2026-03-13T07:45:35.464Z

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1. FC Düren klärt Lausberg-Nachfolge – und setzt auf interne Lösung!

Der 32-Jährige folgt auf Luca Lausberg und setzt auf das „Königsdorfer Modell“.

von red / PM · Heute, 12:43 Uhr · 0 Leser
Philipp Simon (mitte) übernimmt den 1. FC Düren ab 2026/27 als Trainer
Philipp Simon (mitte) übernimmt den 1. FC Düren ab 2026/27 als Trainer – Foto: Michael Schneiders

Der 1. FC Düren hat eine der wichtigsten Personalien für die Spielzeit 2026/27 geklärt. Wie der Verein nach intensiven Gesprächen bekannt gab, wird der aktuelle sportliche Leiter Philipp Simon im Sommer den Posten des Cheftrainers übernehmen. Damit folgt der 32-Jährige auf Luca Lausberg, der sein Amt am Saisonende zur Verfügung stellt. Simon wird künftig in einer Doppelrolle als Trainer und Sportdirektor fungieren – ein Modell, das man am Mittelrhein bereits erfolgreich aus Königsdorf kennt.

Nach der Ankündigung von Luca Lausberg, im Sommer kürzerzutreten, herrschte an der Westkampfbahn Redebedarf. Die Verantwortlichen suchten nach einer Lösung, die Kontinuität verspricht und den eingeschlagenen Weg der Dürener fortführt. Fündig wurde man in den eigenen Reihen. Philipp Simon, der seit 2019 – mit einer kurzen Unterbrechung bei Teutonia Weiden – das Trikot des 1. FC trägt, genießt im Verein höchstes Ansehen.

Erfahrener Klassefußballer rückt an die Seitenlinie

Mit Simon bekommt die Mannschaft einen Chefcoach, der den Fußball am Mittelrhein aus dem Effeff kennt. In seiner aktiven Laufbahn absolvierte er beeindruckende 167 Spiele in der Mittelrheinliga sowie 41 Partien in der Regionalliga West. Sogar Drittliga-Luft schnupperte er bei Alemannia Aachen (vier Einsätze). Diese enorme Erfahrung soll er nun von der Seitenlinie aus an die junge Dürener Truppe weitergeben. Unterstützt wird er dabei weiterhin vom bisherigen Co-Trainer Alexander Herzog, was für zusätzliche Stabilität im Trainerteam sorgt.

„Ich habe mich bewusst dafür entschieden, jetzt schon den Weg des Trainers einzuschlagen – es war immer mein Ziel“, erklärt Philipp Simon zu seiner neuen Aufgabe. „Geprägt durch meine eigene Laufbahn war es mir immer wichtig, wie ein Trainer mit Spielern arbeitet. Ich möchte meinen Spielern Freiraum geben, ihre Entwicklung individuell fördern und sie gleichzeitig mit klaren Lösungen im Spiel unterstützen. Wir wollen als Team eine klare Identität entwickeln: mutig, intensiv und aktiv auftreten – sowohl gegen den Ball als auch im Ballbesitz.“

Das „Königsdorfer Modell“ als Vorbild

Interessant ist der strukturelle Ansatz: Düren setzt künftig auf die Personalunion aus Sportdirektor und Trainer. Vizepräsident Karsten Schümann zieht dabei den Vergleich zum internationalen Fußball: „Wir gehen nun einen anderen Weg und setzen auf die Personalunion aus Sportdirektor und Trainer – ein Modell, das vor allem aus dem englischen Raum bekannt ist.“ Intern orientiere man sich zudem am „Königsdorfer Modell“, bei dem Takahito Ohno als Trainer und Spieler eine ähnliche Entwicklung erfolgreich vorangetrieben hat.

Auch die weitere Vereinsführung steht geschlossen hinter der Entscheidung. Vizepräsidentin Christine Schaefer betont: „Er hat bewiesen, dass man mit einem starken Dürener Hintergrund in der Mittelrheinliga hervorragende Leistungen auf den Platz bringen kann. Er sucht Herausforderungen, ist ihnen gewachsen und glaubt an sich und an die Aufgabe.“ Vizepräsident Christoph Wollseifen ergänzt: „Philipp steht voll zu seinem Herzensverein und identifiziert sich komplett mit dem 1. FC Düren. Somit haben wir eine Baustelle mit einer internen Lösung besetzen können.“

Lausberg drückt seinem Nachfolger die Daumen

Der scheidende Coach Luca Lausberg zeigt sich ebenfalls erfreut über die Wahl seines Nachfolgers: „Ich begrüße die Entscheidung, dass Philipp Simon mein Nachfolger wird. Das ist natürlich auch eine spannende Geschichte – selbst von außen betrachtet. Ich freue mich sehr für ihn und unseren Verein, dass der eingeschlagene Weg weitergegangen wird und auf Konstanz gesetzt wird.“

Bis zum Sommer liegt der Fokus nun darauf, die aktuelle Spielzeit unter Lausberg sauber zu Ende zu bringen, während Simon im Hintergrund bereits die akribische Vorbereitung auf seine neue Rolle aufgenommen hat. In Düren ist man überzeugt: Mit dieser „Herzenslösung“ ist man für die Zukunft bestens aufgestellt.