2026-04-23T13:43:33.969Z

Allgemeines

27. Spieltag: Zwischen Aufstiegsrennen und Abstiegsdruck

Die Spitzengruppe bleibt dicht beieinander, im Tabellenkeller entscheidet sich zunehmend, wer direkt absteigt und wer sich in die Relegation retten kann.

von ck · Heute, 09:15 Uhr · 0 Leser
– Foto: Reiner Stöter

Acht Begegnungen stehen am 27. Spieltag auf dem Programm, mehrere davon mit unmittelbarer Bedeutung für Auf- und Abstieg. Besonders die direkten Duelle im oberen und unteren Tabellendrittel rücken in den Fokus.

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TSV Bargteheide (10., 32 Punkte) – VfR Horst (5., 39 Punkte)

Der Tabellenfünfte VfR Horst reist mit sieben Punkten Vorsprung an und benötigt weitere Zähler, um seine Position im oberen Mittelfeld zu festigen. TSV Bargteheide bewegt sich mit 32 Punkten noch in Reichweite der Abstiegszone und steht entsprechend unter Druck. Am vergangenen Spieltag unterlag Bargteheide in Eichede, während Horst ein 2:2 gegen den Zweiten holte. Die Ausgangslage spricht für die Gäste, die stabiler auftreten.

Michel Wohlert (Trainer Bargteheide): „Uns erwartet ein schwerer Gegner, der uns alles abverlangen wird. Es wird mit Sicherheit ein sehr forderndes Spiel. Wir haben in dieser Woche gut trainiert und gehen hochmotiviert in die Partie, um wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren.“

Thorben Reibe (Trainer VfR Horst): „Nach drei Spielen ohne Sieg sind wir natürlich darauf aus, wieder einen Dreier zu holen. Sportlich stehen wir nach wie vor ordentlich da, auch wenn die Ergebnisse zuletzt nicht gepasst haben. Wenn man sich die Gegner und die Spielverläufe anschaut, fällt die Bewertung weniger negativ aus – insgesamt spielen wir weiterhin eine gute Saison. Uns ist aber auch klar, dass uns ein sehr schwieriges Spiel erwartet. Der Gegner braucht jeden Punkt im Kampf um den Klassenerhalt, deshalb rechne ich mit einer engen Partie. Personell müssen wir etwas improvisieren. Eine kleine Krankheitswelle wird uns drei, vier Spieler kosten, dazu fehlt mit Jeske unser treffsicherster Stürmer gesperrt, und kleinere Verletzungen kommen noch hinzu. Wir werden daher ein wenig rotieren müssen, sind aber überzeugt, dass wir das kompensieren können.“

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FC Dornbreite Lübeck (8., 34 Punkte) – TuS Hartenholm (12., 29 Punkte)

Für FC Dornbreite Lübeck geht es darum, sich weiter von den unteren Rängen abzusetzen. TuS Hartenholm hat nach dem 4:2 gegen Lägerdorf zuletzt wichtige Punkte gesammelt und kann mit einem weiteren Erfolg den Abstand zur Abstiegszone vergrößern. Die Gastgeber kassierten zuletzt eine deutliche 0:5-Niederlage in Hagen. Das Spiel hat klare Bedeutung für den unteren Tabellenbereich.

Sascha Strehlau (Trainer FC Dornbreite): „Wir haben eine gute Trainingswoche hinter uns und wollen am Wochenende gemeinsam den Sieg holen. Personell müssen wir dabei auf den gesperrten Bayirci sowie auf Kalfa und Göllner verzichten.“

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TSV Lägerdorf (7., 36 Punkte) – SV Eichede II (13., 27 Punkte)

TSV Lägerdorf steht im gesicherten Mittelfeld, ist rechnerisch aber noch nicht endgültig aus der Gefahrenzone. SV Eichede II belegt aktuell den Relegationsrang und benötigt dringend Punkte. Der 2:0-Erfolg gegen Bargteheide hat Eichede zuletzt Auftrieb gegeben. Für beide Mannschaften ist die Partie richtungsweisend.

