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Sonntag 19.03.17 19:00 Uhr|Autor: Badische Zeitung852
Durften über einen Sieg gegen den SV Stadelhofen jubeln | Foto: Achim Keller

Waldkirch hält dem Druck stand und schlägt Stadelhofen

Offenbarungseid von Solvay Freiburg beim 0:7-Debakel gegen Bühlertal +++ Neustadt luchst Augen einen Punkt ab +++ FFC gewinnt beim formstarken SC Pfullendorf
Durch einen eminent wichtigen Dreier über Stadelhofen hat der FC Waldkirch den Rückstand auf das rettende Ufer auf sechs Punkte verkürzen können. Die Pfahler-Elf zeigte damit eine starke Reaktion auf die unglückliche Niederlage in Kuppenheim. In den nächsten Wochen trifft Waldkirch auf die direkten Konkurrenten aus Bühlertal und Neustadt; es stehen also wegweisende Spiele an.

SC Pfullendorf - Freiburger FC 1:2

Manchmal bedarf es extremer Geduld, ein Fußballspiel bis zum Ende anzuschauen. Die Partie zwischen den beiden Oberligaabsteigern der vergangenen Saison zählte zweifellos zu dieser Kategorie. Denn gerade in Halbzeit eins boten beide Teams Magerkost, wie man sie nur ungern und glücklicherweise auch nur selten sieht. „Not gegen Elend“ und „unterirdisch“ waren nur zwei Prädikate, die man in der Halbzeitpause auf den Rängen hören konnte. Beide trafen durchaus zu. So genannte Höhepunkte hatte es bis dahin nur wenige gegeben. Beispielsweise einen strammen Schuss des Pfullendorfers Marllex Abdulai (18.), der von der Strafraumgrenze über die Latte strich, und ein vermeintliches SCP-Tor von Benjamin Sturm (42.), das wegen eines Foulspiels an FFC-Keeper Tim Kodric jedoch nicht anerkannt wurde. Allerdings ging der Freistoßpfiff des Unparteiischen im Torjubel der Einheimischen und dem vom Stadionsprecher voreilig abgespielten Torlied unter.

Nach Wiederanpfiff wurde das Spiel besser, was vornehmlich am FFC lag. Zwar hatten die Linzgauer die ersten beiden Möglichkeiten, doch scheiterte Alessandro Sautter zweimal am gut reagierenden Kodric. Ein gelungenes Zusammenspiel der beiden aufgerückten Verteidiger Nicolas Garcia Stein und Kevin Senftleber brachte schließlich die Freiburger Führung. Garcia Steins mustergültige Hereingabe verwertete Kevin Senftleber von der Strafraumgrenze mit einem platzierten und daher unhaltbaren Schuss in die rechte untere Ecke. Nachdem Mike Enderle mit einem gefühlvollen Heber über den aus seinem Tor geeilten SCP-Schlussmann Maximilian Ritzer aus gut und gerne 35 Metern das 2:0 erzielt hatte, war es um die mit übergroßem Optimismus in die Partie gegangenen Gastgeber geschehen. Noch mehr als zuvor blieben sie nun den Beweis schuldig, warum sie als zweitbeste Rückrundenmannschaft, noch vor dem FC 08 Villingen (!), in die Partie gegangen waren. Wenngleich sie in der Schlussphase noch zum Ehrentreffer kamen, Zuvor hatte der FFC noch gute Chancen auf einen höheren Sieg gehabt. Cheftrainer Ralf Eckert war nach dem zweiten Dreier in diesem Jahr jedenfalls zufrieden: „Dieser Sieg tut richtig gut und ist zudem hochverdient.“ Da konnte man ihm nicht widersprechen.

Schiedsrichter: Wolf (Rheinfelden). Zuschauer: 210.
Tore: 0:1 Kevin Senftleber (52.), 0:2 Enderle (63.), 1:2 Vogler (89.).


SV Linx - FC Bad Dürrheim 3:1

Für den personell auf dem Zahnfleisch daherkommenden FC Bad Dürrheim gab es in Rheinau-Linx nichts zu holen. Zur vorhandenen Personalmisere kamen mit Christian Braun und Hendrik Berg im Verlauf des Spiels zwei weitere Verletzte hinzu. „Ich musste zwei Spieler der zweiten Mannschaft einsetzen“, sagte Dürrheims Trainer Reiner Scheu. Dass die Gäste in Linx dennoch nicht mauerten, sondern ihre Chance suchten, verdient Respekt. Vor allem Christian Braun und Hendrik Berg bis zu ihrem verletzungsbedingten Ausscheiden und der rackernde Mustafa Akgün wirbelten gelegentlich im Linxer Strafraum. „Da kann der Linxer Stürmer wochenlang nicht treffen, gegen den FC Bad Dürrheim trifft er immer“, kommentierte Reiner Scheu die beiden Tore des Linxer Torjägers Marc Rubio, der zuvor länger nicht getroffen hatte.

