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Ligavorschau

Aus der Drucksituation befreit

SpVg Wesseling-Urfeld verlässt den Tabellenkeller - FC Hürth kommt ins Ulrike-Meyfarth-Stadion

von KSTA-KR/Hajo Pütz · 28.04.2016, 22:01 Uhr · 0 Leser
Nach dem vergebenen Siegtreffer hat Wesseling-Urfelds David Strack den FC Hürth im Blick. Foto: Bucco
Nach dem vergebenen Siegtreffer hat Wesseling-Urfelds David Strack den FC Hürth im Blick. Foto: Bucco

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FC Hennef 05 – SpVg Wesseling-Urfeld 2:2 (2:1). In der Mittelrheinliga begannen die Platzherren im Nachholspiel druckvoll. Raschid Bouallal und Rico Rollepatz nutzten zwei Einladungen der Gäste zur komfortablen Führung. Für Yaschar Hayit war es ein gebrauchter Tag. Nach etwa einer halben Stunde kam für ihn Dennis Klein aufs Feld.

„Ich wollte eine Reaktion zeigen und habe offensiv gewechselt“, bestätigte Gäste-Coach Jupp Farkas. Endlich bekam seine Truppe mehr Zugriff. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte verkürzte Benedikt Seeger. Nach einer Stunde waren die Gastgeber in Unterzahl. Kris Fillinger bekam Delord Nsongo Unzola nicht in den Griff und kassierte, nach wiederholtem Foulspiel, die Gelb-Rote-Karte. Inzwischen verschwand Hennef komplett in der Versenkung und verwaltete die knappe Führung nur noch. Als Jan Gran erneut in der Nachspielzeit alleine auf das Hennefer Tor lief, wurde er elfmeterreif gefoult. Daniel Farkas behielt die Nerven und glich aus. Fast hätte es noch zum Dreier gereicht. David Strack reagierte allerdings zu hektisch.

Nach diesem Bonuspunkt, wie es Farkas formulierte, freut sich die Spielvereinigung auf das Derby gegen den FC Hürth. Farkas blickt etwas neidisch in Richtung Hürth: „ Dort haben sie tolle Möglichkeiten. Im Moment machen sie alles richtig. Sie sind klarer Favorit. Wir können das nur über unsere Geschlossenheit auffangen.“ An die Kette legen will er Serkan Okutan und Patrick Friesdorf. Heute Abend soll im Wiener Steffi kräftig gefeiertwerden, um die mannschaftliche Geschlossenheit als Vorbereitung auf das Derby stärken.

Das Mittelrheinduell zwischen der SpVg Wesseling-Urfeld und dem FC Hürth zählt bekanntlich zu den fußballerischen Höhepunkten im Rhein-Erft-Kreis. Am Sonntag ist es wieder soweit. Dann wird der Klassiker um 15.15 Uhr im Ulrike-Meyfarth-Stadion angepfiffen. „Die Spiele gegen Wesseling-Urfeld mit ihrem Coach Jupp Farkas sind immer besonders und zählen zu den Highlights der Saison. Wir müssen uns auf ein kampfbetontes und hitziges Duell einstellen. Wesseling benötigt dringend die Punkte, um die Klasse zu halten. Wir wünschen uns natürlich, dass die Mannschaft die Klasse halten und Jupp Farkas sein Traineramt nicht niederlegen wird. Dennoch wollen wir die drei Punkte gerne mitnehmen“, betont Hürths sportlicher Leiter Martin Bündgens.

Sein Trainer, Oliver Heitmann, begegnet der Spielvereinigung ebenfalls mit großem Respekt: „Ohne Zweifel eine sehr kampfstarke Mannschaft, die sehr diszipliniert verteidigt und ein gutes Umschaltspiel hat. Vorne können sie spielerisch überzeugen, wenn sie Räume bekommen. Wir benötigen totale Disziplin. Vor allem defensiv müssen wir richtig gut stehen. Nach vorne wollen wir möglichst variabel kombinieren und auch den letzten Pass klarer an den Mann bringen.“

Trotz aller Rivalität pflegten beide Klubs in den vergangenen Jahren eine gute Beziehung. Nach dem Erfolg über Alfter herrscht in Hürth eine hohe Erwartungshaltung. Das Team freut sich auf das Spiel.
Allen voran natürlich der dreifache Torschütze des vergangenen Spiels, Serkan Okutan, dessen Freundin aus Wesseling kommt. Auf der Kippe stehen die Einsätze von Michael Schmitz und Miron Miskiewicz. Beide sind noch angeschlagen. Ausgeschlossen ist der Einsatz von Ladji Koulibaly. der im Aufbautraining ist.