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Mittwoch 23.08.17 21:40 Uhr|Autor: Volksfreund / volksfreund.de Mirko Blahak445
In dieser Szene ist Triers Jan Brandscheid am Boden. Doch mit zwei Toren hat er maßgeblich zum 3:2-Sieg in Jägersburg beigetragen. Foto: Sebastian Schwarz

Hinfallen, aufstehen, weitermachen

Eintracht Trier zeigt auch in Jägersburg Comeback-Qualitäten. Doch Trainer Daniel Paulus hebt mahnend den Finger.

Das nennt man Bruderliebe. Der bei den Stuttgarter Kickers derzeit wegen eines Faserrisses außer Gefecht gesetzte Ex-Eintrachtler Robin Garnier kam extra nach Homburg gereist, um seinen Bruder Tim anzufeuern. Gehüllt in dessen SVE-Trikot verfolgte er die Partie beim FSV Jägersburg im Eintracht-Block.

Auf dem Rasen zu Gesicht bekam er ihn ab der 66. Minute. Und wie! Tim Garnier und der zuvor ebenfalls eingewechselte Luca Sasso-Sant brachten bis dahin fehlende Dynamik und Unbekümmertheit ins Eintracht-Spiel. Trier wandelte einen 1:2-Rückstand noch in einen 3:2-Sieg um. Vor dem Ausgleich durch Athanasios Noutsos verlängerte Garnier den Ball per Kopf zu Vorlagengeber Sasso-Sant. Vor dem 3:2-Abstauber durch Jan Brandscheid drosch Garnier den Ball an die Latte.
Trier lag zweimal zurück und drohte nach dem 1:2 abgeschossen zu werden. Trotzdem stehen die nächsten drei Punkte auf dem Konto. Verrückt? "In dieser Saison kann man bei unserer Mannschaft immer an alles glauben", sagt Tim Garnier, dessen Matchwinner-Rolle Trainer Daniel Paulus prophezeit hatte: "Ich habe schon vor dem Anpfiff gesagt, dass die Einwechselspieler die Partie entscheiden werden. Luca und Tim haben das toll gemacht."

Die Ausschläge nach unten und oben sind beim SVE derzeit groß - Paulus ist bestrebt, dies auf ein Normalmaß zu stutzen: "Wir haben erst nach dem 2:2 den Fight richtig angenommen. Eigentlich waren wir schon komplett weg vom Fenster. Unsere Gegentorquote ist zu hoch. Damit bin ich absolut nicht einverstanden."

Zu spüren bekam das auf drastische Weise der griechische Flügelflitzer Georgios Lyras, der direkt nach dem 0:1, als sich Trier auskontern ließ, ausgewechselt wurde. Paulus: "Er muss verstehen, dass es hier nicht um Zirkus und Schnicki-Schnacki mit drei Übersteigern geht. Das war mal ein Denkzettel für ihn. Er bekommt weiterhin seine Chance, muss aber Gas geben."

Einer, der Gas gibt, ist Garnier - auch wenn’s derzeit stressig für den 19-Jährigen ist. Er hat eine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann begonnen, weshalb er momentan nicht alle Trainingseinheiten absolvieren kann. Das kompensiert er mit einem Schuss Extra-Motivation durch seinen Bruder Robin. Tim Garnier sagt: "Ich freue mich, wenn er da ist. Wenn er dann auch noch in meinem Trikot erscheint, ist das besonders schön für mich."

 
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