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Grünwald holt geballte Erfahrung von Türkgücü-Ataspor

Bereits 22 Transfers beim TSV

von Münchner Merkur (Süd) / Umberto Savignano · 07.06.2019, 09:55 Uhr · 0 Leser
Ein alter Bekannter: Luca Tschaidse (r.) stürmte schon von 2012 bis 2015 für den TSV Grünwald und kehrt, von Türkgücü-Ataspor kommend, jetzt zurück ins Team von Trainer Pero Vidak (l.).    Foto: Robert Brouczek
Ein alter Bekannter: Luca Tschaidse (r.) stürmte schon von 2012 bis 2015 für den TSV Grünwald und kehrt, von Türkgücü-Ataspor kommend, jetzt zurück ins Team von Trainer Pero Vidak (l.).    Foto: Robert Brouczek
Elf Abgänge, elf Neuzugänge: Vor dem Trainingsstart beim Fußball-Landesligisten TSV Grünwald am gestrigen Donnerstag hat sich einiges getan. Und auf dem Personenkarussell sind noch Plätze frei, wie TSV-Sprecher Jochen Joppa versichert: „Es werden sicher noch zwei, drei neue Leute dazukommen.“

Grünwald Trotz der großen Bewegung im Kader kann man beim Sechsten der vergangenen Saison allerdings nicht von einem Totalumbruch sprechen. Absolute Stammkräfte waren unter den Abgängen nur Torjäger Alexander Rojek, der zum SV Heimstetten in die Regionalliga wechselt, Thomas de Prato (zur SpVgg 1906 Haidhausen) und Torwart Alexander Heep (Karriereende). Timo Schaffhauser (TSV Eching), Darko Dankic (Ziel unbekannt) und Christian de Prato (pausiert) zählten immerhin noch zum engeren Kreis. Frieder Bürgin (Ziel unbekannt), der oft verletzte Franz Folda, Federico Rizzo und Julian Schmidt (alle drei wechseln zum FC Hertha, der vom ehemaligen Grünwalder Urgestein Patrick Baum trainiert wird) sowie Ersatzkeeper Reto Heller (nach Österreich) hatten schon deutlich weniger Einsatzzeiten.

Und doch gilt es einige Positionen neu zu besetzen, etwa zwischen den Pfosten: Mit Leopold Bayerschmidt (U19 des FC Deisenhofen), Florian Geck (SV Aubing) und U19-Eigengewächs Maximilian Huse stehen drei junge Torhüter zur Verfügung, wobei sich wohl Bayerschmidt und Geck einen engen Konkurrenzkampf liefern werden. Die große Lücke, die der 25-fache Torschütze Alexander Rojek hinterlässt, könnte Luca Tschaidse vom SV Türkgücü-Ataspor schließen. Der 24-Jährige stürmte schon von 2012 bis 2015 für die Grün-Weißen, anschließend dreieinhalb Jahre beim FC Deisenhofen.

Ihm zur Seite stehen mit Alexander Sokolis von den Grünwalder A-Junioren und Nikola Negic vom SV Planegg-Krailing zwei junge, entwicklungsfähige Angreifer. Das Mittelfeld ergänzen der aus Grünwald stammende Fabian Traub von der U19 des TuS Geretsried und David Androsevic vom TSV Großhadern, der schon länger an der Keltenstraße mittrainiert.

Geballte Erfahrung haben sich die Isartaler für die Defensive geholt: Markus Baki und Marco Bornhauser kommen wie Tschaidse vom ambitionierten Bayernliga-Meister Türkgücü-Ataspor, Baki sammelte sogar Regionalliga-Erfahrung beim VfR Garching, von dem der dritte Abwehrrecke, Sebastian Koch, direkt an die Keltenstraße wechselt. Koch brachte es in der vergangenen Saison auf 26 Einsätze in der vierthöchsten Spielklasse, zuletzt war er eine absolute Stammkraft bei den Garchingern. „In der Innenverteidigung hatten wir immer Probleme“, begründet Joppa die Aufrüstung in diesem Mannschaftsteil.

Einen Wechsel vermelden die Grün-Weißen auch auf dem Posten des Co-Trainers: Der bisherige A-Jugend-Coach Valentin Motina ersetzt Salah Gahlul, der neue Herausforderungen sucht. Ein anderer Wechsel ist den Grünwaldern erspart geblieben, nämlich der in die Südwest-Staffel der Landesliga. Fußball-Boss Paul Seidl habe sich „erfolgreich gewehrt“, so Joppa. Durch den Aufstieg der niederbayerischen Klubs aus Passau, Waldkirchen und Hauzenberg seien zwar drei weite Fahrten dazugekommen, aber dorthin müsse man wenigstens nicht durch München fahren. „Wir sind zufrieden mit der Einteilung“, sagt Joppa.