Untergrombach schiebt sich vor der Unterbrechung auf Rang Zwei
Mittwoch 11.11.20 11:30 Uhr|Autor: Dennis Specht 279
Foto: Dennis Bellof

Untergrombach schiebt sich vor der Unterbrechung auf Rang Zwei

Philippsburg marschiert weiter und liegt mit sechs Punkten Vorsprung an der Spitze +++ Enge Tabellensituation im Keller +++ Oberöwisheim feierte ersten Saisonsieg im letzten Spiel
Sieben Spieltage wurden in der Kreisklasse A absolviert, bevor die Entscheidung über die Saisonunterbrechung bekannt gegeben wurde. In FuPa kommentieren die Verantwortlichen nochmals das letzte Pflichtspiel und geben ein Fazit über den bisherigen Saisonverlauf ab. Mit einer Wiederaufnahme des Spielbetriebes im Jahr 2020 rechnet jedoch keiner mehr.



Spät unterlag der FC Heidelsheim II dem VFR Rheinsheim mit 0:1. Die Trainer Manuel Zutavern und Matthias Barth blicken mit Wut im Bauch auf das Spiel zurück, jedoch nicht wegen dem Ergebnis. In Richtung des badischen Fußballverbandes äußern Sie deutliche Kritik: „Es ist für uns immer noch unverständlich und unverantwortlich vom Verband, dieses Spiel stattfinden zu lassen. Insgesamt sechs Personen aus dem Mannschaftskreis hatten letzten Sonntag Kontakt zu einer, zu dieser Zeit schon infizierten und später positiv getesteten Person. Dienstags war dies noch unbekannt, sodass alle Personen auch im Mannschaftstraining waren. Als der positive Test heraus kam wurde alles versucht, das Spiel zu verlegen und die sechs Personen, unter anderem Stammspieler und das Trainerteam, vorsichtshalber in Quarantäne geschickt. Daher konnten auch wir beide das Geschehen nur aus der Entfernung miterleben.“ Jetzt widmen sie sich noch dem sportlichen Teil zu: „Wir könnten aktuell jede Woche das gleiche schreiben. In der Anfangsphase waren wir die klar stärkere Mannschaft mit viel Ballbesitz und sehr guten Torchancen. Wie in den vergangenen Wochen konnten wir jedoch wieder keine davon nutzen. Gegen Ende der ersten Halbzeit kam Rheinsheim dann besser ins Spiel und es wurde ein offener Schlagabtausch. In der zweiten Halbzeit haben wir dann etwas den Faden verloren und uns hinten reindrücken lassen. In dieser Phase konnten wir lediglich noch durch einige wenige Konter gefährlich werden. Als es gegen Ende nach einem typischen und auch leistungsgerechten Unentschieden aussah, kam nach einem Ballverlust am eigenen Strafraum die kalte Dusche. Kurz vor dem Abpfiff hatten wir nochmal die Chance zum Ausgleich, konnten aber auch diese nicht nutzen. Es hat jedoch wieder nicht sein sollen.“
Nach der kurzfristigen Spielabsage rechnen die beiden nicht mit einer Wiederaufnahme des Spielbetriebes in diesem Jahr. So fügen Sie hinzu: „Die Absage kam jetzt ziemlich schnell, war aber leider aufgrund der ansteigenden Fallzahlen bereits abzusehen. Ich gehe davon aus, dass es schon eine vorgezogene Winterpause ist und die Saison, wenn es die Zahlen zulassen, erst wieder im März oder April weitergeht. Inwieweit dann noch die komplette Saison zu Ende gespielt werden kann, muss man dann Mal abwarten.“ Im Hinblick auf die bisherigen Leistungen ist das Fazit gemischt: „Abgesehen vom Kreispokalwettbewerb sind wir mit dem bisherigen Verlauf nicht wirklich zufrieden. Zwar stehen wir als Aufsteiger noch auf einem einstelligen Tabellenplatz, wir haben aber einfach zu viele Punkte unnötig liegen lassen. In einigen Spielen waren wir die bessere oder zumindest nicht schlechtere Mannschaft und haben es dennoch nicht geschafft, etwas Zählbares mitzunehmen. Das sind Punkte die uns jetzt einfach fehlen und das ist ärgerlich. Wir müssen an der Einstellung arbeiten, die teilweise überhaupt nicht gepasst hat und am Torabschluss. Wenn wir nur ein paar unserer vielen Chancen genutzt hätten, würden wir schon weiter oben stehen. Jetzt heißt es erstmal ab in die Zwangspause und selbstständig fit halten, damit wir bei einem Re-Start nicht wieder bei null anfangen müssen.“

