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Ligabericht

Geimer nimmt ganz genau Maß

TV Herkenrath siegt klar gegen das Schlusslicht — Befreiungsschlag für den SV Bergisch Gladbach 09

von KSTA-KR/ Elli Riesinger · 25.02.2018, 19:44 Uhr · 0 Leser
Der flinke Neuzugang Hamza Salman belebt das Angriffsspiel des TV Herkenrath.
Der flinke Neuzugang Hamza Salman belebt das Angriffsspiel des TV Herkenrath.

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Während der Tabellenführer FC Hennef beim 2:2 gegen BW Friesdorf erneut nicht dreifach punktet, setzt der TVH mit einem Kantersieg nun ein Zeichen, holt zwei Punkte auf den Primus auf. Einen ganz wichtigen und auch deutlichen Sieg feiert auch SV Bergisch Gladbach 09 beim starken Aufsteiger, gegen den es im Hinspiel nur ein 0:0 gab.

TV Herkenrath — SSV Merten 6:1 (3:1)

Die Zuschauer suchten sich einen Platz an der Sonne. Auf dieser frei gelegenen Anlage am Braunsberg pfiff ein eisiger Wind, gab es wenig Schutz für frierende Fans. Zu bewundern sind die Fußballer, die in kurzen Hosen ihr Tagwerk zu verrichten haben.

Mit der gleichen Aufstellung wie schon beim 1:1 im Nachholspiel gegen den VfL Vichttal begannen die Gastgeber. Schon nach zwei Minuten machte Keeper Kath schmerzliche Bekanntschaft mit dem gefrorenen Boden. Nach einem zu kurzen Rückpass musste der Schlussmann Kopf und Kragen riskieren, klärte vor seinem Strafraum per Fuß und wurde dabei gefoult.

In der 12. Minute zeigte der TVH eine interessante Freistoß-Variante. Antoski führte den Ball lang auf den pfeilschnellen Linksfuß Geimer aus. Dieser flankte scharf in den Strafraum. Rechtsverteidiger Flender scheiterte per Seitfallrückzieher. Der TV Herkenrath baute mächtig Druck auf der Gäste Tor auf, lief Angriff um Angriff. Doch war auch in der eigenen Defensive „verwundbar”. So tauchte in der 16. Minute Takahiro Higa völlig frei vor Andi Kath auf, scheiterte an diesem aus gerade einmal fünf Metern.

Nach 18 Minuten bewies Flender Übersicht, flankte auf den sträflich alleine gelassenen Geimer. Nach dessen scharfer Hereingabe verpasste Antoski das Ziel deutlich.

In der 19. Minute nahm Vincent Geimer ganz genau Maß. Sein Freistoß aus gut 25 Metern war von Yannik Bültena im Tor der Gäste nicht zu halten. Der Knoten war geplatzt, das deutlich bessere Team in Führung. Antoski erhöhte in der 21. Minute auf 2:0, ehe Higa verkürzen konnte. Doch noch vor dem Pausentee stellte Antoski mit seinem zweiten Treffer den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her.

Nach Wiederbeginn lief die Tormaschine des TVH wie geschmiert. Yoschua Grazina traf zum 4:1, Joshua Hauschke zum 5:1 und Benni Germerodt setzte den Schlusspunkt. Trainer Chris Burhenne war rundum zufrieden: „Das haben wir gut gemacht.” Wenn es überhaupt irgendetwas zu kritisieren gab, dann nur das: „Wir hatten trotz der sechs Tore noch etliche weitere Chancen, die wir jedoch leider nicht genutzt haben.”

TV Herkenrath: Kath, Germerodt, Heinen, Flender, Lo Iacono, Retterath, Salman (64. Mbiyavanga), Grazina (74. Hauschke), Antoski (79. Mentizis), Redjeb, Geimer - Trainer: Burhenne

SSV Merten: Bültena, Pauls, Krämer, Carell (72. Esamangua), Lokotsch, Hori, Maier (59. Halfen), Schell, Ebersbach, Higa, Tilch (52. Julian) - Trainer: Granatella - Trainer: Halfen

Schiedsrichter: Meier - Zuschauer: 120
Tore: 1:0 Geimer (19.), 2:0 Antoski (21.), 2:1 Higa (23.), 3:1 Antoski (45.), 4:1 Grazina (55.), 5:1 Hauschke (80.), 6:1 Germerodt (82.)



VfL Vichttal — SV Bergisch Gladbach 09 0:3 (0:2)

Wie ist das möglich? Nach der letzten Niederlage im Test gegen den SV Breinig nun dieser deutliche Sieg. Trainer Helge Hohl: „Wir haben nun unser wahres Gesicht gezeigt. Die Wahrheit liegt immer irgendwo in der Mitte. Wir haben in der ersten Hälfte dominiert, keine Chance des VfL zugelassen und hoch verdient geführt.”

Diese gut gestaffelte Abwehr des Aufsteigers, die noch am Donnerstag dem TV Herkenrath das Leben schwer machte, konnten die Gäste schon vor der Pause zweimal überwinden. Zunächst traf Claudio Heider in der 25. Minute nach einem abgefälschten Freistoß. Dann setzte Daniel Isken den Ball aus gut 30 Metern in die Maschen. Hohl: „Wir haben die schwierigen Bälle rein gemacht, klarere Chancen nicht genutzt.” So hatte Patrick Hill zweimal ein Tor auf dem Schlappen.

Nach Wiederbeginn kam der VfL mit Wut im Bauch aus der Kabine, baute Druck auf, kam zu Chancen nach Standards. Helge Hohl: „In dieser Phase kam von uns zu wenig.” Schließlich war es ein Konter, der die Entscheidung brachte. Ajet Shabani spielte nach einem Ballgewinn Daniel Isken in den Lauf und dieser setzte quasi „den Knockout” in der 80. Minute. „Danach gab sich der VfL auf, ist das Spiel verflacht”, so der 09-Coach, der sich „freut über unsere Entschlossenheit, unser Tor zu verteidigen, und dass die Mühen unserer jungen Mannschaft mit drei Punkten belohnt wurden.”

VfL Vichttal: Stehling, Abdullah, Badidila, Evertz, Weitz, Schnier (62. Simoes Ribeiro), Gerhards, Yilmaz (76. Lenzen), Taher, Avdija, Iskra (53. Evertz) - Trainer: Avramovic - Trainer: Kasten

SV Bergisch Gladbach 09: Cebulla, Mc Cormick, Weis, Özdemir, Steiger, Pala, Shabani, Isken (88. Ayadi), Heider (81. Schlösser), Hill, Wendel - Trainer: Hohl

Schiedsrichter: Bonczek (Bonn) - Zuschauer: 150
Tore: 0:1 Heider (25.), 0:2 Isken (45.), 0:3 Isken (80.)