
München - Seit Montagabend haben Holger Seitz und seine Spieler eigentlich Gewissheit. Durch das 1:1 beim 1. FC Schweinfurt steht der FC Bayern II praktisch als Meister der Regionalliga Bayern fest - es sei denn, die Reserve verspielt in den letzten beiden Spielen einen Sechs-Punkte- und 16-Tore-Vorsprung.
Trainer Seitz hat schon zu Beginn der Saison im Vorort-Interivew klar formuliert, dass er Regionalliga-Meister werden möchte. Nach dem Gewinn des Premier League International Cups kann der 44-Jährige jetzt schon den zweiten Haken hinter eines der gesteckten Saisonziele machen. Der ganz große Coup soll dann am 22. und 26. Mai folgen. Dann stehen die Aufstiegsspiele zur 3. Liga an. Gegner wird mit großer Wahrscheinlichkeit die zweite Mannschaft des VfL Wolfsburg sein. Die kleinen Wölfe haben zwar am vergangenen Wochenende gegen Hannover 96 II nur 1:1 gespielt, dennoch sollte der Drei-Punkte-Vorsprung bei einem klar besseren Torverhältnis als Verfolger Lübeck an den letzten beiden Spieltagen zur Meisterschaft in der Regionalliga Nord reichen.
Das Hinspiel findet dann am 22. Mai in Niedersachsen statt. Holger Seitz rechnet damit, dass die Partie im Bundesliga-Stadion der Frauen durchgeführt wird. 5.000 Zuschauer finden dort Platz und Seitz ist fast sicher, dass die beiden U23-Teams vor ausverkauftem Haus spielen werden. Das Rückspiel steigt dann vier Tage später am Sonntag im Grünwalder Stadion. Die Profis des Rekordmeisters spielen am Abend zuvor im Berliner Olympiastadion das DFB-Pokal-Finale gegen RB Leipzig.
Dennoch sind die Verantwortlichen von der Säbener Straße optimistisch, dass die Youngster auch im Heimspiel vor einer tollen Kulisse auflaufen werden. „Unsere Fans sind verrückt. Am Tag vorher ist das Finale in Berlin. Wenn sie sich organisieren, schau ma mal...“, sagt Seitz vielsagend.
Gelingt den Profis der Pokalsieg in Berlin und steigen die kleinen Bayern einen Tag später in die 3. Liga auf, könnte es trotz des frühen Ausscheidens aus der Champions League eine hervorragende Saison für die Roten werden. Und wer weiß, vielleicht folgt ja dann nach überstandener Relegation auch die ganz große Party auf dem Balkon am Marienplatz - mit den Stars von heute und morgen.