Start im Amateurfußball: Desch hofft auf August
Donnerstag 02.07.20 17:02 Uhr|Autor: Mirko Blahak 2.202
Foto: Volkhard Patten

Start im Amateurfußball: Desch hofft auf August

Wann beginnt in den unteren Ligen die neue Saison? Der Präsident des Fußballverbands Rheinland überrascht mit einer Ankündigung. Neuigkeiten gibt’s auch zum Rheinlandpokal und zu den Kreispokal-Wettbewerben. 

Von diesem Datum haben die meisten Kreisliga-Fußballer bisher nur zu träumen gewagt. Aber geht es nach dem Präsidenten des Fußballverbands Rheinland, Walter Desch, könnte die neue Saison in den Spielklassen von der Rheinlandliga abwärts trotz aller Corona-Unwägbarkeiten Mitte August beginnen – also (fast) wie sonst auch. Bislang galt der September schon als das Höchste der Gefühle.

Desch beruft sich in seiner Hoffnung auf Signale aus dem für den Sport zuständigen rheinland-pfälzischen Innenministerium. Demnach solle zeitnah an einer Verordnung gearbeitet werden, die auch im Fußball demnächst wieder Wettbewerbsspiele erlaubt – sofern von den Vereinen entsprechende Hygienekonzepte vorgelegt und eingehalten sowie Dokumentationspflichten bei Teilnehmern und möglichen Zuschauern erfüllt werden.

Laut Desch werde bis Mitte Juli eine Entscheidung fallen: „Sollte der August-Termin nicht zu halten sein, wären wir auch mit Anfang September zufrieden.“ Dem Verbandspräsidenten ist bewusst, dass alle Überlegungen unter einem Vorbehalt stehen: „Es darf keine zweite Corona-Welle oder lokale Rückfälle geben.“

Für die Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar hätte eine rasche Landeserlaubnis derweil keine direkte Auswirkung, da auch das Saarland einzubinden ist. Realistisch gilt für die Oberliga weiterhin ein Saisonstart im September.

Derweil soll der noch nicht zu Ende gespielte Rheinlandpokal-Wettbewerb der vorigen Saison „mit aller Macht“ (Desch) zu Ende gebracht werden, um auf sportlichem Weg einen Teilnehmer für den nächsten DFB-Pokal benennen zu können.

Zu absolvieren sind noch die beiden Halbfinals (FC Karbach - Rot-Weiß Koblenz, FV Engers - Spfr. Eisbachtal) und das Endspiel. Angedacht ist, die Vorschlussrunde eventuell am 8. oder 15. August anzusetzen – und das Finale am 22. August.

Doch es gibt offene Fragen: Wie viele Zuschauer könnten auf den Plätzen in Karbach und Engers zugelassen werden? Wahrscheinlich nicht mehr als 200. Und kann das Finale wie geplant im Koblenzer Stadion Oberwerth (vor vielleicht 1000 Zuschauern?) ausgetragen werden? Grund: Der Rasen muss ausgetauscht werden. Ob der neue Untergrund so schnell bespielbar sein wird, ist offen. Als Alternative brachte Desch bereits das Apollinarisstadion in Bad Neuenahr-Ahrweiler ins Gespräch.

Nach Auskunft des Verbandspräsidenten sollen auch die noch ausstehenden Partien im Frauen-Rheinlandpokal sowie in den Jugend-Verbandspokal-Wettbewerben über die Bühne gebracht werden. Gleiches gilt für die noch nicht beendeten Kreispokal-Wettbewerbe. Ein Grund: Auch in diesen Wettbewerben geht es durch Sponsoreneinnahmen um Geld. Desch: „Die Spiele auf Kreisebene könnten theoretisch bis in den Oktober hinein ausgetragen werden.“ Einen Starttermin für den Rheinlandpokal 2020/21 gebe es noch nicht.

Nach Auskunft von Desch ist auch der Fußballverband als Dienstleister finanziell von der Corona-Krise betroffen. Verluste, die sich bislang auf rund 450 000 Euro beziffern ließen, könnten durch Rücklagen aufgefangen werden. Desch: „Wir werden nach derzeitigem Stand nicht in Insolvenzgefahr geraten.“



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