Mit zwei Siegen im Gepäck ist der VFR Rheinsheim nach Untergrombach gefahren mit dem Ziel, die Serie weiter auszubauen. Dies hat jedoch nicht funktioniert und der VFR musste sich deutlich mit 0:5 geschlagen geben. Dies hatte sich jedoch zu Beginn der Partie nicht abgezeichnet, wie Simon Baader darlegt: „Die ersten zehn Minuten waren wir sehr gefährlich und konnten uns durchaus Möglichkeiten erspielen, ließen diese jedoch leider ungenutzt. In der Folgezeit wurde Untergrombach stärker und ging auch durch einen berechtigten Foulefmeter in Führung. Hoch motiviert kamen wir aus der Halbzeit und hatten durch Mujic die hundertprozentige Chance zum Ausgleich, welche er leider vergab. Das war für mich auch der Knackpunkt der Partie war, weil wir im unmittelbaren Gegenzug den zweiten Gegentreffer bekommen haben. In der Folge waren die Untergrombacher die abgeklärtere Mannschaft und gewannen das Spiel auch in dieser Höhe verdient.“
Im Hinblick auf die wechselhaften Leistungen seiner Elf resultiert er: Die Mannschaft hatte gute und weniger gute Leistungen abgerufen! Wir mussten uns erstmal an die neue Spielklasse gewöhnen und hatten in jedem Spiel starke und weniger starke Phasen, bei denen wir einfach die Konstanz haben vermissen lassen. Dies gilt es bei Wiederbeginn abzustellen.“ Dieser wird seiner Ansicht nach jedoch erst nächstes Jahr stattfinden: „Wir hoffen natürlich bis zum erneuten Spielstart auf den ein oder anderen wiedergenesenen Rückkehrer. Wann die Runde fortgesetzt wird, lässt sich schwer beurteilen. Ich gehe jedoch davon aus, dass im Kalenderjahr 2020 kein Amateurfußball mehr stattfinden wird. Ich wünsche all unseren Fans und Spielern, sowie auch allen Mannschaften eine gute Zeit und bleibt gesund!“

 


Endlich ist der Bann für den TSV Oberöwisheim gebrochen und das Team von Jürgen Zorn konnte die ersten Punkte in der Saison einfahren. Dies gelang sogar mehr als eindrucksvoll mit einem 5:0 gegen den SV Oberderdingen und der TSV ist wieder voll im Rennen. Dementsprechend zufrieden blickt der Coach auf den Kantersieg zurück: „Zuerst einmal gute Besserung an den Torwart von Oberderdingen. Nach dem perfekten Start konnten wir dieses Mal gleich nachlegen und gingen verdient mit einer 3-0 Führung in die Pause. Nach der Pause kam Oberderdingen besser ins Spiel, doch nach 20 Minuten hatten wir die Partie wieder im Griff und legten noch zwei Tore nach. Kompliment an meine Mannschaft, die Läuferisch und Spielerisch alles an den Tag legten. Langsam kommt das Training zum Tragen.“
Nach dem ersten Sieg kommt die Zwangspause für den TSV zu Unzeit. In seiner kurzen Amtszeit sah der Coach jedoch eine Steigerung von Spiel zu Spiel: „Seit ich in Oberöwisheim bin, wird es von Spiel zu Spiel besser. Läuferisch, Kämpferisch und Spielerisch sehe ich, dass sich meine Jungs immer besser anstellen. Natürlich haben wir noch Luft nach oben. Mein Team muss die Leichtsinnsfehler abstellen und ihre Chancen verwerten, dann sehe ich uns im Mittelfeld. Ich denke jedoch nicht, dass dieses Jahr noch einmal gespielt wird.“