Nach frechem Beginn seiner Mannschaft beendete Marc Rubio seine trefferlose Zeit mit dem Tor zur 1:0-Führung (12.) für Linx. Bad Dürrheim antwortete: Hendrik Berg bediente aus spitzem Winkel Mario Giesler, der per Direktabnahme (15.) zum 1:1-Ausgleich traf. Der SV Linx schaltete danach voll auf Angriff und nach einem Eckball von Pierre Venturini köpfte Marc Rubio ungehindert zum 2:1 (32.) ein. Alexander Merkel hätte für Linx eine komfortable Pausenführung herausschießen können,  aber Dürrheims Torwart Jonas Kapp verhinderte mit zwei Klasseparaden das dritte Linxer Tor.

Nach der Pause war Bad Dürrheim sofort präsent und der frei zum Kopfball kommende   Mario Giesler nickte den Ball SVL-Keeper Norman Riedinger in die Arme. Danach spielte Linx groß auf. Marc Rubio setzte den Ball an den Innenpfosten, beim 25-Meter-Schuss von Dennis Kopf klatschte der Ball ebenso an die Querlatte wie bei Marc Rubios Kopfball. „Da hätte uns Linx abschießen können“, sagte  Scheu. Gerade als sich die Gäste vom Druck der Linxer etwas befreit hatten, dribbelte sich der agile  Pasquale Maisano in den Dürrheimer Strafraum, kam nach einem  Doppelpass mit Christian Seger erneut an den Ball und versenkte ihn zum 3:1 (74.) im Tor.  „Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen: Sie hat alles gegeben, mehr war gegen den stark aufspielenden SV Linx nicht drin“, sagte Scheu nach Spielschluss.

Schiedsrichter: Roeder (Gundelfingen). Zuschauer: 80

Tore: 1:0 Rubio (12.), 1:1 Giesler (15.), 2:1 Rubio (32.), 3:1 Maisano (74.).


SV Solvay Freiburg - SV Bühlertal 0:7

Im Kellerduell mühten sich zwei schwächelnde Teams über weite Strecken  redlich. Das 0:1 fiel dann auch vom Elfmeterpunkt durch  Daniel Schmidt (21.). Freiburgs Gentritt Kurtani hatte zuvor Moritz Keller von den Beinen geholt. Mit dem Rückstand kam die beste Phase des Heimteams, das aber im Abschluss harmlos blieb oder an SVB-Torwächter Daniel Zeitvogel scheiterte.  Kurz vor dem Pause sah Heimkeeper Bakary Manneh die Rote Karte. Er hatte Daniel Knobelspieß an der Strafraumgrenze umgesäbelt. Den folgenden Freistoß von Schmidt parierte der eingewechselte Ersatztorhüter Patrice Wojdowski reaktionsschnell. Nach  Wiederanpfiff hielten die Freiburger  in Unterzahl nur anfangs dagegen. Sebastian Keller bereitete mit einem feinen Pass das 0:2 vor. Amir Memisevic profitierte von einer Unsicherheit in der Freiburger Defensive und netzte ein. Das 0:3 fiel kurz danach und brachte die Vorentscheidung. Ein Pressschlag von Maximilian Keller senkte sich als Bogenlampe über den Freiburger Keeper hinweg glücklich in die Maschen. Andreas Fianke, Marius Fritz und Moritz Keller und Sebastian Keller erhöhen zum Endstand.  „Heute sind wir erstmals wie ein Absteiger aufgetreten. Die Leistung war in allen Mannschaftsteilen indiskutabel. Der erste Elfmeter hat uns das Genick gebrochen“, sagte Solvay-Coach Boris Darvich .“

Schiedsrichter: Schmidt (Ortenberg). Zuschauer: 73.
Tore: 0:1 Daniel Schmidt (20. Foulelfmeter), 0:2 Amir Memisevic (51.), 0:3 Maximilian Keller (53.), 0:4 Andreas Fianke (71. Foulelfmeter), 0:5 Marius Fritz (76.), 0:6 Moritz Keller (90.), 0:7 Sebastian Keller (91.)