Michael Blume (TSV Lägerdorf): „Wir haben den Rückschlag aus dem Spiel gegen Hartenholm verarbeitet und klar aufgearbeitet. So etwas darf uns nicht noch einmal passieren. Entscheidend wird sein, dass wir konstanter in unseren Leistungen werden, denn das Potenzial ist definitiv vorhanden – aktuell stehen wir uns aber zu oft selbst im Weg. Mit Eichede erwartet uns das nächste schwere Spiel. Der Gegner steckt im Abstiegskampf, hat zuletzt gute Ergebnisse erzielt und zeigt deutlich, dass er sich dagegenstemmt. Wenn wir über die gesamte Spielzeit zu unserem Spiel finden und eine geschlossene Leistung abrufen, sollten wir die drei Punkte in Lägerdorf behalten. Das ist unser Anspruch. Wir werden alles investieren, um mit einem positiven Gefühl in die Derbywoche zu gehen.“

Jan-Christian Hack (Trainer SV Eichede II): „In Lägerdorf ist es immer schwierig zu spielen. Auf dem Platz und gegen eine sehr griffige Mannschaft müssen wir alle Grundtugenden auf den Platz bringen, um dort zu bestehen. Gleichzeitig wollen wir auf uns schauen, unsere kleine Erfolgsserie fortsetzen und den Druck auf die Konkurrenz hochhalten.“

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TSV Pansdorf (4., 43 Punkte) – FC Fetih-Kisdorf (16., 21 Punkte)

Die Rollen sind klar verteilt: TSV Pansdorf kämpft als Vierter um den Anschluss an die oberen Plätze. FC Fetih-Kisdorf steht mit 21 Punkten auf dem letzten Rang und benötigt jeden Zähler im Abstiegskampf. Pansdorf gewann zuletzt spektakulär mit 4:3 in Eichholz. Fetih-Kisdorf verlor parallel mit 1:2 gegen Türkspor.

Hendrik Block (TSV Pansdorf): „Im kommenden Heimspiel wollen wir dort anknüpfen, wo wir zuletzt aufgehört haben. Entscheidend wird sein, von Beginn an konzentriert aufzutreten und aus den gemachten Fehlern zu lernen. Im Hinspiel haben wir uns schwergetan, deshalb wissen wir, dass der Gegner keinesfalls zu unterschätzen ist.“

Nico Brehm (Fetih-Kisdorf): "Am kommenden Wochenende fahren wir nach Pansdorf und treffen dort auf eine Mannschaft, die sich in der Rückrunde in der Spitzengruppe etabliert hat. Leider müssen wir für den Rest der Saison auf Julius Schult verzichten. Umso mehr ist jetzt das gesamte Team gefordert: Jeder Einzelne wird alles in die Waagschale werfen, um gemeinsam für eine Überraschung zu sorgen."

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SC Rönnau (14., 27 Punkte) – Ratzeburger SV (15., 24 Punkte)

Im direkten Duell zweier abstiegsgefährdeter Teams steht viel auf dem Spiel. SC Rönnau und Ratzeburger SV trennen nur drei Punkte, beide haben zudem noch Nachholspiele. Rönnau verlor zuletzt 0:1 gegen Todesfelde II, Ratzeburg unterlag dem Tabellenführer. Der Sieger kann sich zumindest etwas Luft verschaffen.

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VfB Lübeck II (2., 52 Punkte) – SV Todesfelde II (11., 32 Punkte)

VfB Lübeck II verfolgt als Tabellenzweiter weiterhin das Ziel, den Spitzenreiter unter Druck zu setzen und mindestens den Relegationsplatz zu sichern. SV Todesfelde II steht im unteren Mittelfeld und braucht Punkte, um sich weiter abzusetzen. Todesfelde gewann zuletzt in Rönnau, während Lübeck II in Horst nur remis spielte. Die Favoritenrolle liegt klar beim Gastgeber.