Überraschend klar hat der SV Oberderdingen das Kellerduell in Oberöwisheim verloren. Nach der 5:0 Auswärtsniederlage weißt Coach Yavuz Solmaz erneut auf die schlechte Trainingsbeteiligung hin, die aus seiner Sicht maßgeblichen Anteil am desolaten Auftritt hatte. Er meint: „Wir haben das Spiel deutlich verloren und daher will ich den Spielverlauf auch nicht mehr im Detail durchgehen. Grund dafür ist ganz klar die äußerst schwache Trainingsbeteiligung von permanent erscheinenden vier bis fünf Spielern. Das muss sich schnellstmöglich ändern, da es sonst sehr schwierig für uns wird. Momentan sind auch wieder ein paar verletzte Spieler hinzugekommen. Jedoch ist auch in der A-Klasse das Training das A und O, um die Leistung im Spiel abliefern zu können, dieses dann auch zu gewinnen und letztendlich auch eine erfolgreiche Saison zu spielen.“
Nach der Bekanntgabe der Saisonunterbrechung steht der SVO auf dem 12. Tabellenplatz und hat nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den letzten Platz. Trotzdem sieht der Coach sein Team nicht chancenlos: „Die Leistung unserer Mannschaft war eher durchschnittlich. Wir hatten Phasen, die sehr viel Potenzial und gute Ansätze zeigten, bei denen wir auch sichere Punkte hätten mitnehmen müssen. Andererseits haben wir auch unsere Schwächen entdeckt, an denen wir in Zukunft intensiver arbeiten müssen. Da gilt es vor allem, mit einer gewissen mentalen Einstellung in die Spiele und auch in Trainingseinheiten zu gehen. Ich habe es schon oft betont, dass unsere Mannschaft relativ neu ist und daher auch nicht sehr eingespielt.“ Außerdem sagt er: „Wie und wann die Saison weitergespielt werden kann, muss einfach abgewartet werden. Da ist die Gesundheit einfach wichtiger als der Fußball.“

 

 


In einem abwechslungsreichen Spiel trennte sich der FC Weiher am Ende mit 2:2 von Untergrombach. Trainer Alexander Runne fasst zusammen: „Es war ein Spiel zweier Teams auf Augenhöhe, wie wir es auch erwartet haben. Durch einen frühen Elfmeter geraten wir in Rückstand, jedoch hat uns dies nichts aus der Bahn geworfen. Nach dem 1:1 hatten wir bis zur Pause noch zahlreiche gute Chancen und hätten zur Pause bereits in Führung sein müssen. Durchgang zwei war ausgeglichen und wir kamen lange Zeit nicht mehr zu zwingenden Chancen. Nachdem wir in der Schlussphase mit 2:1 in Führung gehen, haben wir es leider nicht geschafft, dieses Ergebnis sicher über die Zeit zu bringen. Wir hatten noch die Möglichkeiten dafür den Sack zu zumachen! Schade, denn die drei Punkte hätten wir natürlich gerne in Weiher behalten. Mit Abstand betrachtet war es jedoch eine gerechte Punkteteilung in einem temporeichen und guten A-Klassenspiel.“
Auf Platz vier stehend hat der FC Weiher den zweitplatzierten FC Untergrombach in Sichtweite und kann nach der Saisonunterbrechung voll angreifen. Ganz zufrieden ist der Trainer jedoch im Hinblick auf die bisherige Saisonleistung jedoch nicht: „Grundsätzlich haben wir jetzt nach sieben absolvierten Spielen bisher vier Siege, einem Unentschieden und in zwei Spielen das Nachsehen. Somit haben wir einen soliden Saisonauftakt hingelegt. Ärgerlich sind die zwei Niederlagen die beide vermeidbar waren und alleine vom Spielverlauf her, hätten wir diese Partien auch gewinnen müssen. Hinzu kommen noch die Ausfälle zahlreicher Verletzter und angeschlagenen Spieler, die wir nicht komplett kompensieren konnten. Mit Blick auf die Tabelle wäre somit zum jetzigen Zeitpunkt mit etwas mehr Spielglück auch noch mehr drin gewesen.“ Außerdem wag er einen Ausblick: „Es ist schwer, eine Prognose über die Fortsetzung ab zu geben. Wir hoffen natürlich, dass wir diese Spielzeit sportlich zu Ende führen können und es nicht zu einem erneuten kompletten Abbruch kommt.“

