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Sonntag 08.10.17 15:00 Uhr|Autor: Volker Buch700
Gedoppelt: Waldalgesheims Jan Förstel (Mitte) wird von den Alzeyern Dzeniz Dzaferi (links) und Kevin Boos gestoppt. Foto: Edgar Daudistel

Nach vorne fehlt der Mut

Alemannia Waldalgesheim unterliegt Aufsteiger RWO Alzey 1:2 +++ Walther erneut verletzt

Waldalgesheim. Es ist immer bitter, wenn man als Fußballer auf eigenem Platz zuschauen muss, wie der Gegner sein Siegestänzchen aufführt. Ganz besonders bitter aber war das für den Verbandsligisten Alemannia Waldalgesheim nach dem 1:2 (0:0) gegen RWO Alzey. Warum? Weil bei den Platzherren kaum mal ein Rädchen ins andere griff. „Das war Alibi-Fußball“, schimpfte Alemannia Kapitän Marcel Fennel.



 In der Tat lief bei ersatzgeschwächten Waldalgesheimern gegen ebenso ersatzgeschwächte Gäste wenig zusammen. Trainer Patrick Joerg sollte hinterher vor allem bemängeln, dass nach Ballgewinnen der Mut nach vorne gefehlt habe. „Wir haben es bei unseren Umschaltaktionen nicht gut gemacht“, befand der Coach völlig zu Recht: „Da hat die Übersicht gefehlt, viele Pässe kamen nicht an.“

Den Alzeyern reichte dagegen eine solide Leistung, um drei Punkte von der Waldstraße zu entführen. Der Aufsteiger besaß auch die ersten Chancen. Christian Hahn zwang Alemannia-Keeper Pasquale Patria zu einer Glanzparade (8.). Dann verfehlte Dzenis Dzaferi knapp. Auf der Gegenseite streifte ein Freistoß von Patrick Walther die Alzeyer Latte. Danach musste der Routinier verletzt runter. „Der Muskel hat zugemacht“, ärgerte sich der 29-Jährige über die neuerliche Blessur.

Derweil hatten die Gäste zwei Minuten vor der Pause Glück, dass der Schiedsrichter nach einem Schubser an Waldalgesheims Stürmer Timo Riemer nicht auf Elfmeter entschied.

Auch nach der Pause wurde vornehmlich mit Langholz gearbeitet. Und es war kein Zufall, dass die Führung der Gäste durch ein Zufallsprodukt zustande kam. Fennel klärte per Kopf genau auf den Schädel von Christian Hahn, der das 0:1 besorgte. Und es kam noch dicker für die Platzherren. Eine Minute später ließen sie sich nach allen Regeln der Kunst auskontern. Hahn quer auf Manuel Helmlinger 0:2. „Wie in der A-Klasse“, schimpfte Pasquale Patria mit seinen Vorderleuten. Doch die wollten sich nicht geschlagen gegen. Joerg reagierte, brachte mit Nils Balder und Marcel Heeg neue Leute und beorderte Marcel Fennel nach vorn. Dessen Kopfballvorlage erlief Balder, umkurvte RWO-Keeper Jens Maass und lochte aus spitzem Winkel ein (81.). Wiederum eine Minute später eine erneute Kopfballvorlage von Fennel auf Timo Riemer, doch der vergab aus sechs Metern freistehend. Gemessen an den Chancen wäre der Ausgleich allerdings nicht verdient gewesen. „Wir konnten Alzey nicht richtig unter Druck setzen und haben offensiv diesmal kaum stattgefunden“, befand Waldalgesheims Außenverteidiger Jan Förstel.

Während der bediente Kapitän Fennel mit dem Kopf schüttelte: „Wir kommen einfach nicht aus dem Quark und müssen den Blick durchaus nach unten richten.“ Trainer Patrick Joerg weiß natürlich auch, dass die Ergebnisse gerade nicht zu den Ambitionen passen. Doch es gebe keinen Grund, alles in Frage zu stellen. Der Coach verweist dabei mit Recht auf die Ausfallliste: „Ich würde mich freuen, wenn endlich mal wieder der ein oder andere Verletzte zurückkommen würde.“

Alemannia Waldalgesheim: Patria Gänz, Braun, Fennel, Förstel Breier, Walther (26- Oztürk/73. Heeg), Haas, Schmidt (73. Balder) Riemer, Ludwig.

RWO Alzey: Maas Raab, Hornung, Boos, Fischer Schumann, Bullinger Unckrich, Dzaferi (90. Kinsvater), Hahn Helmlinger.

Schiedsrichter: Breuer (Buhlenberg).

Zuschauer: 314.

Tore: 0:1 Hahn (66.), 0:2 Helmlinger (67.), 1:2 Balder (81.).

 
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