„King“ Kinscher ebnet den Weg
Samstag 17.02.18 16:55 Uhr|Autor: Mirko Blahak 3.262
F: Krämer

„King“ Kinscher ebnet den Weg

Eintracht Trier schlägt den FSV Salmrohr im Derby mit 3:0 - UPDATE: Videostimmen von "Comebacker" Michael Dingels und Doppeltorschütze Dominik Kinscher
Fußball-Oberligist Eintracht Trier erhöht den Druck auf den Zweitplatzierten FK Pirmasens. Im Derby gegen den FSV Salmrohr gelang den Moselanern nach Anlaufschwierigkeiten ein am Ende souveräner 3:0-Erfolg.


Dass Dominik Kinscher eine gute Schusstechnik hat, ist bekannt. Zum Leidwesen seines Trainers Daniel Paulus wendet er sie aber (noch) zu selten an. Anders am Samstagnachmittag, als der 21-Jährige zweimal trocken abzog – und zweimal traf. Beim 1:0 in der 36. Minute schloss er noch etwas nüchtern flach ins Eck ab, beim 2:0 kurz vor der Pause dann traumhaft mit einem Schuss rechts oben ins Netz (43.).

fupa-Interview: Doppeltorschütze Dominik Kinscher über seine aufregenden 90 Minuten:

„King“ Kinscher ebnete nach einem äußerst zähen Start der Eintracht den Weg zu einem Pflichtsieg gegen den Tabellenletzten FSV Salmrohr, der vor der Pause keineswegs wie ein Schlusslicht auftrat. Die Salmtaler begannen mutig, und sie waren sehr präsent in den Zweikämpfen. Chancen mit Ausnahme eines harmlosen Freistoßes von Jakub Jarecki verbuchten die Gäste vor 1056 Zuschauern im Moselstadion aber nicht.

fupa-Interview: Nils Habscheid nach seinem ersten Spiel für den FSV von Beginn an:

Trier tat sich im Spielaufbau sehr schwer. Die Stürmer Alexander Biedermann und Kinscher hingen komplett in der Luft. Schon nach 19 Minuten ließ der sichtlich unzufriedene Paulus seine Offensivkräfte von der Bank warmlaufen.

Mit der Führung im Rücken gewann der SVE Sicherheit. Zur zweiten Halbzeit musste Trier wechseln. Für Josef Cinar (Oberschenkelprobleme) kam Michael Dingels zu seinem Saisondebüt.

fupa-Interview: So erlebte Michael Dingels sein Comeback:


Auch Salmrohr tauschte. Für Winterneuzugang Marco Michels stürmte fortan Anthony Ozoh.

Nach knapp einer Stunde schwächte sich der FSV, der nach der Pause nichts mehr zustande brachte, selbst: Rashid Eichhorn sah nach einer Notbremse gegen Kevin Heinz die Rote Karte – eine unstrittige Entscheidung. Spektakulär wurde es in der 71. Minute, als Gianluca Bohr einen Drehschuss des für den Doppeltorschützen Kinscher eingewechselten Tim Garnier auf der Linie klärte (71.).

Schon kurz danach war der Arbeitstag von Garnier beendet – zehn Minuten nach seiner Einwechslung sah er nach einem völlig unnötigen Foul an der Seitenlinie gegen Marco Unnerstall Rot - hart, aber vertretbar (73.).

Personell herrschte wieder Gleichheit, Tore schossen an diesem Nachmittag aber nur die Trierer. Biedermann, der in einigen Szenen in dieser Partie kein Land gesehen hatte, traf zum 3:0 für den SVE (78.) - aus kurzer Distanz, nach der zweiten Torvorlage von Diefenbach. Ein am Ende verdienter Sieg war eingetütet.

Hier geht´s zu den Video-Highlights:



Eintracht Trier: Popescu – Jacob, Maurer, Cinar (46. Dingels), Mabouba (78. Kahyaoglu) – Brandscheid, Fischer, Heinz, Diefenbach – Kinscher (63. Garnier) – Biedermann

FSV Salmrohr: Basquit – Abend, Dupré, Eichorn, Bohr – Jarecki, Bernard (60. Braun), N. Habscheid, T. Habscheid (69. Unnerstall) – Schädler, Michels (46. Ozoh)

Tore: 1:0 Kinscher (36.), 2:0 Kinscher (43.), 3:0 Biedermann (78.)

Schiedsrichter: Marco Christmann

Zuschauer: 1056

Rote Karten: Eichhorn (58., Notbremse), Garnier (73., grobes Foulspiel)

Stimmen zum Spiel:

Lars Schäfer, Trainer FSV Salmrohr: Bis zum 1:0 war ich sehr zufrieden mit meiner Mannschaft, trotz fehlender zwingender Torchancen. Der Rückstand hat uns aus der Bahn geworfen. In der zweiten Halbzeit hat mir die Gegenwehr gefehlt. Ich will nicht von Aufgeben sprechen, aber es sah aus, als  ob die Jungs nicht mehr an eine Wende geglaubt haben. Wir müssen die Köpfe nach oben nehmen. Jedes Spiel wird nun ein Endspiel.

Lars Schäfer im O-Ton:

Daniel Paulus, Trainer Eintracht Trier: In den ersten 20 Minuten war es ziemlich krampfhaft. In der zweiten Halbzeit haben wir dann richtig gut gespielt und viele Torchancen kreiert. Dabei müssen wir in manchen Szenen aber die Überzahl besser ausspielen. Wir müssen weiter hart arbeiten, auch an der Fitness. Ein erster Schritt ist gemacht.

Daniel Paulus im O-Ton:



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