Mit vier Punkten aus den Spielen gegen den FC Weiher und Rheinsheim hat sich der FC Untergrombach vor der Zwangspause noch auf Rang zwei der Tabelle geschoben. Nachdem es gegen Weiher nur zu einem 2:2 gereicht hatte, siegte der FCU klar im Nachholspiel gegen Rheinsheim mit 5:0 und darf sich nun über den zweiten Platz freuen. Coach Michael Beller blickt auf die Spiele zurück: „Wir haben auf jeden Fall einen sehr guten Rundenstart hingelegt und haben bis jetzt noch kein Spiel verloren. Ärgerlich war jedoch, dass wir ein paar Spiele nicht gewinnen konnten, obwohl wir die bessere Mannschaft waren. Hier hat man die lange Coronapause im März gemerkt und das hat sich auch in den ersten Spielen bemerkbar gemacht. Zum Schluss hin gegen Rheinsheim hat meine Mannschaft jedoch gezeigt, was sie leisten kann und hat mit einem unbändigen Siegeswillen das Spiel gewonnen. Von daher muss ich sagen, dass der Zeitpunkt für den Abbruch für uns zum falschen Zeitpunkt kommt. Insgesamt bin ich zufrieden mit der Mannschaft, vor allem mit dem Einsatz und dem Willen jedes Einzelnen. Wo wir noch ansetzen können ist im spielerischen Bereich. Das weiß jedoch auch die Mannschaft, das hier noch Luft nach oben ist. Wir haben hier viel mehr drauf und möchten ruhiger im Spielaufbau werden und natürlich vor dem Tor auch cleverer. Würden wir aber alles können, wäre ein Trainer ja arbeitslos und so gibt es zum Glück noch ein paar Punkte, wo wir ansetzen können.“
Im Hinblick auf die weitere Saison hofft er: „Ich möchte, dass es so schnell wie möglich weitergeht. Die ganze Situation ist war schlimm, der Fußball fehlt jedoch ungemein. In so einer Pause hat man zwar ein bisschen Kontakt mit den Spielern, mir fehlt jedoch der Zusammenhalt auf dem Platz und das Beisammensein. Wann es weitergeht, kann ich nicht beeinflussen und hier wird der Verband zeitnahe eine Entscheidung treffen. Ich hoffe, dass wir alle gesund bleiben, die Situation gut überstehen und uns bald wieder auf dem Sportplatz treffen!“

 


