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Unerlaubter Spielereinsatz? FC Pipinsried droht Ärger

BFV eröffnet Verfahren

von Dachauer Nachrichten / Rolf Gercke · 22.05.2018, 15:56 Uhr · 0 Leser
Was kommt da auf uns zu? Der FC Pipinsried (im Bild Andreas Schuster) ist nach dem Saisonfinale von einem Konkurrenzverein angezeigt worden. Hae
Was kommt da auf uns zu? Der FC Pipinsried (im Bild Andreas Schuster) ist nach dem Saisonfinale von einem Konkurrenzverein angezeigt worden. Hae

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Auf Eis liegen momentan die Planungen des FC Pipinsried für die Saison 2018/19. Das Verbands-Sportgericht (VSG) des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) unter dem Vorsitz von Oskar Riedmeyer hat am Dienstag ein Verfahren gegen den Regionalligisten eingeleitet, das gravierende Auswirkungen auf die Reihung der Klubs in der Abschlusstabelle der jetzt zu Ende gegangenen Saison 2017/18 und somit auf die am Freitag beginnende Relegation haben könnte.

Pipinsried „Vor dem Hintergrund dieser Tragweite haben wir am Dienstag ebenso vorsorglich wie pflichtgemäß alle 19 Regionalligisten über die Eröffnung des Verfahrens informiert und unsere weitere Vorgehensweise dargelegt“, sagt Reinhold Baier, der als BFV-Vizepräsident auch für die Sportgerichtsbarkeit beim BFV zuständig ist.

Der SV Seligenporten und der Verbandsanwalt haben beim BFV Anzeige gegen den FC Pipinsried erstattet und diese damit begründet, dass der Klub aus dem Landkreis Dachau gleich reihenweise Spieler eingesetzt habe, die kein Mitglied beim FC Pipinsried seien und daher auch in der Regionalliga Bayern nicht spielberechtigt gewesen sein sollen.

„Das Verbands-Sportgericht hat wegen der Eilbedürftigkeit das Verfahren als oberste Instanz an sich gezogen“, erklärt Reinhold Baier: „Der Umstand, dass der SV Seligenporten die Anzeige erst nach Ende der Saison erstattet hat, kommt in dem ohnehin komplexen Verfahren noch erschwerend hinzu, zumal am Freitag die ersten Relegationsspiele angesetzt sind.“

Ziel des BFV ist es, schnellstmöglich Zeugen zu hören und Beweise aufzunehmen, um zu einem Urteil zu kommen. „Dabei ist nochmals deutlich hervorzuheben, dass das VSG innerhalb der BFV-Strukturen völlig autark entscheidet und alleiniger Herr des Verfahrens ist. Seitens des VSG wurde der FC Pipinsried zu einer Stellungnahme aufgefordert. Auch der SV Seligenporten ist in der Pflicht, sämtliche Beweise offen zu legen und etwaige Zeugen kurzfristig zu benennen“, sagt Baier: „Weitere Einzelheiten zum Sachverhalt und mögliche Auswirkungen eines Urteils können wir nicht nennen, da es sich um ein laufendes Verfahren handelt.“

Das VSG hat bereits für Mittwoch eine mündliche Verhandlung angesetzt und wird auch zeitnah ein Urteil fällen. Der BFV wird umgehend nach dem Urteilsspruch alle Regionalligisten sowie die Öffentlichkeit über das weitere Vorgehen informieren.

FCP-Manager Roman Plesche sieht der weiteren Entwicklung gelassen entgegen: „Wir empfinden das als Nachtreten eines Konkurrenten. Die Verträge mit den Spielern sind in Ordnung, sie sind Mitglieder bei uns. Momentan stellen wir die Unterlagen zusammen, um diese dann dem Sportgericht zukommen zulassen.“