Aufsteiger Delbrück zerlegt Absteiger Bad Lippspringe
Donnerstag 24.10.19 23:00 Uhr|Autor: Rene Wenzel 3.502
Der Delbrücker SC schießt den BV Bad Lippspringe ab. Foto: Lukas Rogala

Aufsteiger Delbrück zerlegt Absteiger Bad Lippspringe

Bezirksliga, Staffel 3: Braune-Elf feiert 7:0-Sieg gegen den Ex-Landesligisten. Neuenbeken verpasst den Sprung an die Spitze. Dringenberg holt wichtigen Dreier.

Der Delbrücker SC II setzt ein Ausrufezeichen in der Bezirksliga, Staffel 3. Der Aufsteiger lässt dem Absteiger BV Bad Lippspringe überhaupt keine Chance und schießt das Team mit 7:0 ab. Enttäuscht ist der SCV Neuenbeken über das 2:2-Remis gegen die SG Hiddesen-Heidenoldendorf. Beim SV Dringenberg ist hingegen der Knoten geplatz.




FC Blau-Weiß Weser - VfR Borgentreich 1:0
Als alle schon mit einem Remis rechneten, haute Weser-Torjäger Stefan Lübke nochmal einen raus. Sein Linksschuss aus der Distanz senkte sich noch in den Kasten. Und das in Unterzahl. FCW-Trainer Marcus Menzel war natürlich zufrieden mit dem Ergebnis. „Wir wollten uns nach dem Platzverweis nicht nur hinten reinstellen. Wir hatten die besseren Chancen als Borgentreich und haben daher auch den Sieg verdient eingefahren. Dieser Dreier war mit Blick auf die kommenden Wochen ganz wichtig.“ Bei den Gästen war die Enttäuschung natürlich groß. Borgentreich spielte auf die drei Punkte, investierte dafür aber über weite Strecken zu wenig. „Wir standen in der ersten Hälfte sehr defensiv und haben nach der Pause offensiv mehr gemacht. Wir waren in einer Phase am Drücker und hatten Chancen auf den ersten Treffer. Uns hat die Cleverness und Aggressivität gefehlt“, resümierte VfR-Coach Frank Kleine-Horst.


Schiedsrichter: Tim Feldmann (Altenbeken) - Zuschauer: 100
Tore: 1:0 Stefan Lübke (87.)
Platzverweise: Gelb-Rot gegen Fabian Bickmeier (76./FC Blau-Weiß Weser/Wiederholtes Foulspiel)

GALERIE FC Blau-Weiß Weser - VfR Borgentreich


FC Blau-Weiß Weser - VfR Borgentreich
Bezirksliga St. 3 19/20 | 1.520

SV Blau Weiß Atteln - Grün-Weiß Anreppen 4:0
„Das war ein völlig verdienter Sieg, auch in der Höhe. Das Ergebnis hätte noch deutlicher ausfallen müssen – das war schon fast Chancenwucher. Aber das ist dann auch jammern auf hohem Niveau. Wir waren dominant und haben dem Gegner keine Chance gelassen. In der Summe sind wir sehr zufrieden mit Auftritt und der Leistung. Das war fast schon ein Klassenunterschied“, sagte Attelns Trainer Frank Ewert. Die Hausherren führten bereits nach 32 Minuten mit 2:0 und bauten den Vorsprung in den Schlussminuten aus. Gäste-Coach Werner Linnenbrink regte sich besonders über die Platzverhältnisse auf und schickte der Redaktion auch noch ein Foto vom Geläuf. Er meinte: „So einen katastrophalen Untergrund habe ich in meiner Fußball-Zeit noch nie gesehen. Natürlich muss Atteln auch darauf spielen. Aber ich habe für so etwas keine Worte.“ Zum Spiel sagte Linnenbrink, dass es eine „verdiente Niederlage“ gewesen sei. „Wir haben uns teuer verkauft. Die Wucht und der Wille von Atteln war einfach größer.“


Schiedsrichter: Lisa Glowatzki - Zuschauer: 70
Tore: 1:0 Marius Köhler (15.), 2:0 Dennis Makosch (31.), 3:0 Niklas Weber (79.), 4:0 Timo Becker (83.)

Der Platz in Atteln.

Der Platz in Atteln. Foto: SV GW Anreppen.

