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Bayern-Kapitän Feldhahn will im Rückspiel gegen Wolfsburg „ein Feuerwerk abbrennen“

Das nächste Regionalliga-Jahr droht

von Münchner Merkur / tz / Matthias Horner · 23.05.2019, 09:36 Uhr · 0 Leser
Die Roten sind angezählt: Die Bayern-Spieler Nicolas Feldhahn, Joshua Zirkzee und Meritan Shabani (v.l.).  Imago
Die Roten sind angezählt: Die Bayern-Spieler Nicolas Feldhahn, Joshua Zirkzee und Meritan Shabani (v.l.).  Imago
Die zweite Mannschaft des FC Bayern droht erneut in der Aufstiegsrelegation zur 3. Liga zu scheitern. Gestern Abend verloren die Bayern beim VfL Wolfsburg II 1:3 (1:3).

Im Rückspiel am kommenden Sonntag (16 Uhr, Grünwalder Stadion) stehen die kleinen Bayern damit vor einer echten Herausforderung. Bange ist Trainer Holger Seitz dennoch nicht. So wie er seine „Jungs gerade in der Kabine wahrgenommen habe, stinkt ihnen dieses Spiel“. Natürlich, so der 44-jährige Bayern-Coach, fühle sich das „momentan nicht so lustig an“, im eigenen Stadion aber „sind wir eine Macht und es sind erst zwei Viertel vorbei“.

Im Wolfsburger AOK-Stadion aber mussten die Münchner zu Beginn doch ihrer Nervosität Tribut zollen. Vor den Augen von Präsident Uli Hoeneß, Sportdirektor Hasan Salihamidzic und weiteren gut 4000 Zuschauern fand der Nachwuchs der Wölfe deutlich besser in die Partie. Nachdem VfL-Angreifer Blaz Kramer zunächst noch an Bayern-Schlussmann Ron-Thorben Hoffmann gescheitert war, gelang dem 31-jährigen Routinier Michele Rizzi im Anschluss an die folgende Ecke direkt der Führungstreffer für die Niedersachsen (6.).

Ein echter Wirkungstreffer für den FCB-Nachwuchs. Nach etlichen Minuten aber fingen sich die Münchner, es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Die beste Chance der Gäste vergab dabei Profi-Leihgabe Alphonso Davies, der aus sechs Metern nicht am Wolfsburger Tormann Phillip Menzel vorbeikam (16.). Als die jungen Wölfe dann nach einer weiteren Ecke durch Daniel Hansliks Kopfball auf 2:0 erhöhten (33.), schien die Seitz-Elf schon früh endgültig auf die Verliererstraße zu geraten.

„Am Sonntag mit unseren Fans im Rücken“

Kurz vor dem Halbzeitpfiff allerdings verkürzten die Talente von der Säbener Straße nach einem Freistoß Meritan Shabanis per Eigentor auf 1:2 (44.) und waren plötzlich wieder mittendrin in der Begegnung. Der nächste Nackenschlag aber folgte noch vor dem Seitenwechsel: Erneut Hanslik bestrafte einen haarsträubenden Fehlpass Maxime Awoudjas vor dem eigenen Strafraum mit dem 3:1 in der Nachspielzeit des ersten Abschnitts. Nach dem Wiederanpfiff verwalteten die jungen Wölfe den Vorsprung clever, den optisch überlegenen Bayern indes mangelte es an Durchschlagskraft in der Offensive.

So reist der Meister der Regionalliga Nord nun mit einer komfortablen Ausgangsposition zum Rückspiel beim Meister der Regionalliga Bayern. 2011 war die zweite Mannschaft des Rekordmeisters aus der 3. Liga abgestiegen. 2014 waren sie mit dem damaligen Trainer Erik ten Hag schon einmal in der Relegation gescheitert. Um jetzt, nach acht Jahren in der Regionalliga, die Rückkehr zu schaffen, bedarf es am Sonntag einer veritablen Aufholjagd. „Am Sonntag mit unseren Fans im Rücken“ jedenfalls, wie Defensivroutinier Nicolas Feldhahn versprach, „werden wir ein Feuerwerk abbrennen“.