
Mit dem Duell zwischen TuS Blau-Weiß Königsdorf und Aufsteiger SSV Bornheim kam es am 24. Spieltag der Mittelrheinliga zum Aufeinandertreffen zweier direkten Mittelfeld-Konkurrenten. Dabei war bereits im Vorhinein klar, dass der Sieger der Partie den vorzeitigen Klassenerhalt einstreichen würde. Dies gelingt nach einseitigem Spielverlauf schlussendlich den Hausherren, dessen Chefcoach Takahito Ohno sich im Nachhinein „sehr erleichtert“ zeigt. Sein Gegenüber Patrick Schmitz hadert derweil mit der großen Personallot seiner Elf, spricht zugleich aber von einer „verdienten“ Niederlage.
Sowohl TuS BW Königsdorf als auch Kontrahent SSV Bornheim konnten nach den erfolgreichen Partien der Vorwochen mit breiter Brust in das direkte Duell gehen: Während Königsdorf das Aufeinandertreffen gegen Aufstiegsanwärter Siegburger SV 04 zwar mir 2:5 verlor, zuvor jedoch drei Partien in Serie für sich entschied, gelang dem SSV aus Bornheim ein 3:1-Auswärtserfolg bei den Sportfreunden Düren. Nach dem 2:0-Erfolg im Hinspiel war der SSV nun darauf aus, auch im Rückspiel gegen den Verfolger zu gewinnen, was am Ende aber nicht gelingen sollte.
Schon früh im Spiel zeichnete sich ab, dass der Gastgeber die Nase vorn haben sollte. Nach spielbestimmender Anfangsphase zog TuS-Stürmer Kevin Marnu in der 28. Spielminute einen Foulelfmeter, den Top-Knipser Noah Kurmali dann zur Führung verwandelte. Damit war der Bann zugunsten der Hausherren dann gebrochen, bevor Leo Kirnich unmittelbar vor der Halbzeitpause einen Assist von Marnu zum 2:0 verwertete. SSV-Coach Patrick Schmitz blickt entgeistert auf den ersten Durchgang seiner Mannschaft zurück: „Wir sind durch ein dummes Foulspiel und den anschließenden Elfmeter in Rückstand geraten. Kurz vor der Halbzeit kassieren wir dann aus 25 Metern das 0:2. Ohne Wechselspieler und bei sommerlichen Temperaturen war es dann wirklich schwer“, hadert der 34-jährige Übungsleiter mit dem stark dezimierten Kader. Neben den gesperrten Mohammed Bouchafrati, Atemlefeh Morfaw und Can Catak mussten die Gäste auf drei weitere Spieler verletzungsbedingt verzichten. Hinzu kam, dass vier weitere Akteure bei der zweiten Mannschaft mitwirkten, sodass schlussendlich einzig zwei Einwechselspieler zur Verfügung standen.
Sein Gegenüber Takahito Ohno hingegen erlebte einen starken Auftritt seiner Mannen. Während der Gastgeber aus Sicht des 30-Jährigen bereits von Beginn an „sehr aggressiv gespielt“ und die im Vorfeld angesprochenen Vorgaben „sehr gut umgesetzt“ hätten, habe seine Elf auch im zweiten Spielabschnitt den Ton angegeben: „In der zweiten Halbzeit hatten wir ebenfalls viel Ballbesitz, aber der Gegner hat den Druck erhöht und kam auch zu einigen gefährlichen Situationen. Trotzdem hat die Mannschaft geschlossen verteidigt“, lobt der Übungsleiter den gelungenen Auftritt seiner Mannschaft. In der 65. Minute erhöhte diese dann durch den zweiten Tagestreffer von Kirnich auf 3:0, Vorbereiter war erneut der umtriebige Kevin Marnu. Spätestens mit dem Platzverweis gegen Bornheim-Stürmer Julio Molongua war die Messe dann endgültig gelesen.
Nach Spielabpfiff zeigt sich Ohno schließlich sichtlich erleichtert über den eingetüteten Heimdreier und den damit einhergehenden sicheren Klassenerhalt: „Zunächst einmal bin ich sehr glücklich darüber, dass wir dieses Spiel zu Hause gewinnen konnten. Vor allem, weil wir in der Hinrunde noch mit 0:2 gegen diesen Gegner verloren haben - deshalb ist dieser Sieg etwas ganz Besonderes“, stellt der Chefcoach klar und bilanziert: „Mit diesem Sieg haben wir auch den Klassenerhalt gesichert. Ehrlich gesagt bin ich darüber sehr erleichtert. Vor der Saison haben viele von außen erwartet, dass wir absteigen. Für mich persönlich war es zudem das erste Jahr als Trainer, und ich hatte natürlich viele Unsicherheiten. Umso wichtiger ist es für mich, mich bei meinen Spielern zu bedanken“, bringt Ohno seine Freude über die nun beseitigten Abstiegsängste sichtlich zum Ausdruck.
Für Bornheim hingegen ist der Abstieg rein rechnerisch noch nicht in der Tasche. Mit 31 Punkten auf der Habenseite rangiert der SSV nun auf den elften Tabellenrang, 17 Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz. Zwar dürfte ob des großen Polsters der Klassenerhalt dennoch gesichert sein, trotzdem betont Cheftrainer Schmitz, dass es in der kommenden Woche gegen Top-Team SV Eintracht Hohkeppel einer ordentlichen Leistungssteigerung bedarf:
“Wir haben das Spiel heute verdient verloren, haben einfach keine gute Leistung auf den Platz bekommen. Das gilt es gegen Hohkeppel in der nächsten Woche auf jeden Fall besser zu machen“, appelliert Schmitz an seine Mannen. Sollte Bornheim gegen Hohkeppel eine Überraschung gelingen und Zählbares eingetütet werden, hätte auch der Aufsteiger den Ligaverbleib sicher. Königsdorf hingegen kann ohne jeglichen Druck zum Auswärtsspiel bei den Sportfreunden Düren fahren.