Niklas Klein-Wiele gibt sich kämpferisch nach der schweren Verletzung, die er am Sonntag beim 2:1-Sieg des Oberligisten 1. FC Kleve in der Heimpartie gegen Ratingen 04/19 im linken Sprunggelenk erlitten hat. „Ich werde den Kopf jetzt nicht in den Sand stecken. Mein Ziel ist es, so schnell wie möglich wieder auf dem Platz zu stehen“, sagt Klein-Wiele, der mit vier Treffern derzeit der erfolgreichste Torschütze des 1. FC Kleve ist.
Das Problem ist nur: Der 30-Jährige, der bis auf die Saison 2016/17, in der er für den damaligen Oberligisten SV Hönnepel-Niedermörmter gespielt hat, bei den Senioren seit 2012 immer das Klever Trikot getragen hat, weiß noch nicht genau, wie schwer es ihn wirklich erwischt hat. Schließlich steht die entscheidende Untersuchung noch aus. Eine große Sorge ist dem Halderner allerdings am Sonntag schon einmal genommen worden. Denn bei einer Röntgenuntersuchung im Krankenhaus hatte sich herausgestellt, dass Niklas Klein-Wiele keinen Knochenbruch erlitten hat.
„Da war ich sehr erleichtert. Ich hatte schon das Schlimmste befürchtet, weil es so laut geknackt hat, als ich mich verletzt hatte“, sagt Klein-Wiele beim Blick zurück auf die Szene in der 25. Minute der Partie gegen Ratingen. Der Mittelfeldakteur war in der Eroglu-Arena ohne gegnerische Einwirkung mit einem lauten Schrei zu Boden gegangen. „Ich bin mit dem Standbein weggerutscht und habe dabei ein Loch im Rasen verursacht, in dem ich mit dem linken Fuß umgeknickt bin“, so der Halderner. Trainer Umut Akpinar hat ihm mittlerweile eine Videoaufnahme der Szene zugeschickt. „Das sah wirklich nicht gut aus, weil mein Fuß in der Szene komplett nach innen umgeschlagen war“, sagt der 30-Jährige.
Jetzt hofft er, dass er so schnell wie möglich einen Termin für eine MRT-Untersuchung bekommt und dann weiß, was wirklich passiert ist im dick geschwollenen linken Fuß, den er derzeit noch nicht schmerzfrei belasten kann. Niklas Klein-Wiele hofft, dass er „nur“ einen Bänderriss erlitten hat und eine Operation nicht erforderlich sein wird. „Sobald die Schmerzen dann auszuhalten wären, könnte ich mit einem gut getapten Fuß spielen. Ich habe die Hinrunde jedenfalls noch nicht abgeschrieben“, sagt der Routinier, der für den 1. FC Kleve bei den Senioren mittlerweile mehr als 250 Meisterschaftsspiele bestritten hat.
Niklas Klein-Wiele hatte schon im vergangenen Jahr das Pech, dass er nach einem guten Start in die Saison durch eine Verletzung gestoppt wurde. Damals erlitt er Mitte September einen Meniskusriss – das Fußball-Jahr 2023 war für ihn damit gelaufen. Jetzt hat er sich zum ersten Mal in seiner Laufbahn bei den Senioren an den Bändern verletzt und ist noch guter Dinge, seiner Mannschaft auf dem Platz schon schnell wieder helfen zu können.
Trainer Umut Akpinar hofft, dass der Wunsch des Spielers in Erfüllung geht. „Niklas hat sich schon am Sonntagabend, als er mir berichtet hat, was die Untersuchung im Krankenhaus ergeben hat, sehr positiv angehört. Ich bin sicher, dass er so schnell, wie es die Verletzung zulässt, in die Mannschaft zurückkehren wird“, sagt der Klever Coach.
Wie wertvoll er für das Team ist, hat Niklas Klein-Wiele in seinen bisherigen elf Einsätzen nicht nur wegen seiner vier Treffer hinlänglich bewiesen. Der Mittelfeldakteur, der auch schon als Sturmspitze eingesetzt wurde, weil in der Offensive mitunter nicht so viel zusammengelaufen ist, sieht die Mannschaft auf einem guten Weg.
„Wir haben im Sommer einen großen Umbruch gehabt und deshalb jetzt viele jüngere Akteure im Team, denen man halt zugestehen muss, dass sie noch Fehler machen dürfen. Doch man sieht in jedem Spiel, dass wir aus den Fehlern, die wir gemacht haben, die Lehren gezogen haben. Deshalb bin ich sicher, dass es weiter aufwärtsgehen wird und wir den Klassenerhalt schaffen“, sagt Niklas Klein-Wiele. Der Routinier will möglichst schnell wieder dabei helfen, dass der 1. FC Kleve sein großes Ziel erreicht.