2024-04-20T08:00:28.265Z

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Doppelpacker: Moritz Müller (beim Abschluss) ließ sich von der Erkheimer Defensive nicht aufhalten. Er erzielte für den 1. FC das 1:0 sowie das 3:0.
Doppelpacker: Moritz Müller (beim Abschluss) ließ sich von der Erkheimer Defensive nicht aufhalten. Er erzielte für den 1. FC das 1:0 sowie das 3:0. – Foto: Oliver Rabuser

1. FC fährt „mit gutem Gefühl nach Grünwald“ – deutlicher Pokalsieg in Erkheim

Torabschluss noch ausbaufähig

Der 1. FC Garmisch-Partenkirchen zieht souverän in die nächste Pokalrunde ein. Für den Landesligaauftakt gegen Grünwald sind sie gewappnet.

Erkheim – Ein souveräner 3:0- Erfolg beim TV Erkheim zeichnet den Weg in die nächste Pokalrunde. Der 1. FC Garmisch-Partenkirchen präsentiert sich im Unterallgäu als stabiles Kollektiv, zeigt eine Reihe von guten Ansätzen, lässt aber in puncto Entschlossenheit einiges an Spielraum. Aufgrund der vielen Ausfälle auf beiden Seiten war die Aussagekraft über den tatsächlichen Leistungsstand limitiert.

Florian Heringer sprach ob des Pflichtspielcharakters von einem „besseren Test“. Überdies nährte die FC-Elf die Hoffnung, die restliche Saison durch die getätigten Nachverpflichtungen und den verstärkten Konkurrenzkampf zum erwünschten Ausgang zu bringen. Andererseits war es für beide Teams das erste Spiel auf Rasen. „Das Ergebnis muss man nicht zu hoch hängen“, sagte der FC-Coach, „aber wir fahren mit einem guten Gefühl nach Grünwald.“

Im Münchner Promi-Vorort nehmen die Garmisch-Partenkirchner kommenden Sonntag die Alltagsgeschäfte wieder auf. Inwiefern sich dann die Startelf mit der vom vergangenen Samstag unterscheiden wird, ist unklarer als zunächst gedacht. Mit Lukas Kunzendorf, Jakob Jörg, Nicolai Bierling und Jonas Poniewaz fehlte ein Quartett an potenziellen Stammkräften. Klar, dass die vier für den Ernstfall fest eingeplant sind. Ob allerdings bei allen gleich wieder die Startelf winkt, bleibt abzuwarten. Heringer wird während der Woche mehr Gedankenspiele als gedacht betreiben müssen. „Einige haben es mir richtig schwer gemacht.“

Schmidt nutzt seine Chance – Walter deutet seine Qualitäten bei seiner Einwechslung an

Die Chance nutzen, wenn sie sich bietet. Das gilt zuvorderst für Matthias Schmidt. Der Krüner spielte einen fehlerfreien Part in der Dreier-Abwehrkette. Rückkehrer Elian Schmitt bestätigte als „Sechser“ indes, dass Außenbahnspieler nicht seine einzige Kernkompetenz ist.

Und dann gibt’s noch Christian Walter. Durch Covid-Nachwehen um die Vorbereitung beraubt, deutete der 19-Jährige an, welch Perspektivjuwel sich der 1. FC da geschnappt haben könnte. Noch reicht’s nicht für 90 Minuten. Für eine gute halbe Stunde aber schon. In der dokumentierte Walter seine Qualitäten als völlig neuer Spielertyp für den Angriff. Ein robuster, körperlich präsenter Kicker, der den Ball halten und abschirmen kann, Doppelpässe mit seinen Nebenspielern, aber auch den Abschluss zur rechten Zeit sucht. Fast hätte die Premiere mit einem Torerfolg geendet, Walters Flachschuss kullerte eine Handbreit am Pfosten vorbei.

Des Trainers Gesamtbilanz fällt vorsichtig optimistisch aus. „Stark gegen den Ball verteidigt, aber einige Situationen müssen wir konsequenter bis zum Ende durchspielen.“ Auch den Torabschluss könnte man als möglichen Malus anfügen. Bereits zur Pause hätte es locker 5:1 stehen können. Doch nutzte Moritz Müller lediglich die dritte seiner vier Top-Chancen, Jonas Schrimpf scheiterte ebenfalls zweimal. Im zweiten Abschnitt war es dann Sandu Poplacean, der einen 100-Prozentigen plus einen Foulelfmeter vergab. Dafür aber war er mit seinem Kopfballversuch auf Kniehöhe beim 2:0 beteiligt. Zu Müllers 3:0 lieferte er die präzise Hereingabe. (Oliver Rabuser)

Aufrufe: 026.2.2024, 08:48 Uhr
Oliver RabuserAutor