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Dienstag 18.04.17 10:00 Uhr|Autor: SHZ / sun864
F: Patten
TSV Ratekau gegen den SVHU - Abbruch bleibt Thema
Wird die SH-Liga-Partie der Frauen nach dem Abbruch und der schweren Verletzung von Olivia Gaddum neu angesetzt?

Mit Ausnahme von zwei Nachholspielen herrschte an den Ostertagen relative Ruhe in der Schleswig-Holstein-Liga der Frauen. Gesprächsthema bleibt aber weiterhin das abgebrochene Topduell des Tabellenzweiten TSV Ratekau gegen Spitzenreiter SV Henstedt-Ulzburg II aus der letzten Woche. Der Abbruch erfolgte auf Wunsch des SVHU, nachdem sich Olivia Gaddum nach einem Zusammenprall mit Ratekaus Torhüterin Nicole Bredfeldt einen Schienbeinbruch zuzog. Zum Zeitpunkt des Abbruchs durch den Unparteiischen Mirco Böck führte der Ratekau in Überzahl mit 4:3, es lief die 84. Minute.



Da erwartungsgemäß der TSV eine Wertung des Spiels pro Ratekau forderte, Henstedt-Ulzburg hingegen auf einer Neuansetzung bestand, wurde dieser Fall über Staffelleiter Klaus Unger ans zuständige Sportgericht im SHFV weitergegeben. Beide Seiten sind sich darüber einig, dass sie erst nach eingehender Prüfung der Urteilsbegründung über weitere Schritte nachdenken.

Es gibt mehrere Punkte, die das Sportgericht berücksichtigen muss. War zum einen die Notwendigkeit des Abbruchs gegeben? In Anbetracht der Schwere der Verletzung Olivia Gaddums war der Wunsch danach ohne Frage nachvollziehbar. Ob daraus automatisch eine Neuansetzung gezogen werden kann, ist bis zu diesem Zeitpunkt offen. Wichtig ist vor allem auch, was Schiedsrichter Böck in seinen Spielbericht hinsichtlich des Abbruchs eingetragen hat. Der Berichtsbogen wurde beiden Trainern vorgelegt.

So wurde demnach das Spiel nach einer Viertelstunde abgebrochen. Es gibt allerdings einen zweiten Zeitpunkt, von dem der Unparteiische keine Kenntnis hatte. Denn es dauerte nach Ulzburger Auskunft insgesamt eine Dreiviertelstunde, ehe Gaddum tatsächlich transportfähig war. Bis dahin lag sie im Ratekauer Fünfmeterraum. Auch hier stimmen beide Seiten überein, dass das Schiedsrichtergespann bis zur Aufklärung der Situation vor Ort hätte bleiben müssen.

Dass Rettungswagen und Notarzt so spät eintrafen, stieß vor allem beim SVHU auf Unverständnis. Trainer Christian Pusch: „Das Zufahrtstor war abgeschlossen. Niemand vom TSV Ratekau war im Besitz eines Schlüssels. Man mag sich gar nicht vorstellen, wenn da etwas noch Schlimmeres passiert wäre.“

Dazu Maik Lietzau, Coach des TSV Ratekau: „Wir haben das mit unserer Abteilungsleitung abgeklärt. Uns wird jetzt ein Schlüssel zur Verfügung gestellt. Es wurde aber auch ganz klar betont, dass jeder Rettungswagen solch einen Standard-Dreikantschlüssel an Bord habe. Leider ist der Rettungswagen von vornherein den Umweg über die Rosenstraße gefahren.“
 
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