2026-02-09T08:36:21.830Z

Spielbericht

“Ziemlich guten linken Fuß“ - Schmidt adelt Knipser Riglewski

SVH beendet Pleiten-Serie mit rauschender Feier

von Münchner Merkur (Nord) / Patrik Stäbler · 26.11.2018, 10:33 Uhr · 0 Leser
SVH-Trainer Christoph Schmidt fielen nach dem Sieg mehrere Steine vom Herzen.  Sven Leifer
SVH-Trainer Christoph Schmidt fielen nach dem Sieg mehrere Steine vom Herzen.  Sven Leifer
Nach 99 Tagen und 13 Ligaspielen hat der SV Heimstetten die schwarze Serie gegen Aschaffenburg beendet. Nach dem Sieg kannte die Freude beim Aufsteiger keine Grenzen.

Nachdem der Schlusspfiff den 3:2-Sieg des SV Heimstetten besiegelt hat, gibt es auf dem Platz kein Halten mehr. Die Spieler verschmelzen zu einer roten Jubeltraube, die Fans sind dem Delirium nahe, und Trainer Christoph Schmitt vollführt am Seitenrand Verrenkungen, die wie eine Mischung aus Becker-Faust, Säge und Eckfahnen-Lambada aussehen.

So würde man das zumindest erwarten – schließlich hat der SVH zuvor 99 Tage und 13 Ligaspiele lang nicht mehr gewonnen. Doch stattdessen klatschen sich die Kicker fast zaghaft ab, es folgt ein halbminütiger Abstecher bei den Fans, und keine fünf Minuten später ist weit und breit kein Heimstettner mehr zu sehen – außer Lukas Riglewski, der noch fürs Interview vor die Kamera muss.

Haben er und seine Kollegen infolge der schwarzen Serie etwa das Jubeln verlernt? Nein, beschwichtigt Riglewski. „Ich glaube eher, dass sich der eine oder andere geärgert hat, dass es am Ende noch mal knapp wurde.“ Und dann – endlich – knipst der 25-Jährige ein Lächeln an und sagt strahlend: „Heute hatten wir endlich das Glück, das wir in den letzten Wochen nicht hatten.“ Allerdings, das fügt er schnell hinzu, „ist der Sieg aus meiner Sicht absolut verdient. Denn wir waren die bessere Mannschaft.“

Wobei auch Riglewski einräumt, dass beim Stand von 0:1 und in Unterzahl „alles gegen uns gesprochen hat“. Doch dann drehte der Torjäger mit seinen Saisontreffern neun bis elf die Partie nahezu im Alleingang. Oder wie es sein Coach formuliert: „Wir haben uns heute nach vorne hin schwer getan. Aber zum Glück hatten wir einen Spieler, der einen ziemlich guten linken Fuß hat.“

Und der sich mit seinen drei Treffern auf Platz zwei der Torschützenliste schiebt – doch das interessierte Riglewski nach dem Abpfiff nur am Rande. Vielmehr hastet der Heimstettner nach seinem Interview-Marathon in die Kabine – „zum Ausschreien“, wie er im Davoneilen sagt. Und dann? „Dann werden wir diesen Sieg natürlich noch feiern.“