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Sonntag 14.05.17 21:45 Uhr|Autor: Andreas Scherer485
Die Alemannia kann am letzten Spieltag den vierten Tabellenplatz nicht mehr erreichen.F: Wolff

Ein Wechselbad der Gefühle

Waldalgesheim verschenkt Sieg in Herschberg +++ Lange Unterbrechung durch Gewitter

Herschberg. Das 2:2 des SV Alemannia Waldalgesheim in der Fußball-Verbandsliga-Partie beim SV Herschberg war ein Wechselbad der Gefühle. Früh in Führung gegangen, Chancen bis zur Pause in Hülle und Fülle: „Da hätte es gut und gerne auch 3:0 oder 4:0 stehen können“, so Alemannia-Trainer Patrick Joerg; der völlig unnötige Ausgleich kurz nach der Pause aufgrund eines Abstimmungsfehlers in der Abwehr, dann wieder in Front gelegen, um am Schluss doch noch das Unentschieden hinnehmen zu müssen.



Ein Wechselbad war die Partie auch in anderer Hinsicht. Kurz vor der Pause zog ein Unwetter auf, es begann zu regnen und letztlich zwang ein Gewitter Schiedsrichter Manuel Brell zu einer Unterbrechung von 45 Minuten. Aber letztlich waren sich alle Beteiligten einig, „dass wir die Partie zu Ende spielen. Für beide Vereine ging es um nichts mehr, und es hätte keinen Sinn gemacht, unter der Woche noch mal nach Herschberg fahren zu müssen“, so Patrick Joerg.

Zunächst schien im letzten Auswärtsspiel für die Waldalgesheimer alles nach Plan zu laufen: Konstantin Sawin sorgte nach einem von Arlind Mulaj durchgesteckten Ball in der fünften Minute für die frühe Führung. Danach steuerten Mulaj und Sawin jeweils frei auf Torwart Jan Maurer zu und hätten den Vorsprung ausbauen können. Auch Patrick Walther und Vincenzo Bilotta verzeichneten gute, aber erfolglose Abschlüsse. Dann setzte der große Regen ein.

Kurz nach der Pause kam Herschberg, das sich vor seinem letzten Heimspiel von vielen zum Saisonende wechselnden Spielern verabschiedet hatte, durch Heraldo Jorin (46.) nach einem verspringenden Ball in den Strafraum zum Ausgleich. Und danach folgten 25 Minuten, in denen die Gastgeber mehr vom Spiel hatten. Nach dem erneuten Führungstreffer des eingewechselten Timo Riemer (78.) und zwei Aluminiumtreffern von Marcel Fennel und Sawin schien sich das Blatt wieder zugunsten des SVA gewendet zu haben. Doch einen strittigen Foulelfmeter (Joerg: „Daniel Braun hat klar zuerst den Ball gespielt“) verwandelte Dennie Schmidt schließlich zum unter Strich für Herschberg glücklichen 2:2-Endstand.

Die Alemannia kann am letzten Spieltag den vierten Tabellenplatz nicht mehr erreichen. Der FC Speyer hat nach dem 3:0-Sieg in Winnweiler vier Punkte Vorsprung. Waldalgesheim erwartet den Tabellensiebten Jahn Zeiskam sicherlich auch kein Selbstläufer.

Alemannia Waldalgesheim: Schneider Breier, Braun, Fennel, Schmidt Mulaj (70. Balder), Schuck, Ludwig (50. Riemer), Bilotta Walther Sawin.



 
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