Post TSV Detmold - TSC Steinheim 4:1
Wie im Vorfeld erwartet holten sich die Hausherren gegen das Schlusslicht den Dreier. Post-Coach Ralf Brockmann zeigte sich trotz des Sieges nicht ganz zufrieden: „Wir hatten uns mehr vorgenommen. Wir haben die Chancen fahrlässig vergeben und so die Steinheimer lange im Spiel gehalten. Ich hatte mir mehr Zielstrebigkeit gewünscht. Man sieht, dass wir noch leicht verunsichert sind. Aber ich denke, dass wir auf einem guten Weg sind.“ Die Detmolder machten eigentlich schon nach 54 Minuten mit dem 3:0 den Sieg klar. Steinheim kam zwar nochmal zurück, entwickelte aber keinen Druck auf den Anschlusstreffer. Das 4:1 beseitigte alle Hoffnungen bei den Gästen. Interimstrainer Tuncay Aydin meinte: „Wir waren personell sehr angeschlagen und haben gut mitgehalten. Kämpferisch war die Leistung nicht schlecht. Mit ein bisschen Glück hätten wir ein besseres Ergebnis erzielt.“


Schiedsrichter: Nexhat Behrami (TuS Valmetal) - Zuschauer: 120
Tore: 1:0 Anton Günter (20.), 2:0 Mamadou Diallo (46.), 3:0 Fynn Luca Vollmer (53.), 3:1 Muhammed Bozkurt (74. Foulelfmeter), 4:1 Marco Rüskaup (84.)
Besondere Vorkommnisse: Robert Fiorilli (Post TSV Detmold) scheitert mit Handelfmeter an Torwart Sven Assmann (28.)



Delbrücker SC II - BV Bad Lippspringe 7:0
Die Gäste wurden vom Aufsteiger richtig vorgeführt. Besonders Phillip Noah Mersch überzeugte mit vier Treffern. Die DSC-Reserve hätte sogar noch deutlicher gewinnen können. „Wir haben einen Galaauftritt hingelegt und auch in der Höhe verdient gewonnen. Wir waren über 90 Minuten griffig in den Zweikämpfen und haben mit sehr gutem Tempo agiert. Nach dem 4:0 haben wir vor Spielfreude gestrotzt und zahlreiche Torchancen rausgespielt, von denen wir drei zu einem rundum gelungenen Auftritt in Zählbares verwerten konnten“, fasste DJK-Coach Benjamin Braune den furiosen Sieg zusammen. BVL-Trainer Tobias Tschernik fand nach dem Spiel deutliche Worte: „Dieser Auftritt heute war einer Mannschaft, die das Trikot des BVL trägt, nicht würdig. Wir haben uns von der ersten Minute an nicht gewehrt und können froh sein das wir nicht höher verloren haben. Ich übernehme als Trainer die volle Verantwortung für diesen Auftritt. Intern wird es meine Aufgabe sein, bis Sonntag die Gründe für solch ein Spiel zu finden.“


Schiedsrichter: Jessica Hildebrandt - Zuschauer: 75
Tore: 1:0 Phillip Noah Mersch (26.), 2:0 Abdul Rasheed Saad (30.), 3:0 Phillip Noah Mersch (31.), 4:0 Phillip Noah Mersch (46.), 5:0 Bager Ogan (52.), 6:0 Jonas Aydin (65.), 7:0 Phillip Noah Mersch (90.+1)


Delbrücker SC II - BV Bad Lippspringe
Bezirksliga St. 3 19/20 | 3.524

TuRa Elsen - RSV Barntrup 1:4
Wir haben bis zur 65. Minute ein ordentliches Spiel gemacht. Da war sehr viel Tempo und Aggressivität mit drin. Bei uns gingen nach dem 1:2 die Köpfe runter. Aber meiner Mannschaft kann ich keinen großen Vorwurf machen. Wir stoßen aktuell an Grenzen und alles läuft etwas gegen uns“, sagte TuRa-Trainer Andreas Hagenbrock. Besonders bitter in dieser Partie war die frühe Verletzung von Kapitän Sebastian Neubert. Es passte zudem ins Bild, dass zwei Spieler kurz vor der Partie mit Grippe absagen mussten. Barntrup drehte die Partie mit einem Doppelschlag durch Kieren Lennard Mc Carthy. RSV-Coach Daniel Barbarito berichtete: „Ich hatte vor dem Spiel beim Aufwärmen ein schlechtes Bauchgefühl. Aber wir hatten Elsen gut im Griff. Nach dem 1:0 sind wir schnell zurückgekommen. Unterm Strich ist es ein völlig verdienter Sieg, wenn auch vielleicht ein Tor zu hoch. Es hat Spaß gemacht zuzuschauen. Wenn Elsen so weitermacht, werden die nicht absteigen – sie haben uns alles abverlangt.“


Schiedsrichter: Sven Jedreizak (SuS Sichtig.) - Zuschauer: 80
Tore: 1:0 Jan Giesguth (59.), 1:3 Leon Baumeister (73.), 1:4 Kevin Elsner (87.)

