen 20 hat der FC Hennef im Kampf um den Klassenerhalt einen riesigen Schritt gemacht. In einer Partie, die überraschend deutlich verlief, baute die Teixeira-Elf ihr Polster auf die Abstiegsränge auf satte 12 Punkte aus. Bei nur noch sechs verbleibenden Spielen dürfte das die Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt gewesen sein.

Hennefer „Männerfußball“ bricht den Bann

Hennef agierte griffig und kaufte dem Tabellensechsten aus Frechen früh den Schneid ab. Die Belohnung folgte kurz vor der Pause: Levi Dang markierte in der 42. Minute das 1:0. „Dieser Sieg ist für mich die logische Konsequenz aus der Entwicklung, die die Truppe in den letzten Monaten genommen hat. Die Grundlage war, dass wir Frechen von der ersten bis zur letzten Minute den Schneid abgekauft haben, indem wir in den Zweikämpfen voll da waren und gleichzeitig einfach super Fußball gespielt haben“, bilanzierte Hennefs sportlicher Leiter Frank Fußhöller hochzufrieden. „Wenn eine junge, talentierte Truppe so einen Männerfußball auf den Platz bringt, hat ein Gegner wie Frechen am Ende nicht den Hauch einer Chance.“

"Rausch" in der Schlussphase

Nach dem Seitenwechsel dauerte es bis zur 73. Minute, ehe der eingewechselte Saim Delkic den Bann endgültig brach. Binnen 17 Minuten schraubten Kai Schusters (76.), Leon Rosic (80.), Ansgar Pflüger (83.) und Oshomah Ichue (90./Foulelfmeter) das Ergebnis in schwindelerregende Höhen.

„Nach der Halbzeit kamen wir gut raus, und das Einzige, was ich der Mannschaft vorwerfen kann, ist, dass wir den Deckel nicht früher draufgemacht haben“, so Fußhöller weiter. „Danach haben sich die Jungs jedoch in einen wahnsinnigen Rausch gespielt und sich Torchancen im Minutentakt erarbeitet.“

Özbay: „Wir hatten einfach nichts mehr im Tank“

Auf der Gegenseite herrschte bei Frechen-Coach Okan Özbay Ernüchterung, aber auch Verständnis für seine Schützlinge. Die dünne Personaldecke und die Belastung der letzten Wochen forderten offensichtlich ihren Tribut. „Was die Intensität betrifft, sind wir momentan in unserer Situation nicht unbedingt konkurrenzfähig, weshalb man dann ein wenig Spielglück braucht. Dieses Glück fehlte uns jedoch vor dem 0:2, das eventuell aus einer Abseitsposition fiel, und auch beim nicht gegebenen Elfmeter trotz eines Kontakts im Strafraum“, analysierte Özbay die Schlüsselszenen der Partie.

Der Frechener Übungsleiter nahm seine Elf trotz der Packung in Schutz: „Ich mache den Jungs keinen Vorwurf, denn sie haben in den letzten Wochen unter diesen Umständen Unmenschliches geleistet, worauf ich stolz bin. Das Ergebnis tut extrem weh, aber intern weiß jeder um die Situation. Wir hatten einfach nichts mehr im Tank, da wir schon seit Wochen mit angeschlagenen Spielern durchziehen, und hatten zudem kein Spielglück.“

Während Frechen die Wunden lecken muss, blickt Hennef mit breiter Brust nach vorne. Das Thema Abstiegskampf ist so gut wie erledigt, und der Fokus richtet sich auf das nächste Highlight: „Wir freuen uns einfach darauf, nächste Woche zum Spitzenreiter nach Bergisch Gladbach zu reisen, um den Favoriten dort zu ärgern“, gibt Fußhöller die Marschroute vor.