
München — Der Auftrag der Bayern-Amateure für die kommende Saison ist klar definiert. In einer Regionalliga Bayern, die im Vergleich zu den vorherigen Jahren kein konkurrierendes Topteam beheimatet, hat die Mannschaft von Holger Seitz gute Karten, was die Meisterschaft angeht. Die sportliche Leitung des FCB hat das Team im Vergleich zur letzten Saison auf einigen Positionen aufpoliert. Neben sieben vereinsinternen Neuzugängen wurden fünf Spieler von anderen Clubs an die Isar gelotst. Davon sollen zwei für mehr Stabilität im zentralen Mittelfeld sorgen.
Neben dem Achter Adrian Fein, der beim Test gegen die Reserve des FC Ingolstadt (4:1) zum ersten Mal in der Vorbereitung zum Einsatz kam, spielten auf der Position auch Maximilian Welzmüller und Paul Will, die vom VfR Aalen und dem 1. FC Kaiserslautern kamen. Sie spielten ebenfalls je eine Halbzeit gegen die Schanzer und konnten sich mit guten Aktionen anbieten. Paul Will war mit seiner klugen Spielverlagerung maßgeblich am 1:0-Führungstreffer der Bayern beteiligt. Welzmüller versenkte eine Viertelstunde später einen direkten Freistoß sehenswert zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung. Aktionen, die Mut für die kommenden Aufgaben machen.
Der erfahrene Welzmüller soll mit seinen 28 Jahren als einer von drei Ü23-Spielern eine Stütze im Spiel der Bayern sein. Eine Rolle, die der gebürtige Münchner bereits vor einigen Jahren übernehmen musste. „Ich war bei Unterhaching auch mit 23 Kapitän, da war der Großteil der Jungs 18 oder 19. Das war eine ähnliche Rolle“, erzählt Welzmüller. „Hier ist es noch einmal ein bisschen extremer“, fügt er hinzu, „aber wenn man die Sache gut angeht, kann man die Jungen gut mitziehen. Das ist auch Sinn und Zweck der Aufgabe, die ich im Team habe.“
Paul Will, ein vielversprechendes Talent aus Lautern und bis letzte Saison noch Kapitän der U19 der Roten Teufel, will seine ersten Schritte im Herrenbereich machen. Wie Welzmüller betont auch er, wie gut er menschlich und sportlich in der Mannschaft aufgenommen wurde. „Wir haben uns alle sehr gut eingelebt, es sind ja relativ viele Neue dabei. Auch viele Neue im Herrenfußball. In den letzten zwei Spielen hat es von der Teamchemie ganz gut funktioniert.“ Der Teenager profitiert auf und neben dem Platz von seinem neun Jahre älteren Teamkollegen. „Vor allem wenn man mit ihm spielt, kann er einem mit seiner Erfahrung weiterhelfen. Das ist ein gestandener Drittligaprofi, der schon viel mehr erlebt hat und einem immer einen guten Tipp geben kann. Auch seine Kommandos während dem Spiel helfen einem als junger Spieler extrem weiter“, erzählt der Neuzugang.
Beide Neuzugänge identifizieren sich scheinbar komplett mit ihren neuen Aufgaben und stehen dem Erreichen des Saisonziels selbstbewusst wie optimistisch gegenüber. „Es wird nicht einfach, aber wir haben so viel Qualität im Kader, dass der erste Platz der Anspruch an uns selber sein sollte. Wenn wir diese Qualität auf den Platz bekommen, bin ich mir ziemlich sicher, dass wir das Ziel erreichen werden“, meint der 172-fache Drittligaspieler Welzmüller. Will ist ebenso positiv gestimmt und ist sich sicher, “wenn wir weiter so hart arbeiten und dementsprechend Fortschritte machen, steht dem Aufstieg dieses Jahr nichts im Wege.“