0:3 unterlag Münzesheim zu Hause gegen 62 Bruchsal und musste sich somit nach zuvor zwei Siegen zum ersten Mal im eigenen Stadion geschlagen geben. Obwohl durchaus Chancen vorhanden waren, sah Coach Fabian Fersching eine insgesamt verdiente Niederlage: „Es war ein schwieriges Spiel für uns. Defensiv standen wir eigentlich recht gut, machten dann aber wenige Fehler, die dann zu Gegentoren führten. in der zweiten Hälfte haben wir dann mehr riskiert, kamen auch zu Torchancen, die wir leider nicht nutzen konnten. Insgesamt war es wohl eine verdiente Niederlage.“
Sieben Punkte aus sieben Spiele sind zu wenig für die Ansprüche der Freizeitgestalter. Das weiß auch der Trainer: „Wir hatten gute und weniger gute Leistungen gezeigt in den bisherigen Spielen. Leider hat dann ab und zu das Ergebnis nicht zu den Leistungen gepasst. Insgesamt sind wir mit dem momentanen Tabellenstand und der Punkteausbeute natürlich nicht zufrieden. Leider hatten wir einige angeschlagene, oder verletzte Spieler zu beklagen, was gerade in den letzten Spielen zu größeren Personalproblemen führte. Das war natürlich schade, da mit einem breiteren Kader bestimmt bessere Ergebnisse möglich gewesen wären. Wir müssen uns auf jeden Fall im Bereich Chancenverwertung und was die Konstanz in der Defensive betrifft verbessern.“ Wie seine Kollegen rechnet er ebenfalls nicht mit einer Fortführung der Saison im laufenden Jahr: „Wann und wie es weitergeht, ist schwierig zu beurteilen. Laut Spielplan wäre im Dezember ja noch ein Spieltag, ob das allerdings ohne längeres Mannschaftstraining Sinn macht, ist natürlich fragwürdig. Vielleicht wäre es sinnvoll, alles dann ab dem Frühling zu spielen. Wir warten jetzt einfach mal ab, wie sich alles entwickelt und hoffen das Beste.“

Überraschend deutlich hat der SV 62 Bruchsal die Auswärtsaufgabe in Münzesheim gemeistert und mit einem 0:3 alle drei Punkte mitgenommen. Sichtlich zufrieden berichtet Coach Christopher Heneka: „Das Spiel war bisher das beste in dieser Saison. Die Mannschaft hat von Anfang an Gas gegeben und wollte unbedingt gewinnen. Endlich haben die Jungs gezeigt, dass sie geilen Fußball spielen können. Wenn ich etwas zu bemängeln hätte, dann ist es die Chancenverwertung in der ersten Halbzeit. Da müssen wir schon 3:0 führen. Aber wir haben es dann souverän zu Ende gespielt und auch in dieser Höhe verdient gewonnen. Lob an dieser Stelle auch an den Schiedsrichter, das war der Beste in dieser Saison.“
Der SV 62 Bruchsal ist bisher mit dem FC Neibsheim die positive Überraschung der Saison. Dementsprechend zufrieden blickt der Coach auf die absolvierte Runde zurück: „Mit dem bisherigen Verlauf der Saison bin ich mehr als zufrieden. Nach dem riesen Umbruch vor der Saison, konnten wir nicht wirklich einschätzen wo wir stehen. Wir haben uns für den Weg entschieden, eine Mannschaft aus dem eigenen Stamm und unseren A-Jugend Spielern zu formen. Mittlerweile sind wir eine richtig geile Truppe und wir fühlen uns in unserer Vorgehensweise bestätigt. Es war die richtige Entscheidung. Wir haben eine schlagfertige Truppe und haben bisher nur ein Spiel verloren. Schade, dass die Saison unterbrochen werden musste, da wir im Moment gut drauf waren. Aber es gibt wichtigere Dinge und die Unterbrechung ist absolut nachvollziehbar. Wo wir noch besser werden müssen ist die Chancenverwertung. Da haben wir noch Potenzial nach oben. Aber das kommt mit der Erfahrung. So lange wir hinten keine Tore bekommen, reicht vorne eins. Woran wir unbedingt auch noch arbeiten müssen, ist die Kommunikation auf dem Platz. Da sind wir noch zu ruhig. Aber auch das bekommen wir hin.“
Der Trainer hofft auf eine Wiederaufnahme des Spielbetriebes im Februar: „Wie es weitergeht, kann ich schwer beurteilen. Ich denke, dass dieses Jahr kein Fußball mehr gespielt wird. Je nach Entwicklung werden wir zur Vorbereitung vielleicht im Februar wieder anfangen. Aber das weiß niemand. Sobald wir wieder trainieren dürfen, geht es los. Wir sind heiß und wollen wieder kicken.“

