Vereinigung initiiert Spurensuche
Samstag 29.03.14 05:04 Uhr|Autor: Heinz Arndt279
SpVgg Unterhaching: Der ewiger Drittligist? Präsident Manfred Schwabl will das selbstverständlich vermeiden. Foto: sampics/ Stefan Matzke

Vereinigung initiiert Spurensuche

Der Verein "VfB für Alle", der sich gegen Rassismus und Diskriminierung engagiert, hat eine Spurensuche initiiert, um nähere Informationen über den jüdischen Spieler Leonard Hirschtick zu erhalten. Dieser hatte in den 1920er-Jahren für den VfB Fußball gespielt.


"Nach der Machtübernahme der Nazis im Herzogtum Oldenburg im Jahr 1932 forderten Mitglieder des Vereins, darunter viele christliche Geschäftsleute, den Ausschluss des Spielers aus der Mannschaft", erklären Jan Krieger und Linus Horke aus dem Vorstand von "VfB für Alle". Dies habe zu einer hitzigen Debatte innerhalb des Clubs bis hin zu körperlichen Auseinandersetzungen geführt. Da sich der damalige Vereinspräsident für Hirschtick aussprach, konnte dieser zunächst weiter für den Club spielen. Von 1923 bis 1933 führte Dr. Werner Hadeler den VfB.

"Unbekannt bleibt jedoch, wie Leonard Hirschticks weiteres Leben verlief und wann er vom VfB ausgeschlossen wurde", so Krieger und Horke: "Bekannt ist lediglich, dass Hirschtick am 24. August 1943 nach Auschwitz deportiert wurde, wo er kurz darauf am 27. August 1943 für tot erklärt wurde."

"VfB für Alle" bittet nun alle Interessierten insbesondere Zeitzeugen und Historiker um Unterstützung bei der Spurensuche. Wer etwas über das Schicksal des jüdischen Spielers weiß, möchte sich per E-Mail melden unter



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