Die Serie des TSV 1860 von drei Spielen ohne Niederlage ist gerissen. Die Stimmen zur Heimniederlage gegen Hansa Rostock.
München – Rang zwölf statt sechs. Die Löwen haben trotz früher 1:0-Führung durch Marlon Frey den dritten Heimsieg gegen Hansa Rostock verpasst. Die Gäste verdienten sich den Dreier nach einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang und drehten den Rückstand. Für die Blauen war es bereits die fünfte Liga-Pleite in Giesing in dieser Saison.
„Da müssen wir einfach mutiger bleiben. Das haben wir in der zweiten Halbzeit ein bisschen vernachlässigt.“
Maximilian Wolfram
Maximilian Wolfram wirkte nach der Partie etwas ratlos. Nach der ersten Hälfte brach der TSV 1860 ein. „Das müssen wir morgen analysieren und auswerten. Die erste Halbzeit war gut, wir hatten viele spielerische Ansätze“, sagte der 27-Jährige. „Hansa hat dann auf jeden Fall was umgestellt. Da müssen wir einfach mutiger bleiben. Das haben wir in der zweiten Halbzeit ein bisschen vernachlässigt.“
Dass die Serie nach drei Spielen ohne Niederlage am Samstag gerissen ist, empfindet Wolfram als „sehr, sehr bitter. Wir hätten natürlich gerne die drei Punkte mitgenommen“. Morris Schröter, der die Mannschaft als Kapitän aufs Feld geführt hat, ärgerte sich über die „zwei so billigen Gegentore“ der Rostocker nach dem Seitenwechsel. Vor der Pause wäre seiner Meinung nach der zweite Treffer drin gewesen. „Ich glaube, man kann auch das 2:0 schießen und dann sieht es vielleicht auch ein Stück weit anders aus.“
„Dieses Schwanken müssen wir die in den Griff bekommen.“
Kapitän Morris Schröter
Argirios Giannikis war mit der Anfangsphase zufrieden: „Wir sind gut ins Spiel reingekommen und hatten eine gute Energie. Wir haben ein schönes Tor gemacht“, sagte der Löwen-Coach bei der Pressekonferenz nach der Partie. Einige Angriffe hätte seine Mannschaft „nicht mutig genug zu Ende gespielt“. Nach der Pause habe es sein Team nicht geschafft, die ersten zehn Minuten zu überstehen. Vor allem mit dem Strafstoß, der zum 1:2 für Hansa führte, haderte der 44-Jährige: „Es ist der sechste Elfmeter dieses Jahr gegen uns.“ Er wisse nicht, was seine Mannschaft anstellen müsse, um einen zu bekommen und es sei bitter, „heute so zu verlieren“.
Verlaat-Vertreter Schröter hofft auf mehr Konstanz bis zur Winterpause, um in der Tabelle wieder Boden gutzumachen. „Dieses Schwanken müssen wir in den Griff bekommen. Das ist ja jetzt nicht nur ein Phänomen von unserer Mannschaft“, glaubt der Flügelspieler. „Wer das schneller in den Griff bekommt, der hat, auf lange Sicht gesehen, gute Chancen, weiter oben mit ran zu rutschen.“ (jb)