
Julian Kania hat den nächsten Meilenstein in seiner bemerkenswerten Karriere im deutschen Profifußball erreicht. Der 23-jährige Schwabe, der im Herbst 2020 noch für den TSV Dinkelscherben II auflief, hat am vergangenen Wochenende seinen ersten Treffer in der 2. Liga erzielt und sein Scherflein zu einem fulminanten Saisonauftakt von Arminia Bielefeld beigetragen.
Im Interview vor wenigen Tagen mit der Presseabteilung des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) antwortete Kania auf die Frage, ob er sich selbst manchmal ob des steilen Aufstiegs kneifen müsste, folgendes: "Mittlerweile nicht mehr. Es ging zwar alles sehr schnell, mit der Zeit habe ich das aber schon realisiert. Nachdem ich jetzt die erste richtige Profi-Saison hinter mir habe, auch zu 100 Prozent. Das war schon ein sehr erfolgreiches Jahr mit Arminia Bielefeld, das man nicht so schnell vergessen wird, und ich bin sehr froh, dass ich diesen Weg eingeschlagen habe. Aber klar: Wenn man sich zum Beispiel nochmal das DFB-Pokal-Finale anschaut, dann ist das schon immer noch ein bisschen surreal."
Julian Kanias Stern ging vor vier Jahren beim TSV Schwaben Augsburg auf. Für den damaligen Bayernligisten schoss der bullige Angreifer 36 Treffer in zwei Spielzeiten. Der 1. FC Nürnberg wurde daraufhin auf das Sturmtalent aufmerksam und holte Kania an den Valznerweiher, wo er sich zunächst in der Profireserve in der Regionalliga Bayern beweisen sollte - was ihm mit Nachdruck gelang. Mit 24 Toren in der Regionalliga-Saison 2023/24 holte er sich die Torjägerkanone. Längst hatte ihm der "Club" einen Profivertrag vorgelegt, doch unter Coach Miro Klose kam er nicht wie erhofft zum Zug. Im Sommer 2024 folgte der Wechsel zu Arminia Bielefeld. Mit den Ostwestfalen stieg Kania in die 2. Liga auf und erreichte das DFB-Pokalfinale in Berlin, wo Kania zum zwischenzeitlichen 1:4 für die Bielefelder traf. Damit schrieb er übrigens Geschichte: Nie zuvor hatte ein Drittligist in einem DFB-Pokalfinale ein Tor erzielt - Kania war der Erste!