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Wie hier in der Oberliga im Jahre 2022 muss der 1. FC Monheim im Pokal gegen den SV Sonsbeck ran.
Wie hier in der Oberliga im Jahre 2022 muss der 1. FC Monheim im Pokal gegen den SV Sonsbeck ran. – Foto: Arno Wirths

1. FC Monheim erwartet eine hohe Pokal-Hürde

Mit seinem Sieg im Kreispokal hatte sich der 1. FC Monheim wieder für den Niederrheinpokal qualifiziert. In dessen zweiter Runde hat er am Sonntag ein Heimspiel, der Liga-Konkurrent SV Sonsbeck stellt eine schlagkräftige Truppe.

Die Erinnerungen sind noch frisch, denn im Oktober des vergangenen Jahres lieferten die Fußballer des 1. FC Monheim im Achtelfinale des Niederrheinpokals eine herausragende Leistung und brachten den großen Favoriten RW Oberhausen an den Rand einer Niederlage.

Pensum ist geringer als in der Vorsaison

Allerdings verspielten sie eine 2:0-Führung noch fünf Minuten vor dem Abpfiff und verloren 2:4. Aufgrund seiner Rolle als Außenseiter hatte sich der FCM damals nicht besonders viel ausgerechnet – und aufgrund der hohen Belastung mit Landesliga, Nieder­rheinpokal und Kreispokal ohnehin nicht den vollen Fokus auf das Achtelfinale legen können. Doch am Sonntag (15 Uhr, Rheinstadion) sind die Vorzeichen völlig anders, wenn der Oberliga-Aufsteiger Monheim in der zweiten Runde des Nieder­rheinpokals auf den Ligarivalen SV Sonsbeck trifft.

Gemeinsam mit seinen Co-Trainern Yannic Intven und Khalid Channig bereitet Cheftrainer Dennis Ruess sein Team jetzt intensiv auf das Heimspiel vor. „Die letzte und die aktuelle Saison unterscheiden sich deutlich“, betont Ruess. „In der letzten Saison hatten wir alleine 38 Spiele in der Landesliga. Zusätzlich mussten wir den Kreispokal gewinnen, um uns für den Nieder­rheinpokal zu qualifizieren. Dagegen tanzen wir in der aktuellen Saison mit der Oberliga und dem Niederrheinpokal nur auf zwei Hochzeiten. Wir nehmen das Spiel auf Oberliga-Niveau sehr ernst, weil es mit dazu beitragen kann, dass wir in unserer Entwicklung den nächsten Schritt nach vorne machen.“

Dass sie wieder ein Niederrheinpokal-Spiel vor den heimischen Fans im Rheinstadion bestreiten können, freut die Monheimer natürlich besonders. Die Aufgabe gegen Sonsbeck ist ohnehin schwierig genug. „Immer, wenn wir auf den Platz gehen, wollen wir einen Sieg holen. Ich kenne die Sonsbecker noch durch unsere letzten beiden Duelle vor zwei Jahren. Damals waren sie ein extrem fleißiger und stabiler Oberliga-Aufsteiger. In der letzten Saison konnten sie eine hervorragende Hinrunde spielen, aber in der Rückserie konnten sie die Leistungen nicht mehr komplett bestätigen. Jetzt haben sie wieder eine schlagkräftige Truppe zusammen“, lobt Ruess.

Monheim drohen etliche verletzungbsbedingte Ausfälle

Ähnlich wie der FCM setzen die Sonsbecker auf Kontinuität, wenn es um den Trainerposten geht. So betreut Heinrich Losing die Mannschaft schon seit fünf Jahren, führte sie in der Saison 2021/22 in die Oberliga. „Der SV hat eine sehr geschlossene Mannschaft“, findet Ruess. „Die Sonsbecker bringen sowohl Charakter als auch Mentalität auf den Platz. In der Offensive verfügen sie über viel Geschwindigkeit und gleichzeitig auch kräftige Akteure.“ Zuletzt lag der SV im Heimspiel gegen den TSV Meerbusch schon nach einer Viertelstunde mit 0:3 zurück, setzte sich letztlich aber spektakulär mit 5:3 durch.

Die Gastgeber müssen dagegen die richtigen Konsequenzen aus ihrem schwachen Auftritt beim FC Büderich ziehen (0:1). „Wir stehen intern noch nicht da, wo wir stehen wollen. Das ist zum jetzigen Zeitpunkt der Saison aber auch kein Weltuntergang, denn wir befinden uns in einem Prozess. Wir brauchen aktuell keine Schönspielerei, sondern Ergebnisfußball und Klarheit. Man kann immer ein Spiel haben, in dem technische Fehler oder schlechte Abschlüsse passieren, aber man muss dann zumindest die Basics bringen, wie Leidenschaft, Wille und Mentalität. Jeder Spieler muss sein persönliches Duell gegen seinen Gegenspieler gewinnen wollen“, fordert Ruess.

Einerseits stehen Keeper Björn Nowicki und Kapitän Tobias Lippold nach ihren Sperren wieder zur Verfügung. Anderseits droht der Ausfall etlicher Leistungsträger. So konnten Assani Lukimya, Aleksandar Bojkovski, Kai Robin Schneider, Merveil Tekadiomona, Maurice Röttgen und Marvin Calcerrada Sesek aufgrund muskulärer Verletzungen nicht komplett mit der Mannschaft trainieren. Der Chefcoach betont: „Solche Situationen entstehen immer wieder. Da müssen wir jetzt durch.“

Aufrufe: 07.9.2024, 06:00 Uhr
RP / Julian SchmittAutor