2025-04-02T15:12:16.030Z 1743799503799

Allgemeines
Taten sich schwer: Die Fußballer des 1. FC hatten den Unterföhringern in Abschnitt zwei nichts entgegenzusetzen. Hier verliert Noah Pawlak (r.) einen Zweikampf.
Taten sich schwer: Die Fußballer des 1. FC hatten den Unterföhringern in Abschnitt zwei nichts entgegenzusetzen. Hier verliert Noah Pawlak (r.) einen Zweikampf. – Foto: Tamara Rabuser (or)

1. FC Garmisch-Partenkirchen mit „Rückschritt“ gegen Unterföhring – Youngster einziger „Lichtblick“

Der 1. FC Garmisch-Partenkirchen verliert nach schwacher zweiter Halbzeit mit 1:4 in Unterföhring. Florian Heringer war unzufrieden mit der Leistung.

Zum Ende hin kam das Treiben der Gäste einem Offenbarungseid gleich. Eine Zeitstrafe für Jakob Jörg, Gelb-Rot für Nicolai Bierling und obendrein noch flugs zwei Gegentore. Der 1. FC Garmisch-Partenkirchen wirft durch einen schwer erklärbaren, gleichwohl massiven Leistungsabfall in der Landesliga einige Fragen auf. Klar ist: Durch die 1:4-Niederlage beim FC Unterföhring nimmt die Heringer-Elf für das Derby gegen den TSV Murnau am kommenden Freitag automatisch die Außenseiterrolle ein.

Vielmehr aber wird das Trainerduo Florian Heringer und Stefan Schwinghammer beschäftigen, wie die Fußballer nach einer ordentlichen Ausgangsposition ohne erkennbaren Grund plötzlich so von der Rolle sein konnten. „War heute definitiv ein Rückschritt“, räumt Heringer ein. Beim FC-Anhang und einigen Verantwortlichen war nach Spielende größerer Unmut gegen den Unparteiischen zu vernehmen. In der Tat gab es einige Spielszenen, in denen Tim Grunert die Garmisch-Partenkirchner alles andere als umschmeichelte.

Das begann bei der Strafstoßentscheidung gegen Lukas Kunzendorf und dessen Kontakt mit Attila Arkadas. In erster Linie aber echauffierten sich Grunerts Kritiker über Ungleichbehandlungen. Heringer interessierte das alles nicht. Er habe „keine wirkliche Erklärung“, warum im zweiten Abschnitt „so gar nichts mehr zusammengepasst“ hat.

Eigentlich war der FC gut in der Partie, egalisierte das Elfer-Malheur binnen 90 Sekunden. Noah Pawlak zog von der rechten Seite nach innen, löste sich vom Gegenspieler und setzte den Ball per Linksschuss zum 1:1 in die lange Torecke. Mit dem Pausenpfiff überholte Pawlak nach einem couragierten 40 Meter Laufduell seinen Gegenspieler, zog den Freistoß und bereitete so eine weitere Großchance vor. Allerdings schaffte es weder Jörg noch Momo Ndiaye, den gefährlichen Standard aus kurzer Distanz im Tor unterzubringen.

Pawlak macht nach auskurierter Kreuzbandverletzung einen guten Eindruck

„Leider verpassen wir da das 2:1“, bedauert Heringer. Zuvor traf Jonas Poniewaz nach Steilpass von Moritz Müller nur Aluminium. Pawlak aber war jener Akteur, den Heringer als „Lichtblick“ herausstellte. So kurz nach verheiltem Kreuzbandriss entwickelt sich der 20-Jährige schneller als vielleicht angenommen zur Trumpfkarte.

Doch dann folgte der zweite Abschnitt und der Niedergang der Garmisch-Partenkirchner. „Ordnung verloren, keine Disziplin mehr gehabt“, urteilte der Coach. Lag unter anderem an der schwankenden Form der Offensivspieler. Falsch angespielt, am Gegenspieler hängen geblieben oder mangelhafte Präzision – irgendwas war immer.

„Wir bekommen die Wucht, die wir eigentlich haben, nicht zur Geltung.“ Dass sämtliche Gegentore über die gleiche Seite und nach ähnlichem Schema fielen, blieb freilich auch Heringer nicht verborgen. Die rechte Angriffsseite der Unterföhringer hat der 1. FC „über das ganze Spiel nicht in den Griff bekommen. Vor allem die innere Linie haben wir zu oft aufgelassen“. Defizite, die der Heimelf in die Karten spielten. Daran änderte auch das Formhoch von David Salcher nichts. Der Schlussmann vereitelte drei Hochkaräter des FCU und war damit neben Pawlak bester FC-Akteur.

Aufrufe: 09.9.2024, 08:01 Uhr
Oliver RabuserAutor