In der Hitzschlacht zum zweiten Saisonsieg
Samstag 17.09.16 12:28 Uhr|Autor: Wolfgang Streese 0
Gegen den SC Freiburg feiert Chris Richards sein Profi-Debüt.  Foto: Sven Hoppe / dpa

In der Hitzschlacht zum zweiten Saisonsieg

2. Spieltag - Sonntag: SV Aufbau Großkmehlen - SV Glückauf Kleinleipisch 0:2
SV Aufbau Großkmehlen: Miguel Müller (46. Pierre Oehme), Simon Seidel, Oliver Foerster, Paul Weidner, Matthias Opitz, David Schulz, Tom Großer, Tobias Engelmann, Dominik Klaus (55. Steve Kegler), Benjamin Bussler (33. Rene Füssel), Mario Wolf - Trainer: Mario Wolf
SV Glückauf Kleinleipisch: Andreas Giebitz, Florian Fröse, Michael Noack, Michael Engelmann, Jens Noack, Rene Batzke, Kai Philipp Schulz, Paul Kühne, Steven Dürfeld, Andre Torchala, Nico Rischke - Trainer: Jürgen Rischke
Schiedsrichter: Detlef Lauschke - Zuschauer: 35
Tore: 0:1 Steven Dürfeld (78.), 0:2 Nico Rischke (91.)


An der Grenze des Machbaren Den Herren wurde im Rahmen des 2. Spieltags folgende Aufgabe gestellt: Punkten beim SV Aufbau Großkmehlen. Das Spiel fand vor Rekordkulisse statt, denn die von Anders Celsius genormte und durch Carl von Lenné modernisierte Temperaturskala stieg auf dem lückenlos sonnigen Plätzchen durchaus über die vierziger Marke. Nahe am Delirium, irgendwo zwischen Sonnenbrand und Hitzestich, waren so kaum sportliche "Höchstleistungen" zu erwarten. Trotzdem war es erneut ein Spiel, das diesmal aufgrund der Extreme in Erinnerung bleiben und so Einlass in die Kleinleipischer "Hall of Game" erhalten dürfte. Ohne Torschlusspanik durch die erste Hälfte In der ersten Hälfte taten sich beide Teams nur selten weh. Das Sicherheitsdenken überwog vor allem bei Kleinleipisch, das infolge durch schnelle Gegenzüge zu seinen Gelegenheiten kam, denen jedoch in letzter Konsequenz die gezielten Abschlüsse abgingen. Die Spielgestaltung überließ man weitestgehend den Gastgebern. In der Defensive agierte man beständig, profitierte auch von den zu weit geschlagenen Bällen in die Spitze der Gastgeber und hatte zudem Glück, als ein Ball aus Nahdistanz vom Gegner neben das Tor geschoben wurde. Zudem parierte Torwart Florian Froese glänzend und wehrte eine Großchance noch reaktionsschnell mit dem Knie ab. Entscheidende Impluse zum Schluss Nach der zweiten Unterbrechung, der offiziellen Halbzeit, veränderte sich zunächst nicht viel. Kmehlen fand jedoch kaum noch Abnehmer in und am Strafraum. Von den Abwehrspielern oftmals abgeblockte Bälle konnten vom aufmerksamen Kleinleipischer Schlussmann frühzeitig kontrolliert werden, so dass dieser nicht mehr vor großen Herausforderungen stand. Kleinleipisch zeigte sich fortwährend agiler und wagte mit verstreichender Spielzeit zusehends mehr, so dass sich mit dem Zepter in der Hand auch das Durchsetzungsvermögen in der Offensive noch verbesserte. Eckbälle und Freistöße ergaben sich. Mit einem "zweiten" Ball prüfte Kai-Phillip Schulz den Schlussmann, der das Spielgerät im Flugmodus aber noch um den Pfosten drehen konnte. Via Kurzpassspiel konnten sich die Offensivkräfte nun des Öfteren gegenseitig schicken und sorgten losgelöst für einige Gefahr. Hin und wieder verpasste man den Abschluss, manchmal fehlte nur ein Schritt. Nico Rischke konnte im letzten Moment noch entscheidend bedrängt werden, so dass der entgegenwerfende Keeper noch beherzt zugriff. Michael Noack war bereits durchgebrochen, als er vor der Strafraumgrenze zu Fall gebracht wurde. Der souverän wirkende Schiedsrichter beließ es in dieser Szene bei der gelben Karte und die anschließende Freistosssituation verpuffte. Jedoch bediente sich Steven Dürfeld in der 78. Spielminute einem langersehnten Mittel. Den gebotenen Raum nahm er dankend an und setzte schließlich zum Schuss aus der Distanz an. Der "lucky punch" glückte: Der Schuss schlug zum 0:1 ein. Nun war die Verwaltung des knappen Vorsprungs angesagt. Bis zur Nachspielzeit sollte dies auch gelingen. In der Minute 90+1 jedoch erlöste Nico Rischke sein Team und erzielte nach Pass von Paul Kühne das 0:2. Im Laufduell mit dem Torwart, der seinen sechzehn Meter weiten Machtbereich schon verlassen hatte, setzte sich der Torschütze durch. Der Schlussmann kam zu spät, der Torschütze hatte bei Eintreffen schon zum zielgenauen Einschuss angesetzt. Fazit: Keine schönen Rahmenbedingungen für ein unterhaltsames Fußballspiel auf Kreisklasse-Niveau. Kleinleipisch konnte am Ende noch den wegweisenden Hebel betätigen, um drei Punkte feiern zu dürfen. In Angesicht dessen, dass man bei diesen zehrenden Bedingungen nur mit elf Spielern angereist war, ein Kraftakt! Jeder Name eine Legende!!! ;) Autor: Andreas Giebitz

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