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Montag 10.04.17 20:30 Uhr|Autor: Jürgen Ruoff (BZ)565
Starker Rückhalt: Neustadts Torhüter Simon Gantert | Foto: Patrick Seeger

FC Neustadt hält Druck im Abstiegskampf stand

An der Stirnseite des  Kunstrasenplatzes im Jahnstadion breiten Leute Teppiche aus und lassen sich darauf nieder. Kinder tollen herum, die Luft ist angenehm warm. Ideales Fußballwetter, für Zuschauer wie für Spieler. Verbandsligist FC Neustadt, der in den folgenden 90 Minuten den FC Waldkirch mit 3:1 besiegen wird, hat in der entscheidenden Saisonphase stets den gleichen Aufgabenrhythmus vor sich: In den Heimspielen treffen die Blauen auf Teams, die ebenfalls gegen den Abstieg spielen, auswärts läuft das Kontrastprogramm mit Spielen gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte.

Das setzt  sich bis zum Saisonende so fort. Eine Laune des Spielplans. Daheim noch gegen Mörsch, Pfullendorf und Endingen, auswärts in Rielasingen, Villingen und beim Freiburger FC. Daheim gewinnen müssen, auswärts punkten können. Daheim das Spiel machen, auswärts  das Spiel des Gegners zerstören. Daheim viel Druck, auswärts deutlich weniger. All das spiegelt sich momentan in der Leistung wider. Der FC Neustadt quält sich nach gutem Beginn zu einem mühevollen Erfolg gegen den Vorletzten Waldkirch.  „Abstiegskampf ist Druck, dem muss man gewachsen sein“, sagt Benjamin Gallmann, beim Spiel in Linx (1:1) sei die Mannschaft „galliger“ gewesen, findet er. Bruder  Klaus Gallmann – sie coachen den FCN als Duo – lobte nach dem Spiel in Linx  die Neustädter Spieler in den höchsten Tönen, nach dem Waldkirch-Match wirkte er  doch reichlich zerknirscht: „Das war keine gute Leistung, unser Torwart Simon Gantert hat uns im Spiel gehalten. Die Mannschaft ist offensichtlich noch nicht so weit, dass sie Spiele in dieser Liga machen und über 90 Minuten dominieren kann.“ Ihm fehle ein Stück weit die Ernsthaftigkeit, sagt  Klaus Gallmann, der die Hochschwarzwälder in die höchste Spielklasse in Südbaden geführt hat, und fährt fort: „In Linx war mehr Leidenschaft, mehr Wille, mehr Einsatz vorhanden.“

Wie schon beim 2:1-Heimsieg gegen den Tabellenletzten Solvay Freiburg war  nach dem zwischenzeitlichen Tor zum 2:0 auch im Match gegen Waldkirch ein eklatanter Spannungsabfall bei den Neustädter Spielern zu beobachten. Hatten sie  sich von der  Picknick-Atmosphäre  neben dem Platz anstecken lassen? „Wir haben komplett den Faden verloren“, sagt Benjamin Gallmann, „unser Umschaltspiel war unpräzise und die Fehlpassquote hoch“. Pragmatisch betrachtet hat der FC Neustadt durch den Dreier einen weiteren großen Schritt Richtung Klassenerhalt in der Verbandsliga gemacht. „Aus den sechs Spielen, die vor uns liegen, brauchen wir noch sechs Punkte. Dann sollten wir auf der sicheren Seite sein“, da ist sich das Neustädter Trainerduo einig.

Eine halbe Stunde nach dem Spiel sitzen die Neustädter Spieler vor dem Klubheim in der Sonne, gleichen den Flüssigkeitsverlust aus und gönnen sich  einen Happen zu essen. Pflichtaufgabe erfüllt. Das „Wie“ interessiert schon wenige Minuten nach dem Spiel keinen mehr.
 
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