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Dienstag 12.09.17 15:06 Uhr|Autor: Jonathan Balzer - Fussball Vorort 940
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Manuel Wintzheimer ist die Sturmhoffnung des FC Bayern München. (Foto: Leifer)

Wie Lahm und Alaba: Diesen Weg könnte Wintzheimer nehmen

Bayerns Nachwuchs-Talent in Topform
Manuel Wintzheimer ist die neue Jugendhoffnung beim FC Bayern. Der 18-jährige Stürmer schießt momentan Tore am Fließband und war in der A-Jugend und Reserve insgesamt bereits zwölf Mal erfolgreich. Klar, dass so etwas auch bei anderen Vereinen Gehör finden könnte.

1,84 Meter groß, kantig und absolut beidfüßig. Bayerns Nachwuchstalent Manuel Wintzheimer bringt alles mit, was ein guter Stürmer braucht. In dieser Saison ist der 18-Jährige nicht zu bremsen. In fünf U19-Spielen traf er neun Mal, in drei Regionalligaspielen für die Reserve starke drei Mal. Zuletzt wurde er zudem in die U19-Nationalmannschaft berufen. Nachdem der Rekordmeister mit der Eröffnung des neuen Nachwuchsleitungszentrums eine neue Ära in der Jugend einleiten will, könnte Wintzheimer der erste Star aus der Münchner Talenteschmiede sein.

Doch bis dahin ist es ein weiter Weg. Die Liste mit gescheiterten Talenten ist lang. Um wirklich im Haifischbecken Profifußball durchstarten zu können, benötigt man beste Entwicklungsmöglichkeiten.

Doch hat Wintzheimer die? Klar, die U19 des FC Bayern München ist auf dem Weg, eine der besten Deutschlands zu werden. In der vergangenen Saison gewann man die Bundesliga Südwest und scheiterte erst im Finale der Deutschen Meisterschaft an Borussia Dortmund. Auch in der laufenden Spielzeit steht die Mannschaft von Sebastian Hoeneß auf einem guten dritten Platz. Hier hat Wintzheimer beste Entwicklungschancen.

Schlechter sieht es aber im Herrenbereich aus. Während Stars wie Julian Weigl, Leroy Sané oder Julian Draxler schon mit 18 Jahren fleißig Einsätze in der Bundesliga sammelten, ist das für Wintzheimer nicht in Sicht. Im Starensemble des FC Bayern ist es für einen jungen Spieler extrem schwierig, sich durchzusetzen. 

Bleibt nur noch die zweite Mannschaft des Rekordmeisters. Diese steht zur Zeit auf Platz 12 der Regionalliga Bayern. Ein sehr unbefriedigender Zustand. Schließlich möchte der Verein schon seit Jahren in die dritte Liga aufsteigen, um eben Talente wie Wintzheimer fördern zu können. Doch daraus wird es in dieser Saison wahrscheinlich wieder nichts werden. Ergo: Wenn Wintzheimer in den Herrenbereich wechselt, hat er die Wahl zwischen Unter- und Überforderung.

Welche Optionen hat Wintzheimer?

In Anbetracht der Situation ist nun die Führung des FCBs gefragt. Um den Talenten beste Entwicklung zu ermöglichen, müssten andere Vereine mit ins Boot geholt werden. Stichwort Leihe. Damit haben die Münchner keine schlechten Erfahrungen: Weltmeister Philipp Lahm wurde einst für zwei Jahre zum VfB Stuttgart verliehen und reifte dort zum Nationalspieler. Auch David Alaba schaffte den Bundesligadurchbruch erst nach einem vorübergehenden Engagement in Hoffenheim. Die letzten Stars, die sich über die zweite Mannschaft der Münchner empfehlen konnten, waren Thomas Müller und Holger Badstuber. Doch zu deren Zeit spielten die Bayern mit der Reserve noch in der 3. Liga.

Manuel Wintzheimer wird sich entscheiden müssen. Schließlich werden Talente immer füher schon zu Profis. Um richtig durchstarten zu können, benötigt man von Beginn an Spielzeiten auf hohem Niveau. Eine Alternative wäre also eine Leihe. Bundesligisten wie Hoffenheim oder Stuttgart sind wahrscheinlich noch eine Nummer zu groß, doch ein Wechsel zu einem schwächeren Zweitligisten oder einem Drittligisten ist sicherlich eine Option. Dass man dort reifen kann, zeigen prominente Beispiele. Hakan Calhanoglu, mittlerweile beim AC Mailand unter Vertrag, spielte beispielsweise für den Karlsruher SC in der 3.Liga, ehe er aus dem Stand beim Hamburger SV durchstartete.

Welcher der richtige Weg für Manuel Wintzheimer ist, weiß wohl niemand. Eine Profikarriere ist im modernen Fußball von zu vielen Variablen abhänging. Dass ein Stürmer wie Wintzheimer, der in den vergangenen zwei Saisons 36 Tore in 42 Spielen erzielte, aber eine Zukunft hat, ist auch klar. Und so würde es nicht verwundern, wenn Manuel Wintzheimer in nächster Zeit ein paar Anrufe erhalten würde. Sein Vertrag geht übrigens nur noch bis 2018. Die Bayern wären also gut beraten, den Vertrag zu verlängern. 

 
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