 


Nach dem Kantersieg des FC Untergrombach im Nachholspiel hat der FC Neibsheim in der Tabelle den zweiten Rang abgeben müssen. Trotzdem darf man auf Neibsheimer Seite mit der Saison zufrieden sein und vielleicht kann das Team mit einem Sieg in Zeutern auf dem zweiten Platz in die Coronapause gehen. Letzte Woche konnte sich das Team mit 4:2 gegen Oberhausen durchsetzen. Philipp Hauk, der bei dem Heimsieg selbst nicht vor Ort war, berichtet: „Ich war leider nicht persönlich beim Spiel, aber nach den Gesprächen hätten wir in der ersten Halbzeit deutlicher führen müssen. Leider haben wir durch den Elfmeter und die Gelb-Rote Karte das Spiel wieder spannend gemacht und hatten in der zweiten Halbzeit etwas Glück. Letztendlich haben wir das Spiel gewonnen, was auch unter dem Strich verdient war.“
Mit der Leistung insgesamt ist Hauk natürlich mehr als zufrieden und so berichtet er stolz: „Bislang stehen wir recht gut da. Wir hatten gute und schlechte Spiele, aber alles in einem bin ich mit der Leistung und den resultierenden Punkten durchaus zufrieden. Klares Verbesserungspotenzial sehe ich in der Konstanz und auch der fußballerischen Cleverness. Wir sind in vielen Situationen noch zu überhastet und bekommen die „PS nicht auf die Straße“. Die Pause nutzen wir dafür, dass sich verletzte und angeschlagene Spieler regenerieren und uns beim Re-Start weiter verstärken. Ich denke, dass wir dieses Jahr keinen Fußball mehr spielen werden und möglicherweise den Rückrundenbeginn etwas vorziehen werden. Englische Wochen werden bei uns ausreichend sein. Wie es allerdings gemacht wird, weiß keiner. Wir hoffen, dass wir die Runde komplett zu Ende spielen können.“

Auf Grund der schwierigen Personallage bei der Spielvereinigung musste Heiko Bühler beim Gastspiel in Neibsheim seine Fußballschuhe wieder schnüren und stand auch gleich in der Startelf. Der Coach erklärt dies: „Unsere Personalsituation ist aktuell sehr dürftig, das sieht man, wenn ich schon selbst spielen muss. Wenn ich aber helfen kann, dann tu ich das. Ich werde keinen verletzten oder kranken Spieler auflaufen lassen.“ Sein Team war nach seiner Ansicht beim 2:4 nicht schlechter. Er fasst zusammen: „Wir waren auch nicht die schlechtere Mannschaft, wir haben leider den Anfang verpennt. Zudem war Neibsheim effektiver vor dem Tor. In der zweiten Halbzeit hatten sie einen Torschuss und der war eben drin.“

 


