
Der 1. FC Bocholt ließ dem SC Wiedenbrück besonders nach einer furiosen zweiten Hälfte keine Chance. Der ein oder andere Wackler in der Defensive wurde nicht bestraft, stattdessen stellte der FCB seine außerordentliche Qualität im Angriff wieder unter Beweis.
Bocholt nahm die Favoritenrolle mit breiter Brust an und versuchte die Partie zunächst über lange Ballbesitzphasen zu bestimmen. Wiedenbrück lauerte fast ausschließlich auf Kontersituationen, die erste sich daraus ergebende Halbchance ließ Sebastian Mai schon früh liegen (2.).
Stattdessen belohnte sich der FCB seinerseits mit der ersten großen Torchance. Nach einer langen Ballbesitzphase brachte Patrick Kurzen den Ball von der rechten Seite hoch ins Zentrum, dort konnte Cedric Euschen die Kugel mit dem Kopf nur streifen. Diese hoppelte weiter zu Marvin Lorch, der am langen Pfosten trocken zur Führung abschloss (8.).
Die grundsätzlich eher simplen Waffen der Gäste – lange, vertikale Bälle in die Spitze – , sorgten beinahe für die schnelle Antwort. Einen Wiedenbrücker Befreiungsschlag wollte Maximilian Adamski cool mit der Brust auf Keeper Lucas Fox zurückspielen, doch Mai rauschte dazwischen und schloss aus kurzer Distanz ab. Fox rettete mit einer reaktionsschnellen Fußabwehr (18.). Bei der darauffolgenden Ecke musste der Luxemburger Schlussmann auch noch einen einen Kopfball von Nikola Aracic vereiteln (19.).
Danach geizte die Partie zunächst mit weiteren klaren Torraumszenen. Nach einem Querschläger von Aracic wurde es noch einmal kurz vor Halbzeitpfiff brandgefährlich, doch der Abwehrspieler war im Glück, die Kugel trottete am eigenen Tor nur vorbei (39.).
Nach dem Seitenwechsel drückte der FCB weiter aufs Gaspedal, Wiedenbrück musste sich fast ausschließlich nur auf die eigene Defensive fokussieren. Die erste knappe Viertelstunde ging es noch aus Sicht der Gäste gut, ehe die Schwatten die nächste Duftmarke setzten. Euschen schnappte sich nahe der Mittellinie die Kugel und ließ im vollen Tempo zwei Gegenspieler alt aussehen. Mit einem langen Steilpass fand er Lorch, der einen Haken nach innen schlug und den Ball schließlich clever an Marcel Hölscher vorbeispitzelte (63.).
Von Wiedenbrück kam weiter wenig bis gar nichts, es spielte im zweiten Durchgang nur noch der FCB. Arnold Budimbu behauptete sich im Mittelfeld und schickte Euschen mit einem etwas zu kurz geratenen Steilpass auf die Reise. Sein Nebenmann blieb in der Folge noch zwischenzeitlich am Gegner hängen, im zweiten Versuch feuerte er das Leder schließlich trocken ins Eck - 3:0 und gleichzeitig die endgültige Entscheidung (76.). Damit war die Blutung auf Seiten der Wiedenbrücker noch nicht ganz gestoppt. Auch der eingewechselte Johannes Dörfler durfte nach einem punktgenauen Abschluss ins untere, rechte Eck jubeln (83.). Danach war der Drops gelutscht. Aus Bocholter Sicht durfte man sich besonders über den ausbleibenden Gegentreffer freuen. Einmal mehr überzeugte die Offensivmaschinerie.
1. FC Bocholt – SC Wiedenbrück 4:0
1. FC Bocholt: Lucas Fox, Dawyn-Paul Donner, Julian Riedel, Jan Holldack, Bogdan Shubin (46. Nicolas Hirschberger), Maximilian Adamski, Marvin Lorch (79. Jonas Carls), Cedric Euschen (79. Johannes Dörfler), Patrick Kurzen (62. Philipp Hanke), Stipe Batarilo, Arnold Budimbu - Trainer: Gabriele Di Benedetto
SC Wiedenbrück: Marcel Hölscher, Christian Stabenau, Joel Udelhoven, Timo Kondziella, Nikola Aracic, Saban Kaptan (61. Finn Cramer), Mats Brune (39. Benjamin Friesen), Fabio Riedl, Konstantin Gerhardt (67. Marlon Lakämper), Davud Tuma (40. Vigo Wernet), Sebastian Mai (67. Matvey Obolkin) - Trainer: Sascha Mölders
Schiedsrichter: Tarik Damar
Tore: 1:0 Marvin Lorch (8.), 2:0 Marvin Lorch (63.), 3:0 Cedric Euschen (76.), 4:0 Johannes Dörfler (83.)
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