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Donnerstag 13.07.17 15:30 Uhr|Autor: SHZ / sun354
Sie gewannen den Titel und stiegen dank der Erfolge in den Aufstiegsspielen in die Regionalliga auf : Die Frauen des SV Henstedt-Ulzburg II.

Turbulente Saison - SVHU II geht am Ende aber hoch

Ein Blick auf die SH-Liga-Saison der Frauen 2016/17

Es waren mitunter kuriose und auch schwierige Wochen, die die letzte Saison der Frauen-SH-Liga mit sich brachte. In Erinnerung bleibt da zum Beispiel der 18. Spieltag, als es zu gleich drei zweistelligen Siegen beziehungsweise Niederlagen kam und das Topduell TSV Ratekau gegen den SV Henstedt-Ulzburg II nach Verletzung einer HU-Spielerin abgebrochen wurde. Da wirkte das torlose Unentschieden zwischen dem Kieler MTV und dem TuRa Meldorf fast schon angenehm „langweilig“. 



In den letzten Wochen der Saison stabilisierte sich die Lage allerdings, sodass sich die Liga über den Aufstieg Henstedt-Ulzburgs in die Regionalliga Nord freuen durfte. Die abgelaufene Spielzeit bildet keine Ausnahme, die Erfolge und auch Misserfolge fielen auch in diesem Jahr unterschiedlich aus:

Sogar oder gerade für den Meister aus Henstedt-Ulzburg lief es in der Rückrunde alles andere als glatt. Nachdem das abgebrochene Spiel in Ratekau für die Ostholsteinerinnen gewertet wurde, ging auch das nachfolgende Duell nicht über die volle Distanz. Während dem Abbruch in Ratekau jedoch ein unglücklicher Unfall vorausging, traten in der Folgepartie von vornherein nur sieben Schönberger Spielerinnen an. Diese hielten knapp 25 Minuten durch, ehe sich eine weitere Akteurin verletzte und es zwangsweise zum Abbruch kam.

Trotz Wertung pro HU umso wichtiger für SVHU-Trainer Christian Pusch, dass im Anschluss die Nachholbegegnung bei Rot-Schwarz Kiel wieder ein normales Fußballspiel hervorbrachte: „Wir haben dort sehr glücklich gewonnen, aber im Nachhinein war das wahrscheinlich der Zeitpunkt, an dem wir noch einmal enger zusammengerückt sind.“


78 Mal Grund zur Freude, am Ende aber „nur“ Platz zwei: Die Spielerinnen des TSV Ratekau wurden Vizemeister.tj*

Dabei hatte eigentlich der TSV Ratekau in der Schlussphase der Saison die besseren Voraussetzungen auf seiner Seite. Doch Niederlagen in Meldorf und vor allem zu Hause gegen den Kieler MTV zerstörten den Traum, nach mehrfachen Verzichtserklärungen erstmals die Aufstiegsrunde zur Regionalliga wahrzunehmen. Unabhängig davon trug der TSV Ratekau zu einem spannenden Meisterschaftsrennen bei, zumal im Gegensatz zum Vorjahr die Topteams für die Regionalliga gemeldet hatten.

Dem Tabellendritten TSV Klausdorf wurden zu Saisonbeginn gute, wenn nicht gar beste Titelchancen eingeräumt. Doch das Trainerteam Timo Schiffer / Svenja Nefen konzentrierte sich zunächst ganz bewusst darauf, aus vielen guten Einzelspielerinnen (ein ganzer Block kam von Zweitligaabsteiger Holstein Kiel) ein homogenes Team zu formen. Der Anfang verlief dann tatsächlich schwierig, doch zum Ende der Hinrunde lief es zunehmend besser. Schon jetzt ist klar, dass Klausdorf in der kommenden Saison ganz oben auf der Favoritenliste stehen wird.

Auch in diesem Jahr war TuRa Meldorf wieder unter den fünf besten Mannschaften zu finden. Mit ein wenig mehr Konstanz wäre ohne Frage noch ein wenig mehr möglich gewesen, doch für Trainer Tim Dethlefs war ein Punkt wesentlich wichtiger: „Wir haben es wieder geschafft, talentierte Nachwuchsspielerinnen erfolgreich an den Frauenfußball heranzuführen.“

Stark begonnen, sehr stark nachgelassen und noch stärker zurückgekommen. So lässt sich der Saisonverlauf der SSG Rot-Schwarz Kiel zusammenfassen. Trainer Kim Liebert setzte all seine Hoffnungen auf die Rückrunde, zu der einige Rückkehrerinnen erwartet wurden. Und dann war da natürlich noch eine Anna Ihrens, der ein Wechsel innerhalb der Saison überhaupt nichts auszumachen schien. Schon zuvor in Schönberg 19 Mal ins Schwarze getroffen setzte sie mit 23 Toren in Kiel noch einen obendrauf.

Sehr zum Leidwesen des TSV Schönberg, der neben Ihrens auch Julia Sinjen (Holstein Kiel) zur Winterpause verlor. Hier lag ein Grund für vollkommen verkorkste Wochen mit dem unrühmlichen Spielabbruch in Henstedt-Ulzburg (zu wenige Spielerinnen) als negativem Höhepunkt. Doch Schönberg bekam die Kurve und brachte die Saison versöhnlich zu Ende. Spielertrainerin Julia Oberst betonte schon damals, dass sie und die Mannschaft nach dem vorzeitigen Klassenerhalt bereits voll auf das neue Jahr mit einem zum Teil neuen Gesicht konzentriere.

Als Aufsteiger war der VfB Schuby mit dem erreichten sechsten Platz sehr zufrieden. Phasenweise mischte die Mannschaft von Gerd Fröhlich und Nils Jürgensen sogar in der Spitzengruppe mit, doch das wurde von vornherein nur als Momentaufnahme gesehen. Jürgensen betonte mehrfach: „Wir haben in vielen Bereichen Fortschritte erzielt und wollen uns auch im kommenden Jahr weiterentwickeln.“

Für den SSC Hagen Ahrensburg war es die wohl schwierigste Saison der letzten Jahre. Angefangen mit dem erst zu Saisonbeginn geholten Trainer Bernd Genendsch, von dem sich die Mannschaft während der Winterpause eigenmächtig trennte und ebenso an der Abteilungsleitung vorbei Stefan Hanßen für sich gewann. Die Wogen glätteten sich, Hanßen und der reaktivierte Tristan Gollnest brachten das Team trotz weiterer Widrigkeiten durch die Saison. Gollnest bemängelte dabei immer wieder die fehlende Einstellung. Diese war im Endspurt aber wieder da. Und noch wichtiger: Entgegen aller Spekulationen bezüglich eines möglichen Rückzugs bleibt der SSC Hagen und damit ein Stück Tradition der Oberliga erhalten.

Dass sich der TSV Russee und der Kieler MTV zeitig ihrer Abstiegssorgen entledigen konnten, hatte der TSV dem starken Saisonbeginn und der MTV einem fulminanten Schlussspurt zu verdanken. Dem hatten der Eichholzer SV sowie der SV Neuenbrook/Rethwisch nicht genug entgegenzusetzen, sodass es für beide Mannschaften zurück in die Verbandsliga Süd geht. Der SVNR verfügte dabei immerhin über das Landespokalfinale bei Holstein Kiel als nicht zu geringes Trostpflaster.
 
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