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Spielbericht

Breinig erzwingt das Siegtor in der Nachspielzeit

Der Mittellrheinligist gleicht zwei Mal einen Rückstand aus und besiegt Merten mit 3:2. Burlet: „Die Jungs wollten nicht verlieren.“

von rau | AZ/AN · 03.06.2019, 16:00 Uhr · 0 Leser
Schießt Breinig mit dem Ausgleich zurück ins Spiel:Christos Draganidis trifft zum 1:1. Foto: Kurt Bauer
Schießt Breinig mit dem Ausgleich zurück ins Spiel:Christos Draganidis trifft zum 1:1. Foto: Kurt Bauer

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Da geriet selbst der Coach ins Schwitzen, und das lag nicht allein an den hochsommerlichen Temperaturen. Michael Burlet erlebte gestern ein Wechselbad der Gefühle und durfte zum Schluss mit seinem Team jubeln. Der SV Breinig schlug den SSV Merten mit 3:2 (0:1), der damit vor dem Abstieg aus der Fußball-Mittelrheinliga steht.
SV Breinig - SSV Merten 3:2

„Es war ein Sommerkick angesichts dieser Temperaturen. Trotzdem haben die Jungs ihr Bestes gegeben“, berichtete der Breiniger Coach, dessen Team in der ersten Hälfte etwas mehr vom Spiel und auch einige gute Chancen hatte. „Die Bälle gingen jedoch jeweils knapp vorbei“, so Burlet. Kurz vor der Pause wurde ein Ball am Sechzehner nicht energisch genug abgewehrt und Kohsuke Tsude (41.) traf zum 1:0 für die Gäste ins lange Eck.

„Das hat uns bei den Temperaturen richtig getroffen“, so Burlet, der aber mit Freude sah, dass sich sein Team nach der Pause anders aufstellte und schneller agierte. „Die Einstellung stimmte, das hat man gemerkt, die Jungs wollten nicht verlieren.“ Christos Draganidis (73.) glich aus, doch nach einem Konter geriet Breinig erneut in Rückstand: Gordon Latz (79.) traf zum 2:1.

„In dem Moment war ich mir nicht zu 100 Prozent sicher, ob wir das noch einmal schaffen würden“, gestand Burlet ehrlich ein. Mit drei Wechseln brachte er frische Leute und frischen Wind ins Spiel: Und der eingewechselte Tim Wilden (83.) bedankte sich mit einem Tor aus der Drehung zum 2:2.

„Danach wurde es wild.“ Burlet verfolgte, wie seine Mannschaft aufdrehte. „Sie hat auf ,Alles oder Nichts’ gespielt, wollte das Spiel auf Teufel komm raus noch gewinnen.“ Und das gelang: Ein Schuss von Draganidis konnte noch abgewehrt werden. Der Ball titschte auf, und Nico Dautzenberg (90.+3) drückte das Spielgerät per Kopf noch zum 3:2-Sieg über die Linie. „Das Tor in der Nachspielzeit war etwas glücklich, wir sind belohnt worden, obwohl wir einmal nicht so gut gespielt haben“, freute sich Burlet.

Martin Schieren (TuS Hilfarth) - Zuschauer: 120
Tore: 0:1 Kohsuke Tsuda (41.), 1:1 Christos Draganidis (71.), 1:2 Gordon Latz (80.), 2:2 Tim Wilden (81.), 3:2 Nico Dautzenberg (90.+1)