Unaufhaltbar schlägt Philippsburg aktuell jeden Gegner in der Liga. Mit der optimalen Ausbeute von 21 Punkten aus sieben Spielen steht der SVP auf Platz eins der Tabelle. Am letzten Wochenende schoss Philippsburg den SV Zeutern sogar mit 10:2 ab. Als Antwort auf die Frage, ob beim letzten Heimspiel eventuell Eishockey gespielt wurde, antwortet der Spielausschuss Carsten Walther mit einem Schmunzeln: „Wir haben letzte Woche wirklich Fußball gespielt! Zeutern hat sich eigentlich nicht mal aufgegeben, sondern bis zum Schluss versucht, weiter offensive Akzente zu setzen und defensiv waren sie in dem Spiel schlichtweg überfordert.  Dazu kam, dass sich in der ersten Halbzeit ihr Torhüter verletzte und dieser dann zum Seitenwechsel in der Kabine bleiben musste. Für Zeutern kam an diesem Tag einfach alles zusammen.  Zudem muss ich sagen, dass es unsere Jungs extrem gut gemacht haben. Es waren Tore dabei, die kann in der Kreisklasse A keiner verteidigen und Taylans fünf Treffer sprechen für ihn selbst. Zudem wir auch kurzfristig auf unseren Stammtorhüter Martin Bühler verzichten mussten, der vom A-Jugend Torhüter Justin Richter jedoch bravourös vertreten wurde. Wir hatten einen Sahnetag und Zeutern nicht seinen besten, dann kommt eben so ein Ergebnis mal zustande.  Ich denk aber, Marko Thürer wird seinen Jungs gegenüber die richtigen Worte finden und sie wieder aufbauen.“
Nach einer überragenden Saison 2019/2020 macht der SV Philippsburg auch in der laufenden Spielzeit so weiter und konnte alle sieben Partien gewinnen. Mit sechs Punkten Vorsprung auf Rang zwei hat das Team von Taylan Kurt auch schon ein beruhigendes Polster aufbauen können. Der Spielausschuss äußert Verständnis für den Abbruch: „Klar ist es schade das der Spielbetrieb ab sofort eingestellt wird, aber die Gesundheit jedes einzelnen geht natürlich vor. Mein Fazit für die bisher gespielten Spiele fällt natürlich sehr positiv aus. Neben der souveränen Tabellenführung in der Kreisklasse A stehen wir im Halbfinale des Kreispokals. Ich hoffe, dass sich jetzt alle in der nächsten Zeit vernünftig verhalten und wir Ende Januar mit einer vernünftigen Vorbereitung wieder starten können.“

Bisher hat jede Mannschaft gegen Philippsburg den Kürzeren gezogen, doch so deutlich wie bei der Auswärtsniederlage des SV Zeutern wurde es noch nie. Ganze zehnmal musste der Keeper beim 10:2 hinter sich greifen. Dementsprechend bedient blickt Coach Marco Thürer auf das Ergebnis zurück: „Philippsburg hat gestern auch in dieser Höhe verdient gegen uns gewonnen. Glückwunsch an den kommenden Meister. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.“
Mit nur vier geholten Punkten steht das Team auf dem vorletzten Tabellenrang. Das hat auch der Trainer registriert und fügt deshalb hinzu: „Die Leistung meiner Mannschaft ist insgesamt natürlich nicht zufriedenstellend. Wir haben aus sieben Meisterschaftsspielen nur ganze vier Punkte geholt und unsere Tordifferenz ist mit -12 auch nicht gerade die beste. Des Weiteren sind wir in der ersten Runde aus dem Kreispokal völlig verdient ausgeschieden. Wir müssen alle konsequent an uns arbeiten. Die regelmäßige Beteiligung am Mannschaftstraining ist die Basis für Verbesserungen jeglicher Art.“ Des Weiteren meint er mit Blick auf die Saisonunterbrechung: „Ich beteilige mich nicht an Spekulationen. Es gibt im Moment wichtigeres als das Thema Fußball.“

 