Sebastian Fojcik (Trainer SV Todesfelde II): „Wir sind zu Gast bei einem Aufstiegsaspiranten in Lübeck, der uns in der Hinrunde klar die Grenzen aufgezeigt hat. Nach den Leistungen der vergangenen Wochen wollen wir diesmal mehr als nur einen Ausflug machen. Dafür müssen wir von Beginn an mit hoher Energie, Tempo und Entschlossenheit auftreten.“

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SC Rapid Lübeck (1., 57 Punkte) – Eichholzer SV (3., 44 Punkte)

Das Spitzenspiel des Spieltags: SC Rapid Lübeck empfängt den Dritten Eichholzer SV. Rapid hat fünf Punkte Vorsprung auf Rang zwei und gewann zuletzt souverän in Ratzeburg. Eichholz musste sich trotz zwischenzeitlicher 3:0-Führung Pansdorf mit 3:4 geschlagen geben. Mit einem Heimsieg könnte Rapid seine Position weiter festigen.

Rene Sternberg (Trainer Eichholzer SV): „Unser Kader ist weiterhin dezimiert, doch wir bekommen auch für dieses Spiel wieder wichtige Unterstützung aus der zweiten Mannschaft. Genau das zeichnet unseren Verein aus: Jeder steht für den anderen ein. Darauf sind wir sehr stolz und wissen das entsprechend zu schätzen. Zum Spiel selbst gibt es nicht viel zu sagen – es ist ein Derby.“

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SV Türkspor Bad Oldesloe (9., 34 Punkte) – SSC Hagen Ahrensburg (6., 38 Punkte)

SSC Hagen Ahrensburg reist nach dem deutlichen 5:0-Erfolg gegen Dornbreite mit Selbstvertrauen an. SV Türkspor Bad Oldesloe holte zuletzt einen wichtigen 2:1-Sieg in Kisdorf und hat sich etwas Luft verschafft. Mit 34 Punkten ist der Abstand nach unten dennoch gering. Hagen kann mit einem weiteren Erfolg den Anschluss nach oben halten.

Patrick Matysik (SVT Bad Oldesloe): „Nach zwei Siegen in Folge wollen wir nun nachlegen. Gegen Hagen waren die Spiele zuletzt immer eng, deshalb wird es auch diesmal darauf ankommen, aus wenigen Chancen möglichst viel zu machen. Entscheidend wird zudem eine stabile Restverteidigung sein, um ihr Konterspiel zu unterbinden. Mit Ball werden wir Lösungen finden, um uns Chancen zu erarbeiten.“

Aydin Taneli (Trainer SSC Hagen Ahrensburg): „Wir haben das Spiel gegen Dornbreite deutlich mit 5:0 gewonnen, wobei uns die frühe Rote Karte für den Gegner natürlich in die Karten gespielt hat. Entscheidend war aber, wie meine Mannschaft damit umgegangen ist. Wir sind ruhig geblieben, haben nicht hektisch agiert, sondern konsequent unseren Fußball gespielt. Diese Ruhe und Klarheit im Spiel waren wirklich stark. Die Mannschaft hat genau das umgesetzt, was wir in den vergangenen Wochen erarbeitet haben – zu erkennen, wann wir das Tempo rausnehmen und wann wir gezielt angreifen müssen. Auch im Umschaltspiel waren wir sehr sauber und strukturiert. Das wollen wir nun mitnehmen. Auswärts erwartet uns eine technisch starke Mannschaft, aber wir werden uns auf unsere eigenen Stärken konzentrieren. Wenn wir die gleiche Ruhe und Klarheit wieder auf den Platz bringen, haben wir eine gute Grundlage. Alles Weitere wird sich dann am Wochenende zeigen.“