
Am Wochenende trifft er auf seinen Ex-Klub FC Pipinsried, mit dem er die schönsten Momente in seiner Karriere erlebt hat.
Wie ist es möglich, dass der VfB Eichstätt die Regionalliga anführt?
Viele tun so, als wäre es eine riesige Überraschung, wo wir im Moment stehen. Aber ich wusste schon bei meinem Wechsel, dass hier Großes entstehen kann. Die Mentalität und der Teamgeist der Mannschaft sind unglaublich. Und unser Trainer Markus Mattes schafft es, das Maximale aus uns Spielern herauszuholen.
Ist die 3. Liga in Eichstätt ein Thema?
Ich glaube, dass wir bis zum Schluss oben dabei bleiben. Aber die Aufstiegsfrage stellt keiner. Ich glaube nicht, dass das in Eichstätt funktionieren könnte.
Am Wochenende treffen Sie auf Ihren Ex-Verein. Welche Erinnerungen haben Sie an Pipinsried?
Ich habe dort wunderschöne Momente erlebt. Den Aufstieg in die Regionalliga zum Beispiel. Ich bin für das Relegationsspiel extra eingeflogen, habe getroffen und musste nach 80 Minuten wieder vom Platz, um noch meinen Rückflug zu erreichen. Auch dass wir in der vergangenen Saison die Liga gehalten haben, war eine Sensation. Ich habe dort noch viele Freunde. Aber in den 90 Minuten am Wochenende habe ich kein Mitleid mit ihnen.
Warum haben Sie den FC Pipinsried nach zwei Jahren wieder verlassen?
Der Weg ins Training war zu lang. Ich wohne in Ingolstadt und habe immer hin und zurück mehr als zwei Stunden im Auto verbracht. Als die Anfrage aus Eichstätt kam, war sofort klar, dass ich dort hingehe. Trainer Markus Mattes war einer der Hauptgründe, dass ich gewechselt bin. Er baut auf mich und kitzelt alles aus mir heraus.
Wer sind im Team die Garanten für den Erfolg?
Ganz klar: der Trainer. Er schafft es, aus der Mannschaft das Maximum herauszuholen. Er stellt uns auf jeden Gegner taktisch hervorragend ein. Auch seine Ansprache ist sehr gut. Im Team selbst haben wir drei Säulen. Benjamin Schmidramsl ist unser Urgestein. Jonas Fries hat ein irres Laufpensum. Er zieht alle mit und reißt sehr viele Räume. Und Fabian Eberle isz ein absolutes Mentalitätsmonster.
Würden Sie bei einer Aufstiegsparty mit Eichstätt wieder in den Urlaub fliegen?
Dann würde mir der Trainer wohl den Kopf abhacken. In der Kabine träumen wir von der 3. Liga. Wenn es wirklich klappt und mich mein Arbeitgeber unterstützt, lege ich für die 3. Liga ein Sabbatjahr ein (lacht).
Somit könnte sich der Traum vom Profifußball doch noch erfüllen...
Im Ernst: Das ist nicht wirklich realistisch. Ich habe ein Kind und das Thema längst abgehakt. Nachdem ich in der Jugend des FC Ingolstadt nicht übernommen worden bin, war ich so down, dass ich ein Jahr gar nicht mehr gespielt habe. Ich bin dann zum FC Hepberg in die Kreisliga gegangen, nur um die Freude an diesem Sport wiederzufinden. Dort habe ich mit Freunden gekickt und schnell gemerkt: Es ist noch viel Luft nach oben. Jetzt bin ich in Eichstätt und sehr glücklich.
Das Interview führte Christoph Seidl