Im Gegensatz zum FCO hat der FC Kirrlach II auch das letzte Spiel gewinnen können. Mit 13 Punkten aus fünf Spielen hat die Mannschaft in den letzten Wochen nahezu die perfekte Punkteausbeute geholt und darf sich aktuell über einen sehr guten fünften Tabellenplatz freuen. Coach Patrick Erbe fasst den Spielverlauf beim 5:2 über Obergrombach zusammen: „Der Sieg gegen Obergrombach geht letztlich vollkommen in Ordnung. Das Spiel begann jedoch äußerst schlecht für uns. Mit der ersten Aktion stand es 0:1 durch ein unglückliches Eigentor nach einem Standard. Danach brauchten wir bis zur 20. Minute, um ins Spiel zu finden, ohne dass Obergrombach weitere Chancen hatte. Spätestens mit dem 1:1 durch Müller war dann aber bei jedem zu sehen, dass die Mannschaft durch die letzten Wochen Selbstvertrauen getankt hat. Ab hier hatte man das Spiel im Griff und hatte abgesehen von den Toren von Rindone zum 2:1, 3:1 und 4:1 noch weitere Chancen. Beim 5:1 durfte sich dann auch Sebastian Deiß zum ersten Mal in die Torschützenliste eintragen. Da man nicht nur den Beginn des Spiels verschlafen hatte, sondern die letzten Minuten auch nicht ordentlich verteidigt hat, konnte Obergrombach mit dem letzten Angriff das 5:2 erzielen.“
Nach anfänglichen Schwierigkeiten ist Kirrlach voll in der B-Klasse angekommen und befindet sich im oberen Tabellendrittel. Das freut auch den Trainer: „Mit dem bisherigen Saisonverlauf können wir soweit zufrieden sein. Natürlich hätten wir den Schwung aus fünf ungeschlagenen Spielen gerne noch die ein oder andere Woche mitgenommen, wenngleich wir aber vollstes Verständnis für die Entscheidung des Verbands haben. Die Gesundheit geht immer vor, Fußball ist eine tolle Sache, aber nicht um jeden Preis! Zum Rundenbeginn hätte ich beim Verbesserungspotential sicher als erstes die Chancenverwertung genannt. Diese ist zwar immer noch ausbaufähig, aber war zuletzt auf einem guten Weg. Die junge Truppe muss sicher noch lernen, taktisch etwas klüger zu agieren und sicherer zu stehen.“ Mit einer Wiederaufnahme des Spielbetriebes rechnet er dieses Jahr nicht mehr: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass 2020 nochmal Aktivitäten auf dem Rasen stattfinden. Vielleicht wird die Runde Ende Februar fortgesetzt und dann durchgezogen mit einigen englischen Wochen. Egal wie, wir freuen uns, wenn der Ball dann wieder rollen darf und wir hoffentlich in 2021 Corona endlich gemeinsam „besiegen“. Auch wenn viele sagen, dass die Zeit nach Corona nicht mehr die gleiche sein wird, das Leben geht weiter und wir werden auch damit zurechtkommen.“

Wie schon im Derby ging der FCO früh in Führung und konnte dann im Anschluss den guten Auftakt nicht bestätigen und unterlag auch gegen Kirrlach. Bei der 5:2 Auswärtsniederlage bemängelt Coach Alex Selzer: „Leider Gottes konnten wir die frühe Führung auch am Wochenende nicht verwalten. Das Problem am Sonntag war aber, dass wir Salvatore Rindone zu keiner Zeit in den Griff bekommen haben. In der ersten Halbzeit war es eigentlich noch ganz ok, aber was wir in der zweiten Hälfte für ein Abwehrverhalten an den Tag gelegt haben, war unterirdisch. So einem topstürmer darf man niemals so viel Freiheiten lassen, ansonsten nutzt er das gnadenlos aus. Es war aber allgemein das schlechteste Spiel meiner Mannschaft in dieser noch jungen Saison, aber so ein Spiel steht unserer jungen Mannschaft auch mal zu.“
Insgesamt meint er jedoch: „Wir sind eigentlich mit der laufenden Runde recht zufrieden, obwohl wir den ein oder anderen Punkt mehr haben müssten. Die Mannschaft hat sich spielerisch und taktisch gegenüber der letzten Runde verbessert, was natürlich auch mit den Neuzugängen zusammenhängt. In letzter Zeit hatten wir auch extreme Verletzungssorgen. Von dem her kommt uns die Unterbrechung nicht ungelegen, so können die Spieler ihre Verletzungen auskurieren. Verbesserungspotenzial sehe ich eindeutige bei der Chancenverwertung. Im Großen und Ganzen bin ich aber mit der Entwicklung sehr zufrieden und ich freue mich schon auf die Fortsetzung der Runde. ich denke aber, dass wir dieses Jahr kein Spiel mehr absolvieren. Meiner Meinung nach wäre es am besten, wenn man erst wieder im März mit der Fortsetzung startet.“

 


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