Miroslav Klose: Der einstige Weltstar hat die Ruhe weg
Mittwoch 23.10.19 08:50 Uhr|Autor: Filder-Zeitung / Susanne Degel1.160
Nach wie vor begehrt: ein Autogramm von Miroslav Klose, Fußball-Weltmeister von 2014. Foto: Yavuz Dural

Miroslav Klose: Der einstige Weltstar hat die Ruhe weg

Klose war am Wochenende zu Gast bei den Stuttgarter Kickers
Miroslav Klose, heute Bayern-Jugendtrainer, zeigt sich in Degerloch als sehr geerdeter Mensch.


Leon Besold ist kein Fußballer. Stattdessen spielt der 14-Jährige gerne Tennis. Als ihm aber sein Freund Moritz Riedacher vergangene Woche erzählt hat, dass Miroslav Klose als U-17-Trainer des FC Bayern München nach Degerloch kommt, musste der Teenager nicht lange überlegen – und begleitete seinen Kumpel zum Bundesligakick. Nun stehen beide im ADM-Sportpark unter den Zuschauern und sind aufgeregt. „Den Klose kennt man, der war ja weltklasse“, sagt Leon Besold. Und so ist es denn auch keine Frage, dass er sich nach dem Match, das der Bayern-Nachwuchs mit 3:0 gegen die Stuttgarter Kickers gewinnt, mit dem inzwischen 41-Jährigen fotografieren lässt – für den eigenen Instagram-Kanal.

Klose erfüllt dem 14-Jährigen den Fotowunsch gerne – obwohl er gerade 80 Minuten lang ungeschützt im Regen gestanden ist. Auch der Mittfünfziger, der gleich ein ganzes Album mit Klose-Bildern präsentiert, darf sich über zwölf Autogramme freuen. Und die zwölfjährige Sophia Lenuzza hat jetzt ein signiertes Nationaltrikot. „Ich mache das gerne“, sagt Klose, der die Bayern in der zweiten Saison trainiert.

"Er ist total sympathisch"

Mehr als ein Dutzend Mal strahlt der Weltmeister von 2014 an diesem nasskalten Vormittag in die Handy-Kameras, signiert Trikots – und hat dabei die Ruhe weg, wie schon zuvor am Spielfeldrand, wo er ruhig und besonnen und oft im direkten Dialog mit den Spielern seine Anweisungen gegeben hat. Würde man nicht wissen, dass der Mann mit dem roten Bayern-Käppi nach wie vor der erfolgreichste Torschütze der deutschen Nationalmannschaft ist (71 Treffer in 137 Länderspielen), er würde nicht auffallen. „Miroslav Klose ist total sympathisch, sehr höflich, sehr geerdet und im Gespräch, auch mit den Jugendlichen, sehr respektvoll“, sagt denn auch Mustafa Ünal, der U-17-Trainer der Kickers. „Er ist einfach total auf Augenhöhe.“ Respekt hat auch Laurenziu Biemel vor dem einstigen Weltstar gezeigt. „Es ist schon eine tolle Erfahrung, den mal so gesehen zu haben“, sagt der Kickers-Spieler.

Damals wie heute macht Klose keinen Hype um seine Person. Und dass er inzwischen statt in den großen Stadien nur noch auf kleinen Fußballplätzen wie in Degerloch seiner Arbeit nachgeht, findet er ganz selbstverständlich. „Ich habe selbst als Jugendspieler so angefangen, jetzt gehe ich als Trainer den Weg von unten nach oben“, sagt der Vater von Zwillingssöhnen. Jugendteams zu trainieren, das müsse sein, um den Job als Trainer wirklich begreifen zu können, ist er überzeugt. „Und dann sehen wir mal, wohin das führt“, sagt Klose. Früher oder später wolle er auf jeden Fall mal ein Team in der Bundesliga, der italienischen Serie A oder einer anderen Topliga trainieren.

Bis dahin dürfte aber noch etwas Zeit vergehen. Zeit, in denen Fans die Möglichkeit haben, mit dem einstigen Weltstar ungezwungen zu plaudern. Und in der manch ein anderer automatisch im Schatten steht. Warum am Samstag keiner ein Autogramm von Simon Jentzsch wollte? Der Torwarttrainer der jungen Bayern kann immerhin auch auf 274 Bundesliga-Einsätze blicken und stand 2004 sogar kurzzeitig ebenfalls im Nationalaufgebot.



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