SCV Neuenbeken - SG Hiddesen-Heidenoldendorf 2:2
Miguel Jan Soylu rettete den Hausherren gegen seinen Heimatverein immerhin noch einen Punkt gegen den Aufsteiger. „Wir sind super ins Spiel gekommen und richtig dominant aufgetreten. Nach dem 1:2 waren wir aber etwas geknickt, haben uns aber noch vor der Pause wieder gefangen. In der zweiten Hälfte waren es 40 Minuten absolutes Powerplay mit ganz viel Leidenschaft – die Jungs haben alles rausgehauen. Leider haben wir uns am Ende nicht belohnt“, meinte SCV-Trainer Marco Cirrincione. Die Hausherren ärgerten sich über einen nichtgegebenen Treffer. Der Ball war laut Schiedsrichter Alexander Asabin vor dem vermeintlichen 3:2 durch Soylu im Aus. „Für uns ist das Ergebnis schon sehr enttäuschend, da wir über 70 Minuten ein gutes Spiel gemacht haben. Aber auch Hiddesen-Heidenoldendorf hat läuferisch und kämpferisch alles rausgehauen“, meinte Cirrincione. Und für diesen Einsatz gab´s lobende Worte von SG-Trainer Markus Rüschenpöhler: „Es war gar nicht mal so unverdient. Natürlich hatte Neuenbeken mehr Ballbesitz, es gab aber Chancen auf beiden Seiten. Wir haben nach dem 0:1 ein richtig gutes Spiel in der ersten Hälfte gemacht. Nach der Pause war klar, dass Neuenbeken den Druck erhöht. Wir hatten noch einen Lattentreffer und haben es im Umschaltspiel zu hektisch gemacht. Aber insgesamt bin ich hochzufrieden.“


Schiedsrichter: Alexander Asabin - Zuschauer: 75
Tore: 1:0 Miguel Can Soylu (3.), 1:1 Christoph Rüschenpöhler (28.), 1:2 Jan Block (32.), 2:2 Miguel Can Soylu (77.)

SV Dringenberg - FC Peckelsheim/Eissen/Löwen 3:1
Siehe Sonderbericht!


Schiedsrichter: Dennis Götsch (Bad Laer) - Zuschauer: 130
Tore: 0:1 Jonas Riepe (23.), 1:1 Lukas Schöttler (48.), 2:1 Thomas Rex (50.), 3:1 Christian Nölle (76.)

GALERIE SV Dringenberg - FC Peckelsheim/Eissen/Löwen


SV Dringenberg - FC Peckelsheim/Eissen/Löwen
Bezirksliga St. 3 19/20 | 2.802

SF DJK Mastbruch - Spvg 20 Brakel II 5:1
„Wir haben uns endlich mal wieder für unseren Aufwand belohnt und gegen einen tief stehenden Gegner ein richtig gutes Spiel abgeliefert“, sagte DJK-Trainer Roberto Busacca. Die Gäste verkürzten nach dem 0:2, kassierten dann in der Schlussphase aber die entscheidenden Gegentreffer. Brakels Coach Maik Schmitz meinte: „Das Ergebnis ist um zwei bis drei Tore zu hoch ausgefallen. In der ersten Hälfte hatte Mastbruch deutlich mehr Spielanteile. Bis auf zwei Möglichkeiten haben wir aber nichts zugelassen. Wir haben nach dem 0:2 umgestellt, um mehr Zugriff zubekommen und somit auch das Risiko erhöht. Ab da waren wir deutlich besser im Spiel und erzielten das 2:1. In einer Druckphase von uns spielt Mastbruch einen Konter zum 3:1 zu Ende. Allerdings hätten wir dieses Tor verteidigen müssen. Genau wie die zwei weiteren Treffer. Das Ergebnis täuscht über den Spielverlauf hinweg.“


Schiedsrichter: Kilian Krämer (Gadderbaum) - Zuschauer: 100
Tore: 1:0 Frederik Witte (32.), 2:0 Torben Hartmann (49.), 2:1 Jonas Wiechers-Wiemers (67.), 3:1 Julius Brinkmann (73.), 4:1 Julius Brinkmann (81.), 5:1 Filipe de Ramos Pereira (87.)



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