SG Sonnenhof: Nächster Schritt aus dem Tabellenkeller
Mittwoch 13.01.21 06:00 Uhr|Autor: Backnanger Kreiszeitung / Steffen Grün350
Jonas Meiser (links) erzielte zwei Treffer für die Großaspacher. Foto: Pressefoto Eibner

SG Sonnenhof: Nächster Schritt aus dem Tabellenkeller

Zweites Spiel im neuen Jahr, zweiter Sieg, zum zweiten Mal zu null: Mit dem 3:0 beim TSV Schott Mainz bestätigt die SG Sonnenhof Großaspach ihren Aufwärtstrend.
ie Fußballer aus dem Fautenhau mussten in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt ohne ihren Kapitän auskommen. Anders als noch tags zuvor vermutet, war Julian Leist seine Oberschenkelprobleme doch nicht komplett losgeworden. Den Platz des 32-jährigen Abwehrchefs hätte wie schon nach seiner frühen Auswechslung beim 2:0-Erfolg in Kassel am vergangenen Samstag eigentlich Özgür Özdemir einnehmen sollen, doch der 26-Jährige hatte Pech: Er geriet auf dem Weg zum Treffpunkt in Großaspach in eine Vollsperrung, verpasste sowohl die Besprechung als auch die Abfahrt mit dem Mannschaftsbus und düste den Kollegen im Auto des Physiotherapeuten hinterher.


Als Özgür Özdemir eine knappe Stunde vor dem Anpfiff in Mainz eintrudelte, hatte sich der Trainer bereits dazu entschlossen, einem Talent sein Vertrauen zu schenken. Vincent Sadler rückte in die Startelf, das 19-jährige Eigengewächs bildete mit Routinier Kai Gehring die Innenverteidigung. „Er macht in den letzten Wochen einen guten Job“, begründete Hans-Jürgen Boysen seinen Entschluss und sah sich im Anschluss an die Partie vollauf bestätigt: „Er hat seine Aufstellung gerechtfertigt.“

FOTOS TSV Schott Mainz - SG Sonnenhof Großaspach


Sadler für Leist – abgesehen von dieser verletzungsbedingten Rochade nahm der SG-Coach keine weiteren Veränderungen vor. Die Partie war noch keine 120 Sekunden alt, als der Absteiger aus der Dritten Liga bei dem Aufsteiger aus der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar mit 1:0 in Führung ging. Nach einer Hereingabe von Dominik Widemann von der rechten Seite schirmte Marvin Cuni den Ball gut ab und spielte ihn dann noch einmal auf den Flügel. Die Flanke von Sebastian Schiek wollte ein Mainzer aus der Gefahrenzone befördern, doch er baute stattdessen einen kapitalen Bock. Der Nutznießer war Jonas Meiser: Der 22-Jährige drehte sich einmal um die eigene Achse und brachte die Kugel aus gut fünf Metern im Kasten unter. Boysen freute sich darüber, dass sich seine Truppe ab der ersten Minute hellwach präsentiert hatte, denn „das war nicht immer so. Wir haben die Anfangsphasen in dieser Saison des Öfteren verschlafen und sind dann einem Rückstand hinterhergelaufen“.

Dieses Mal war es also der Kontrahent, der einen frühen Nackenschlag verdauen musste. Es gelang den Mainzern nicht so richtig, vielmehr blieb Großaspach weiter am Drücker. Schiek zirkelte in der fünften Minute die nächste Flanke in die Mitte, am langen Pfosten verpasste Cuni das Leder nur um Zentimeter. In der elften Minute probierte es Andreas Ivan mit einem Schuss aus halblinker Position, doch Keeper Tim Hansen war auf dem Posten. Die Gäste überzeugten mit gefälligen Kombinationen, nach gut 20 Minuten erlebten sie allerdings eine Schrecksekunde. Gehrings Rückpass zu Torwart David Nreca-Bisinger geriet zu kurz, somit konnte sich Janek Ripplinger die Kugel schnappen. Er versuchte es mit einem Querpass, fand jedoch keinen Abnehmer. Es war die einzige echt brenzlige Situation, die Großaspach in der ersten Halbzeit zu überstehen hatte. Auf der anderen Seite hätte Cuni auf 2:0 erhöhen können, doch der Mittelstürmer drosch die Kugel nach einer schönen Ballstafette aus 14 Metern über die Latte (25. Minute). Ivan brachte den Ball kurz vor dem Pausenpfiff zwar aufs Tor, doch sein Schuss war zu unplatziert und stellte den Keeper deshalb vor kein großes Problem.

Nach dem Wiederanpfiff war es erneut Ivan, der die erste Möglichkeit für die SG hatte, doch das 2:0 ging auf das Konto eines Teamkollegen. Jonas Meiser registrierte in der 53. Minute wohl ganz genau, dass der Mainzer Schlussmann etwas zu weit vor seinem Kasten stand und packte einen herrlichen Schlenzer aus. Der Ball segelte ins rechte Eck, der Aspacher Offensivspieler hatte einen Doppelpack geschnürt.

Mit ihrem 2:0 waren die Schwaben auf die Siegerstraße eingebogen, doch um die letzten Zweifel am nächsten Dreier auszuräumen, brauchte es ein drittes Tor. In der 63. Minute versuchte es Joel Gerezgiher mit einem Freistoß aus 18 Metern, der Keeper tauchte aber ins bedrohte Eck ab und hielt sein Team im Spiel. Den Sack machte die SG erst in der 82. Minute zu. Dieses Mal leitete Meiser den Treffer mit dem Zuspiel auf Ivan ein. Der steckte die Kugel zu Cuni durch, der Angreifer zeigte sich im Abschluss eiskalt. Ein trockener Flachschuss brachte das verdiente 3:0.

„Der Sieg hätte noch höher ausfallen können“, betonte Boysen, wollte dies aber keineswegs als Kritik verstanden wissen. „Das Spiel hat gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind“, ergänzte Aspachs Trainer, „so kann es weitergehen“. Im Idealfall bereits am Samstag um 14 Uhr beim SV Elversberg, wobei Boysen um die Schwere der Aufgabe weiß. „Das ist ein Kandidat für ganz vorne“, sagt der 63-Jährige über den nächsten Rivalen, traut seiner Truppe aber trotzdem etwas Zählbares zu.
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