Platzverweise: Rot gegen Raffael Mangu (49./SV Solvay Freiburg)


FC Waldkirch - SV Stadelhofen 4:1

Dem FC Waldkirch gelang ein deutlicher Heimsieg, der ihm drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenverbleib bescherte. Die frühe Führung der Gastgeber fiel durch Ibrahim Bayram, der nach Zuspiel von Beni Dufner und Mithilfe von Keeper Marcel Lang, einschieben konnte. Waldkirchs Jüngster, Dominik Frassica (19.), erhöhte nach feiner Einzelaktion mit seinem ersten Verbandsligatreffer auf 2:0. Den etwas überraschenden Anschlußtreffer kurz vor der Pause markierte Torjäger Valon Salihu mit einem herrlichen Fallrückzieher. Bald nach Wiederanpfiff musste sich FCW-Keeper Lukas Lindl bei einem tükischen Distanzschuss von Salihu gehörig strecken. Stadelhofen war in dieser Phase die etwas präsentere Mannschaft, und Waldkirch verlegte sich auf Konter.  Die Vorentscheidung fiel nach einem Freistoß von Jetmir Qorraj, den Lang nicht festhielt und Klüber (84.) zum 3:1 abstaubte.  Nach einem Konter aus dem Lehrbuch, den Bayram nach Zuspiel von Qorraj mit seinem zweiten Treffer abschloss, war die Messe gelesen.  FCW-Coach Beni Pfahler meinte, dass sein Team nach der bitteren 1:2-Niederlage zuletzt in Kuppenheim extrem unter Druck stand. Damit sei sein Team sehr gut umgegangen. Der mutige Beginn sei durch die beiden Treffer belohnt worden . Ein Extralob erteilte Pfahler dem  jungen Frassica und Bayram. Einzig die Konter wurden nicht konsequent  umgesetzt, bemängelte der Coach.

Schiedsrichter: Küchler (Mühlhausen-Ehingen). Zuschauer: 270
Tore: 1:0 Ibrahim Bayram (5.), 2:0 Dominik Frassica (20.), 2:1 Valon Salihu (45.), 3:1 Marcel Klüber (77.), 4:1 Ibrahim Bayram (84.)

Platzverweise: Rot gegen Christian Kist (78./SV Stadelhofen/grobes Foulspiel)


FC Auggen - FC Neustadt 1:1

Verlieren verboten – das war das Motto der Blauen aus  Neustadt vor dem  Auswärtsspiel in Auggen. Das hat die Mannschaft des Trainerduos Klaus und Benjamin Gallmann erfolgreich umgesetzt. Beim Tabellenvierten ertrotzten sich die Neustädter einen Zähler, der im Abstiegskampf noch sehr wichtig werden könnte. Der FCN steht damit weiter über dem Strich, der im Tabellenkeller die sichere Zone von den  Abstiegsplätzen trennt.

Als enttäuschende Partie bezeichnete Auggens Trainer Enzo Minardi im Nachgang den Auftritt seiner Elf. Dabei hätte sie besser nicht starten können, denn  in der 10. Sekunde jagte Christian Ophoven den Ball aus der Distanz aufs Tor – direkt in die Arme von Torhüter Simon Gantert. Auch die Neustädter zeigten früh, dass sie alles reinwerfen in dieses Spiel, als Sam Samma nur knapp den linken Pfosten verfehlte (4.). Wie ein roter Faden zogen sich die Fehlpässe der Markgräfler durch das ganze Spiel. Ein Ballverlust vor dem gegnerischen Tor hätte auch  fast zur Führung der Gäste geführt, als Samma allein und ungebremst aufs Tor der Auggener rennen konnte, dann aber hauchdünn am Pfosten vorbeischoss (8.). Zwei Minuten später nahezu der gleiche Fehler auf Auggener Seite, wobei David Held gerade noch eingreifen und den Ball ins Aus dreschen konnte. Dem  Führungstreffer nahe war die Heimelf, als Steffen Reinecker den Eckball von Muhammed Aslan gegen die  Latte köpfte (19.). Das erlösende Tor fiel nur wenig später durch Frederik Wettlin, der den Querpass von Held ins Tor beförderte (22.). Die Auggener Führung hielt nur  Sekunden, da Samma nach dem Anspiel der Anschlusstreffer gelang (23.).

Nach Wiederanpfiff gab es zwar beidseitig Chancen, jedoch verfehlte das Runde stets das Eckige oder landete in den Torwartarmen. Auch der eingewechselte Bastian Bischoff, den Minardi kurz nach Wiederanpfiff aufs Feld schickte, konnte am Unentschieden nichts ändern.
Das Trainer- und Brüderpaar Benjamin und Klaus Gallmann bezeichnete das Spiel als „kein Superspiel“, das sei aber „völlig schnuppe“, denn „das ist ein absolut glücklicher Punkt und aller Ehren wert, wenn man ihn in Augen holt“.

Enzo Minardi, Coach der Auggener, sprach von einer sehr umkämpften ersten Halbzeit und einem engen Spiel, das man besser und geduldiger hätte ausspielen können. „In der zweiten Halbzeit waren wir die überlegene Mannschaft, hatten aber keine klare Chance – die Geduld hat einfach gefehlt“, bemängelte er.

Schiedsrichter: Bernd Brückle (Leopoldshafen) - Zuschauer: 320.

Tore: 1:0 Wettlin (22.), 1:1 Samma (23.).

 
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