2026-06-03T09:07:03.210Z

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1860-Zwangsabstieg: Havelse bekennt sich, keine Kettenreaktion im NOFV

Regionalliga Nordost +++ Der FC Erzgebirge Aue bekommt keine Chance auf den Klassenerhalt durch die Hintertür

von Kevin Gehring · Heute, 12:04 Uhr · 0 Leser
– Foto: #inkognitophotography

Es hätte zu einer großen Kettenreaktion im Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) führen können. Am Mittwochabend wurde dem TSV 1860 München aufgrund einer Finanzlücke von 2,7 Millionen Euro die Lizenz für die 3. Liga verwehrt.

Gerüchte hatten schon an den Tagen zuvor die Runde gemacht, dass der TSV Havelse als erster Absteiger womöglich nicht von seinem damit erlangten Drittliga-Startplatz Gebrauch machen könnte. Nutznießer wäre in diesem Fall der FC Erzgebirge Aue gewesen, was im NOFV-Bereich Auswirkungen bis in die Oberliga gehabt hätte. Diesen Spekulationen und Theorien machte der TSV Havelse noch am späten Mittwochabend aber einen Strich durch die Rechnung. Stattdessen wurde sich zum Drittliga-Verbleib bekannt.

TSV Havelse reicht Unterlagen ein, Stadionfrage gelöst

"Der TSV Havelse hat für die 3. Liga, die Regionalliga Nord sowie die U19-Nachwuchsliga alle erforderlichen Unterlagen fristgerecht und vollständig beim DFB bzw. NFV eingereicht und an den jeweiligen Lizenzierungs- und Zulassungsverfahren teilgenommen", teilten die Niedersachen via Social Media mit. Als Heimspielstätte - diese soll ein Knackpunkt in der Drittliga-Frage gewesen sein - wurde erneut das Eilenriedestadion in Hannover benannt.

"Als Sportler glauben wir an einen Fußball, in dem Sieg und Niederlage sowie Aufstieg und Abstieg auf dem Platz entschieden werden. Durch die Leistungen der Mannschaften und nicht durch Entscheidungen außerhalb des Spielfelds", schrieben die Niedersachsen - mit Blick auf die Situation beim TSV 1860 München - weiter. "Vor diesem Hintergrund wissen wir, dass die aktuellen Entwicklungen für viele Spieler, Trainer, Mitarbeiter und Fans anderer Vereine mit großer Enttäuschung verbunden sind. Das Zustandekommen solcher Entscheidungen entspricht nicht dem Ideal des Sports, den wir alle lieben."

ZFC Meuselwitz steigt ab, keine Relegation in der Oberliga

Für den FC Erzgebirge Aue ist damit die Hintertür für einen unverhofften Verbleib in der 3. Liga endgültig geschlossen. Somit ist auch klar: Der ZFC Meuselwitz, der nach der verlorenen Drittliga-Relegation des 1. FC Lokomotive Leipzig als Absteiger feststand, muss in der neuen Saison in der Oberliga an den Start gehen. Und der FC Grimma sowie die SG Dynamo Schwerin, die im Falle eines Aue-Klassenerhalts noch eine Relegation um den letzten Oberliga-Startplatz hätten spielen können, stehen somit als Absteiger in die Landesverbände fest.