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Donnerstag 07.09.17 11:13 Uhr|Autor: Andreas Werner - Münchner Merkur 201
Vor ihrem 100. Länderspiel: Simone Laudehr. (Foto: Bongarts / Getty Images)

Bayern-Damen-Star Laudehr zurück im Nationalteam

Nach langer Verletzungspause
Im Buddhismus findet sie eine Quelle, doch auf dem Rasen legt sie los, als würden ihrem Körper zwei Herzen das Blut durch die Muskeln pumpen. Ihre Mutter war eine gute Leichtathletin, von ihr habe sie starke Gene, sagt sie. In diesen Tagen zeigt die Bayern-Spielerin jedenfalls einmal mehr, wie viel in ihr steckt. Ihr Schmerzensjahr arbeitet sie spektakulär ab.

Nachdem sie sich im letzten Sommer wieder dem FC Bayern angeschlossen hatte, war so gar nichts nach Plan gelaufen. Eigentlich sollte die 31-Jährige dem jungen Team Stabilität verleihen, doch eine Flut an Verletzungen machte aus ihr weniger als eine Teilzeitkraft. In der Rückrunde sah man sie gar nicht mehr. Mit einem Jahr Verspätung aber erfüllt sie nun die hohen Erwartungen. Beim Saisonauftakt in Essen steuerte sie den 3:0-Endstand per Elfmeter bei, und wenn am Samstag in einer Woche in Ingolstadt gegen Slowenien die WM-Qualifikation startet, wird sie erstmals seit 13 Monaten und ihrer Knöchelverletzung beim Olympia-Auftakt wieder zum DFB-Kader gehören. „Ich bin froh, dass sie fit ist. Unsere junge Mannschaft benötigt solche Führungspersönlichkeiten wie sie“, meinte Bundestrainerin Steffi Jones. Simone Laudehr steht vor ihrem 100. Länderspiel.

Ziemlich genau vor einem Jahr hätte sie diese magische Marke bereits in ihrer Heimatstadt Regensburg beinahe erreicht, damals aber wurde sie nicht rechtzeitig fit. Im Anschluss folgte eine Hiobsbotschaft auf die nächste, vor der EM redeten ihr die Bayern ein Mitwirken bei dem Turnier aus. „Wir sind froh, dass sie sich auf die Reha konzentriert hat“, sagt Managerin Karin Danner, „ich bin mir sicher, dass wir ab jetzt noch sehr viel Freude an ihr haben werden.“

"Ich habe nie locker gelassen“, sagt Simone Laudehr. Lediglich einen kurzen Trip nach Griechenland gestattete sie sich in der Sommerpause, seit Anfang Juli aber arbeitete sie dann wieder mit Elan an ihrem Comeback. „Ich habe eine Vorbildfunktion, muss vorangehen und auf die Zähne beißen.“ Am Samstag gegen Freiburg (13 Uhr, Grünwalder Stadion) wird sie dementsprechend wieder vorangehen – mit der Kraft der zwei Herzen.

 
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