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1. FC Bocholt: Schorch wehrt sich verbal & sportlich gegen Acar-Kritik

Regionalliga: Der 1. FC Bocholt hat sich beim KFC Uerdingen klar durchgesetzt, danach wehrte sich Interimstrainer Christopher Schorch gegen die Aussagen von Ex-Coach Sunay Acar.

von André Nückel · 25.02.2025, 14:55 Uhr · 0 Leser
Christopher Schorch (r.) hat den 1. FC Bocholt zum ersten 2025 geführt.
Christopher Schorch (r.) hat den 1. FC Bocholt zum ersten 2025 geführt. – Foto: Ralph Görtz

Als das Regionalliga-Spiel des 1. FC Bocholt beim KFC Uerdingen beendet, dürfte das Ergebnis vor allem für eine Person in der Grotenburg einer Genugtuung gewesen sein: Christopher Schorch, mittlerweile wieder Interimstrainer und parallel auch weiter Geschäftsführer Sport des FCB, feierte mit seiner Truppe den ersten Sieg in diesem Kalenderjahr. Das klare 4:0 war zudem eine sportliche Antwort auf die Kritik von Ex-Coach Sunay Acar.

In der vergangenen Saison verlor der 1. FC Bocholt ein spannendes Meisterschaftsrennen und verpasste gegen eine historisch gute Alemannia Aachen den Aufstieg in die 3. Liga. Nachdem Erfolgstrainer Dietmar Hirsch zum MSV Duisburg gewechselt, sollte Björn Mehnert den amtierenden Vizemeister erneut in die Top-Riege der Regionalliga West führen. Die Realität sah aber schnell anders aus: Der 48-Jährige holte mit einer neu formierten Bocholter Truppe in sieben Spielen nur sieben Punkte und wurde bereits Mitte September von seinen Aufgaben entbunden.

Kader-Kritik abgewiesen

Wenig später stand in Acar als Nachfolger parat und sollte den FCB aus dem Abstiegskampf in das gesicherte Feld der Liga führen. Allerdings sah die Bilanz nach zwölf Partien nicht zum Geschmack der Verantwortlichen aus: Nach der 0:2-Niederlage gegen den SV Rödinghausen wurde auch Acar (zwei Siege, fünf Remis und fünf Niederlagen) beurlaubt.

Dieser äußerte sich nach seiner Entlassung im Reviersport kritisch: „Der Kader gibt leider nicht mehr her. Nach zwei Trainern und über 20 Saisonspielen lügt die Tabelle auch nicht mehr. Da wurde und wird vieles schöngeredet. Der Kader ist gut, aber nur so gut, wie man in der Tabelle steht.“

Schorch hat nach der Trennung zum zweiten Mal in dieser Saison als Interimstrainer (offiziell Teamchef) übernommen. Nach dem klaren Sieg in Uerdingen fällt sein Urteil natürlich anders aus, er wehrte sich gegen die Kritik von Acar: „Dann die Charakterfrage im Kader zu stellen, zu sagen, dass der nicht mehr hergibt – ich weiß es nicht. Das ist seine Auffassung, meine ist eine ganz andere", teilte er ebenfalls dem Reviersport mit. Der Ex-Profi von Real Madrid erklärte außerdem, dass er seinen Spielern das Vertrauen ausgesprochen habe - scheinbar mit großem Erfolg.

Bocholt kann Düren überholen

In der Tabelle kann Bocholt am kommenden Wochenende im direkten Duell den 1. FC Düren überholen und damit in die Top 10 der Regionalliga vorstoßen. Das ist das Mindestziel für diese Saison, mittelfristig träumt der Verein aber weiter von der 3. Liga (mehr dazu and dieser Stelle). Die Voraussetzungen in Bocholt sind dafür bereits gut, wie Schorch ebenfalls herausstelle: „Wenn ich sehe, was ein René Lewejohann beim KFC Uerdingen für Bedingungen hat, können wir beim 1. FC Bocholt von Luxus sprechen.“ Angedeutete Kritik über die Bedingungen hatte es nämlich auch gegeben.

Ziel von Schorch und seiner Mannschaft wird es bis zum Saisonende sein, sich bestmöglich in Position zu bringen, um dann 2025/26 wieder die Spitze der Liga anzugreifen. Mit einem Sieg in Düren wäre das jedenfalls der richtige Schritt in die richtige Richtung und für den Sport-Entscheider in Doppelfunktion ein weiteres Mal Genugtuung.