
FC Hennef 05 - Spvg Wesseling-Urfeld 19/46 2:2 (2:1)
„Bitterer kann man eine Führung kaum verspielen”, sagte Marco Bäumer, der ungewohnt offen die Leistung des Schiedsrichters kritisierte. Dieser habe „das Spiel maßgeblich beeinflusst und uns am Ende zwei Punkte gekostet”.
Am meisten echauffierte sich der 43-Jährige über die Entstehung des ersten Gegentreffers, nachdem Rachid Bouallal (24.) und Rico Rollepatz (36.) für eine komfortable Führung gesorgt hatten: Nach einem vermeintlichen Foulspiel von Marcel Radschuweit zirkelte SpVg-Akteur Benedikt Seeger einen Freistoß über die Mauer hinweg ins Tor. „Das war nie und nimmer ein Foul von Marcel — er wird stattdessen selbst in die Hacken getreten”, schimpfte Bäumer.
Der Knackpunkt der Partie sollte sich nach der Pause ereignen, als Kris Fillinger wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot sah (62.). Fortan bekam Wesseling Oberwasser und drückte auf das 2:2. In der Nachspielzeit wurde dann Markus Hühnerberg zum Pechvogel. Der just erst eingewechselte 20-Jährige verursachte den von Daniel Farkas verwandelten Elfmeter, den laut Bäumer „nur eine Mannschaft zugesprochen bekommen hätte”. Zu allem Überfluss hatte sich Rollepatz nach einem Zweikampf eine schwere Knieverletzung zugezogen. „Dafür gab es noch nicht mal Freistoß”, ärgerte sich der Coach, dessen Elf sich für das Spiel gegen Friesdorf (So., 15 Uhr) nun quasi von alleine aufstellt.
FC Hennef 05: Monjeamb, Radschuweit, Roder, Ehrenstein, Dabers, Bouallal (90. Hühnerberg), Fillinger, Schöller, Wegner (64. Hoerner), Notz, Rollepatz (82. Mai) - Trainer: Bäumer
Spvg Wesseling-Urfeld 19/46: Yarizov, Gran, Seeger, Zaun (83. Millitürk), Schütz, Farkas, Hayit (37. Klein), Strack, Sohns (66. Langen), Unzola, Münch - Trainer: Farkas
Schiedsrichter: Geyer (Aachen) - Zuschauer: 60
Tore: 1:0 Bouallal (24.), 2:0 Rollepatz (36.), 2:1 Seeger (45.), 2:2 Farkas (92. Foulelfmeter)
Gelb-Rot: Fillinger (70./FC Hennef 05/)
Vom Wesselinger Punktgewinn erfuhr Marcus Voike nur aus der Ferne. Eigentlich hatte der Windecker Trainer den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf persönlich unter die Lupe nehmen wollen, doch das nasskalte Wetter bewog ihn zum Verbleib in der Heimat. „Als Bayern-Fan war ich insgeheim froh, Champions League gucken zu können”, so Voike.
SV Bergisch Gladbach 09 - TSV Germania Windeck (So 15:00)
Schiedsrichter: Peter Bonczek (Impekoven)
Seine Mannschaft will im Duell bei Bergisch Gladbach (So., 15 Uhr) den nächsten Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Im Hinspiel (0:2) war man chancenlos, doch mittlerweile haben sich die Kräfteverhältnisse gedreht. Schließlich haben sich die 09er vom Überraschungsteam der Hinrunde zur drittschlechtesten Rückrundenmannschaft entwickelt, während Windeck aus den letzten vier Spielen sieben Punkte holte und dabei nur ein Gegentor kassierte. Entsprechend forsch gibt sich Voike: „Wir sind diesmal ganz sicher nicht chancenlos. Gegen uns dürfte im Moment niemand gerne spielen.”
Alles was der 40-Jährige derzeit anfasst, scheint zum Erfolg zu werden. Die von ihm trainierte E-Jugend-Mannschaft, in der seine Tochter Estrella als einziges Mädchen sogar Spielführerin ist, führt die Perspektivstaffel II an, während die A-Junioren als Sondergruppenmeister vor der Bezirksliga-Qualifikation stehen. Ganz nebenbei führt Voike die Torjägerliste der C-Liga 7 an (25 Treffer) — und das, obwohl er erst neun Spiele absolviert und seine elf Tore aus dem Duell mit dem zurückgezogenen IKV Eitorf annulliert wurden. Das A und O ist aber natürlich der Verbleib der ersten Mannschaft in der Mittelrheinliga. Derzeit spricht viel dafür, dass Voike auch dieses Projekt gelingt.